Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Moderator: FDR-Team

fodeure
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von fodeure » 09.07.16, 16:16

ABCD hat geschrieben:soll FS Entzug
Das ist nicht der Fall. Die Fahrerlaubnis wird nur widerrufen. Ein Führerscheinentzug würde eine Sperrfrist von mindestens drei Monaten und möglicherweise auch noch eine MPU mit sich bringen.
ABCD hat geschrieben:Nachschulung
Das ergibt sich eben aus den Probezeitmaßnahmen. Im übrigen war das Fahren ohne Begleitung kurz nach der Einführung nur ein B-Verstoß und hätte keine Nachschulung bedeutet.Es dürfte schon seinen Grund haben, warum dies jetzt ein A-Verstoß ist.
ABCD hat geschrieben: plus Geldtrafe bedeuten ?
Nein, keine Geldstrafe, die wäre deutlich höher. Es ist nur eine Geldbuße.
ABCD hat geschrieben:Schon happig.
Nein, konsequent und richtig. Und ich bin mir ziemlich sicher, daß du auch in der Fahrschule darauf hingewiesen wurdest, unter keinen Umständen, auch nicht mal ein bißchen, ohne Begleitung zu fahren. Du wußtest also was du tust. Willkommen in der Welt der Erwachsenen.

FelixSt
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von FelixSt » 09.07.16, 17:52

70 € für solch einen Verstoß, der dann auch noch auf recht dreiste Art kleingeredet werden soll, ist nicht happig, sondern sehr günstig.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

Mount'N'Update

Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von Mount'N'Update » 10.07.16, 13:14

fodeure hat geschrieben:
ABCD hat geschrieben:soll FS Entzug
Das ist nicht der Fall. Die Fahrerlaubnis wird nur widerrufen. Ein Führerscheinentzug würde eine Sperrfrist von mindestens drei Monaten und möglicherweise auch noch eine MPU mit sich bringen.
Was heißt das konkret? Bekommt er mit 18 einfach seinen Führerschein ausgehändigt, erfolgte Nachschulung vorausgesetzt?

Rabenwiese
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von Rabenwiese » 10.07.16, 14:07

sobald alle Auflagen erfüllt sind dar sogar das begleitete Fahren fortgesetzt werden. Von daher eine echt günstige Lösung.

Ich wusste ehrlich gesagt auch nicht was das für Konsequenzen nach sich zieht. Ich empfinde die Konsequenzen aber auch eher als günstig.
Ich habe eigentlich für diesen Fall mit sehr ähnlichen Konsequenzen wie in einem Fall von fahren ohne Fahrerlaubnis gerechnet.

Ich kann zu diesen "nur" 10 Metern mal einen Fall aus eigener Erfahrung beitragen. In meinem Fall waren es "nur" ca 2 Meter die ich mein Heck aus einer Ausfahrt bewegt hatte und ich meine Fahrerlaubnis verlor.

Es gab eine Party und ich hatte jemanden auf dem Grundstück des Freundes der die Party ausrichtete zugeparkt. Dieser wollte zu später Stunde mit seinem Fahrzeug die Party verlassen. Da machte ich einen folgenschweren Fehler. Ich setzte mich stark alkoholisiert an das Steuer meines Fahrzeuges und fuhr ein Stück zurück damit er heraus konnte. Als er sich dabei ziemlich dumm anstellte, fuhr ich ohne mir weitere Gedanken zu machen noch ein Stückchen aus dem Grundstückstor hinaus welches ein Bekannter dazu öffnete. Kaum stand ich mit dem Heck des Fahrzeuges draußen und der Bekannte konnte davon fahren, Fuhr auch schon die Polizei heran. Diese wollte eine gemeldete Ruhestörung abarbeiten.
Mein Pech. Sie sahen mich nachdem ich mein Fahrzeug abstellte und ausstieg mit leichtem "Seemannsganng" und die Dinge nahmen ihren Lauf. Meine Fahrerlaubnis war dahin.
Für "nur" zwei Meter.

Deshalb finde ich der 17 Jährige Fahrer kommt schon reichlich billig davon.

