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recht.de • Thema anzeigen - Blitzer: Toleranz-Abzug bei Dunkelheit
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BeitragVerfasst: 08.03.18, 14:36 
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Hallo,

A wurde kürzlich geblitzt. Stationär. Auf der Autobahn. Tempolimit 100. Gefahren: 130.
Abzug der Toleranz: 3% von 130 = 3,9 km/h, aufgerundet auf 4 km/h.
Macht Überschreitung um 26 km/h und somit einen Punkt.

Nun hat A auf mehreren Internetseiten gelesen:
Es gilt eine höhere Toleranz für Blitzer bei schlechten Sichtverhältnissen und Nachtfahren.

Im Fall von A würde bereits eine Toleranz von 4% dazu führen, dass der Punkt entfällt.

Stimmt diese Aussage und gibt es dazu Zahlen zur höheren Toleranz?

Wie ist die Situation, wenn diese Aussage stimmt, A sich mit Hilfe eines Anwalts (gedeckt durch den Verkehrs-Rechtschutz) des Punktes entledigen kann?
Muss er die Kosten für die Selbstbeteiligung selbst tragen, da er den Anwalt in diesem Fall ja nur wegen eines Fehler hinzuziehen musste?

Oder andere angenommene Konstellation: Ein Anwalt prüft einen Bescheid und nach Akteneinsicht stellt sich heraus, dass dieser aus einem bestimmten Grund nicht gültig ist.
Wer kommt für die Kosten der Selbstbeteiligung auf?

Beste Grüße!


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BeitragVerfasst: 08.03.18, 20:40 
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OliB hat geschrieben:
Stimmt diese Aussage
Nein.


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BeitragVerfasst: 08.03.18, 21:40 
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Zitat:
Nun hat A auf mehreren Internetseiten gelesen:
Es gilt eine höhere Toleranz für Blitzer bei schlechten Sichtverhältnissen und Nachtfahren.
Sie glauben natürlich sofort daran, dass nachts und bei schlechter Sicht, eine größere Geschwindigkeitsüberschteitung toleriert würde als tagsüber bei guter Sicht? :lol:
Begründung: nachts kann man die Tachoanzeige nicht so gut erkennen, oder wie?

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 08.03.18, 22:17 
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Beiträge: 5712
OliB hat geschrieben:
Nun hat A auf mehreren Internetseiten gelesen:
Es gilt eine höhere Toleranz für Blitzer bei schlechten Sichtverhältnissen und Nachtfahren.

Im Gegenteil. Man hat so schnell oder langsam zu fahren, wie es die Sicht- oder Straßenverhältnisse erlauben und es könnte weitere Folgen haben, wenn man argumentiert, man sei viel schneller gefahren, als erlaubt und so schnell, dass man nichts mehr sehen konnte.

Zitat:
Wie ist die Situation, wenn diese Aussage stimmt, A sich mit Hilfe eines Anwalts (gedeckt durch den Verkehrs-Rechtschutz) des Punktes entledigen kann?
Muss er die Kosten für die Selbstbeteiligung selbst tragen, da er den Anwalt in diesem Fall ja nur wegen eines Fehler hinzuziehen musste?

ja, auch dann. Die Kosten kann man sich u.U. vom Gegner zurückholen.


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 11:50 
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Themenstarter
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Foren wie dieses dazu da sind, dass sich der Laie SINNVOLLEN Rat einholen kann.
Wie man sieht, ist dem leider nicht so...

@SusanneBerlin: Was ist denn das für ein Kommentar? Lesen Sie meine Zeilen doch noch einmal.
Ich hatte geschrieben, dass ich auf mehreren Internet-Seiten zum Thema Bußgeld/Strafen bei Verkehrsdelikten den gleichlautenden Hinweis gefunden habe.
Da mir dies bisher nicht bekannt war, wollte ich es an dieser Stelle verifizieren. Mehr nicht. Ein einfaches Nein, wie der User vor Ihnen reicht vollkommen aus.

Es geht auch nicht im geringsten darum, etwas zu beschönigen. Die Fakten liegen auf dem Tisch. Niemand ist absichtlich schneller gefahren, weil es dunkel war.
Aber es u.U. die Möglichkeit gäbe, mit einem km/h um den Punkt herum zu kommen, es doch legitim, das zu hinterfragen. Ich denke das würde von euch niemand anders handhaben.


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 12:30 
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Wohnort: Auf diesem Planeten
OliB hat geschrieben:
Ich gehe grundsätzlich davon aus, dass Foren wie dieses dazu da sind, dass sich der Laie SINNVOLLEN Rat einholen kann.
Nö. Dieses Forum dient der Diskussion für rechtlich theoretische Aspekte bzw. Fälle. Da kann es schon vorkommen, dass auch persönliche Anmerkungen getätigt werden.

Wenn man einen Rat benötigt, dann hilft einem der versierte Fachanwalt für Verkehrsrecht. Der haftet nämlich auch für seine Beratung. :wink:

Letztlich hat fodeure schon alles gesagt, da mit seiner Aussage die nächsten beiden Fragen auch schon beantwortet wurden.