ABCD
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von ABCD » 10.07.16, 19:35

FelixSt hat geschrieben:70 € für solch einen Verstoß, der dann auch noch auf recht dreiste Art kleingeredet werden soll, ist nicht happig, sondern sehr günstig.
Noch kleiner gehts kaum.
Reingesetzt, Motor an , Gang raus , 10 m rollen lassen, Bremse getreten, Stop.

Was ist dadran " solch ein Verstoß " ?

FelixSt
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von FelixSt » 10.07.16, 19:37

Das ist Fahren ohne Begleitung, oder was soll es sonst sein? Fliegen?
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

rabenthaus
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von rabenthaus » 10.07.16, 20:38

Hallo

das größte Problem ist doch nicht einmal der Verstoß, sondern wie man hier erkennen kann die Unbelehrbarkeit. Wieso eigentlich ständig der Versuch den Fehler klein zu reden? Letzednlich zeigt das doch nur das man zum Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr ungeeignet ist.

Die betroffene Person sollte den Führerschein lieber freiwillig abgeben und warten bis er etwas erwachsener und reifer ist um mit der verantwortung angemessen umzugehen. Vielleicht kann er dann ja so in einigen tausend Jahren mal wieder kommen.
Wir sind dafür, dass wir dagegen sind.

Grown
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von Grown » 11.07.16, 06:44

Hi,

beim Lesen der Beiträge ist mir noch eine andere Situation in den Sinn gekommen:

nehmen wir folgenden Sachverhalt an:

A, Inhaber BF17.
B, eingetragene Begleitperson.

Es geht um Ausparken aus einer absolut unübersichtlichen Stelle.
B steigt aus dem Fahrzeug aus, um A entsprechend der Situation, einzuweisen.

Nach dem bewältigen der Situation steigt B wieder ins Fahrzeug ein.

B würde sich in der besagten Situation auch einweisen lassen.
Läge hier ein Verstoß vor?
Natürlich hätte auch B das Fahrzeug ausparken können, und A hätte einweisen können, was jedoch meines Erachtens nicht sinnvoll wäre, A aus solchen, doch typischen Situationen raus zuhalten.

Grüße
Grown
"Ich habe Dir also die Wahrheit erzählt, von einem gewissen Standpunkt aus." - Obi Wan Kenobi

ABCD
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von ABCD » 11.07.16, 10:09

Auf DIE Antwort (en) bin ich jetzt sehr gespannt

ABCD
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von ABCD » 11.07.16, 10:27

rabenthaus hat geschrieben:Hallo

das größte Problem ist doch nicht einmal der Verstoß, sondern wie man hier erkennen kann die Unbelehrbarkeit. Wieso eigentlich ständig der Versuch den Fehler klein zu reden? Letzednlich zeigt das doch nur das man zum Führen eines Kraftfahrzeuges im Straßenverkehr ungeeignet ist.

Die betroffene Person sollte den Führerschein lieber freiwillig abgeben und warten bis er etwas erwachsener und reifer ist um mit der verantwortung angemessen umzugehen. Vielleicht kann er dann ja so in einigen tausend Jahren mal wieder kommen.
Nu lass aber mal die Kirche im Dorf.

Wir reden hier nicht von einem 17 jährigen der 1 Tag nach Erhalt der" Fahrerlaubnis mit Begleitung" eine 200km Fahrt ohne Begleitung gemacht hat. Sonder es geht um einen Jugendlichen der seit über 6 Monaten täglich mit Begleitung fährt und 1x 10 m ohne Begleitung gerollt ist. Und deshalb soll er ungeeignet sein ein KFZ zu führen ? Gehts noch ?

Da gibts nix klein zu reden, das IST klein.

FelixSt
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von FelixSt » 11.07.16, 11:47

Des Menschen Wille ist sein Himmelreich.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

ExDevil67
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von ExDevil67 » 11.07.16, 12:04

ABCD hat geschrieben: Nu lass aber mal die Kirche im Dorf.

Wir reden hier nicht von einem 17 jährigen der 1 Tag nach Erhalt der" Fahrerlaubnis mit Begleitung" eine 200km Fahrt ohne Begleitung gemacht hat. Sonder es geht um einen Jugendlichen der seit über 6 Monaten täglich mit Begleitung fährt und 1x 10 m ohne Begleitung gerollt ist. Und deshalb soll er ungeeignet sein ein KFZ zu führen ? Gehts noch ?

Da gibts nix klein zu reden, das IST klein.
Das können Sie hier noch 1000x schreiben, ändert aber nichts daran das ohne Begleitperson auf einer öffentlichen Straße gefahren wurde. Und selbst wenn wenn es hier die Wunschantwort gibt, "ist nicht schlimm, wird nix passieren", die Entscheidung über mögliche verwaltungsrechtliche Folgen wie Widerruf und Aufbauseminar treffen nicht wir hier im Forum sondern ein zuständiger Sachbearbeiter. Und der wird sich kaum davon beeindrucken lassen das xyz auf recht.de aber geschrieben hat.

Und ansonsten freuen das man eigentlich nur mit Begleitperson hätte fahren dürfen, im Archiv wird sich sicher ein Fall finden lassen bei dem jemand in der Führerscheinausbildung bei einer privaten Fahrstunde am Sonntag mit Papa/Kumpel etc erwischt wurde. Da reden wir dann nämlich wirklich von Fahren ohne Führerschein mit entsprechend härteren Folgen für alle Beteiligten.

Kormoran
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von Kormoran » 11.07.16, 14:19

ABCD hat geschrieben:Auf DIE Antwort (en) bin ich jetzt sehr gespannt
M.E. wäre die geschilderte Ausparkgeschichte vom § 48a FeV gedeckt:
http://www.gesetze-im-internet.de/fev_2010/__48a.html
Hier wären vielleicht insbesondere die Absätze 2 und 4 relevant. Ich sehe noch nicht, warum eine Begleitperson, die zwecks Einweisung außerhalb, aber unmittelbar am Fahrzeug stünde, dieser geforderten Aufgabe von dort aus nicht (und in diesem besonderen Fall sogar besser als von innerhalb des Autos) nachkommen können sollte.

Was das "gespannt sein" anbetrifft, steht diese Antwort nicht im Widerspruch zu den zum Ausgangssachverhalt gegebenen Antworten. Denn dort befand sich eben kein Einweiser, der gleichzeitig Begleitperson war, am Auto.

fodeure
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von fodeure » 11.07.16, 17:25

ABCD hat geschrieben:Wir reden hier nicht von einem 17 jährigen der 1 Tag nach Erhalt der" Fahrerlaubnis mit Begleitung" eine 200km Fahrt ohne Begleitung gemacht hat.
Das ist egal. Es spielt keine Rolle, ob 10m oder 200km ohne Begleitung gefahren wurden.
ABCD hat geschrieben:Sonder es geht um einen Jugendlichen der seit über 6 Monaten täglich mit Begleitung fährt und 1x 10 m ohne Begleitung gerollt ist.
Es ist auch völlig egal, wie oft der Jugendliche schon mit Begleitung gefahren ist.
ABCD hat geschrieben:Und deshalb soll er ungeeignet sein ein KFZ zu führen ?
Nicht deswegen, sondern wegen Aussagen wie diesen:
ABCD hat geschrieben:Da gibts nix klein zu reden, das IST klein.
Das zeigt, daß offensichtlich noch die notwendige Reife fehlt, zu erkennen, wann man einen Fehler gemacht hat und dies auch einzugestehen. Die Sache ist eben nicht klein und solange jemand dieser Ansicht ist, stellt sich durchaus die Frage, ob dieser geeignet ist ein Kfz zu führen.
ABCD hat geschrieben:Gehts noch ?
Das solltest du dich besser selbst fragen.

FelixSt
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Re: Begleitetes Fahren ab 17 ohne Begleitung

Beitrag von FelixSt » 11.07.16, 17:57

Vielleicht sollte man für den TE konkretisieren, dass hier von CHARAKTERLICHER Eignung die Rede ist. Allein das Herumreiten auf den (angeblichen) zehn Metern und dem ominösen "Rollen" zeigt dies nur allzu überdeutlich.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

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