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Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.
Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 12:36 
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Beiträge: 5193
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OliB hat geschrieben:
... dass Foren wie dieses dazu da sind, dass sich der Laie SINNVOLLEN Rat einholen kann.
Wie man sieht, ist dem leider nicht so...

Naja, was SINNVOLL ist und was NICHT SINNVOLL ist, da kann man sich wahrlich trefflich streiten. :oops:
Einen Anspruch ob etwas SINN macht, kann man aber hier wirklich nicht stellen. :ironie:

Aber soviel: Düsseldorf baut gerade 8 Blitzer Meßstellen ab, da ein Montagefehler zu Messfehlern führte.
Da Falsch oder Fehlmessungen gar nicht soooo selten vorgekommen sind, lohnt sich ein kritischer Blick, gerade wenn's um Punkte oder Fahrverboten geht. Nur Freiwillig wird man kaum an Informationen kommen, daher wird die kostenpflichtige Beauftragung eines Anwaltes wahrscheinlich nötig sein um beispielsweise an Akten/Dokumente/Zertifikate zu kommen. Das ist so eine Ermessenssache und letztlich eine Frage der Risikobereitschaft.


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 12:58 
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Beiträge: 426
Hallo

Mein Kenntnisstand ist ein anderer.

Düsseldorf hat 8 Rotlichtblitzer abgeschaltet, weil für die keine Zulassung vorlag.

Es handelt sich also um ein bürokratisches Problem. Das heißt noch lange nicht dass die Anlagen technisch falsche Ergebnisse geliefert haben. Ob die Möglichkeit von Fehlmessungen besteht wird noch geprüft. Davon hängt dann auch das weitere Vorgehen mit den Altfällen ab. Von einem Abbau ist überhaupt keine Rede.

Gruss

MrMurphy


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 13:11 
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So wie ich gehört hatte, stimmten die Abstände der Kontaktschleifen im Fahrbahnboden nicht. Damit hätte bei der fehlerhaften Montage die Anlage keine Zulassung. Also folgend das "bürokratische" Problem, durch Verwendung einer nicht zugelassenen Meßeinrichtung!
Genaueren Aufschluss werden wahrscheinlich angefertigte Gutachten geben.
Aber ich habe auch schon manche Pannen erlebt. Manchmal gipfelt soetwas in rasende Trecker oder Landmaschinen.
Manchmal hat das Meßpersonal auch selbst die "Orientierung" verloren oder der ein Meßstrahl verirrte sich. Gründe gibt's genug.


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 14:12 
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Wohnort: Auf diesem Planeten
In den ganzen Formalien für die Aufstellung solcher Anlagen kann man sehr sehr schnell falsch abbiegen und bietet dadurch den Rechtsvertetern der Beschuldigten ausreichend Angriffsfläche.

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BeitragVerfasst: 09.03.18, 15:03 
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Beiträge: 1075
OliB hat geschrieben:
Ich denke das würde von euch niemand anders handhaben.


Ich würde den Punkt als Mahnung ansehen, in Zukunft nicht mehr so auf die "Tube" zu drücken. Und nein, ich würde NICHT versuchen, drumherum zu kommen.


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 17:01 
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ktown hat geschrieben:
Dieses Forum dient der Diskussion für rechtlich theoretische Aspekte bzw. Fälle. Da kann es schon vorkommen, dass auch persönliche Anmerkungen getätigt werden.

Die Untertreibung des Jahrhunderts. :devil:


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BeitragVerfasst: 09.03.18, 18:39 
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Evariste hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:
Dieses Forum dient der Diskussion für rechtlich theoretische Aspekte bzw. Fälle. Da kann es schon vorkommen, dass auch persönliche Anmerkungen getätigt werden.

Die Untertreibung des Jahrhunderts. :devil:
Das ist die Normalität und wieso sollte das auch unterbunden werden. Unterbunden wird es nur, wenn es die Grenzen der Juriquette überschreitet.

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BeitragVerfasst: 10.03.18, 11:02 
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Beiträge: 426
Hallo

Zitat:
Aber ich habe auch schon manche Pannen erlebt.


Du hast erlebt? Glaube ich nicht.

Du wirst gelesen haben. Wobei die "Auflösung" bei korrekter Rechere in der Regel ist, dass es sich um Bilder aus dem Ausland oder um Probeblitze handelt.

Fehlmessungen kommen zwar vor, sind aber so selten, dass du kaum selbst mehrere erlebt haben kannst.

Und was verstehst du unter Pannen? Unberechtigte Beschuldigungen und Verurteilungen? Oder doch eher Fehler, die bereits vor einer Anschuldigung erkannt und gelöst wurden?

Im Moment und ohne Beleg sind deine Angaben keine Information sondern negative Stimmungsmache gegen staatliche Maßnahmen.

Gruss

MrMurphy


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BeitragVerfasst: 10.03.18, 15:07 
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Beiträge: 5311
Wann genau soll die Nacht beginnen und wann aufhören?

Bestimmt stehen im Internet irgendwo die tolle Ranzen des eingesetzten Messgerätes

Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Rechtsschutzversicherung ohne konkreten Verdacht bezahlt.

Ein Punkt ist auch noch für einen notorischen Punktesammler schlimm.


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