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Abschleppmaßnahme

Verfasst: 30.01.18, 19:30
von Mark Herzog
Hat sich schon mal jemand erfolgreich gegen den Kostenbescheid einer Abschleppmaßnahme gewehrt?

Mir ging es beschissen,- Fieber, Erkältung, Gliederschmerzen u.s.w. und mein Arzt war in Urlaub. Also bin ich zu einem Vertreter gefahren. Da war es natürlich voll und als ich wieder raus kam, war gerade so ein Mitarbeiter vom Ordnungsamt dabei mein Auto aufzuschreiben, weil ich auf einem Behinderten-Parkplatz stand, direkt vor dem Eingang der Praxis und rund herum war nix mehr fei gewesen. ich hatte das entsprechende Hinweisschild in meinem durchaus an Fahruntauglichkeit grenzenden Zustand nicht bemerkt.

Kann man daraus was machen? Die Knolle habe ich bezahlt. Es geht um die Abschleppkosten, denn angeblich war der Schlepper schon unterwegs und konnte nicht zurückgerufen werden.

Re: Abschleppmaßnahme

Verfasst: 30.01.18, 19:58
von MrMurphy
Hallo
ich hatte das entsprechende Hinweisschild in meinem durchaus an Fahruntauglichkeit grenzenden Zustand nicht bemerkt.
Abgesehen von der Unglaubwürdigkeit ist so eine Argumentation nur peinlich. Nach der Wunderheilung bist du dann weiter gefahren.
Es geht um die Abschleppkosten, denn angeblich war der Schlepper schon unterwegs und konnte nicht zurückgerufen werden.
Die Anfahrtkosten sind in so einem Fall berechtigt. Du kannst höchstens in der Preisliste des Abschleppunternehmens nachschauen (oder nachfragen) ob die nicht überteuert sind. Die Wahrscheinlichkeit ist aber sehr gering.

Gruss

MrMurphy

Re: Abschleppmaßnahme

Verfasst: 30.01.18, 20:48
von Froggel
Mark Herzog hat geschrieben:ich hatte das entsprechende Hinweisschild in meinem durchaus an Fahruntauglichkeit grenzenden Zustand nicht bemerkt.
Dann hätten Sie gar nicht fahren dürfen, wenn Sie zum Führen eines Fahrzeugs (auch vorübergehend) nicht imstande sind. Für solche Fälle gibt es Taxis und öffentliche Verkehrsmittel. Mit dieser Begründung dürfte zu den Abschleppkosten noch ein Ticket wegen Verkehrsgefährdung hinzukommen.

Re: Abschleppmaßnahme

Verfasst: 30.01.18, 20:56
von SusanneBerlin
Es ist immer eine gute Argumentationslinie vorzubringen man hätte die Verkehrzeichen deswegen gar nicht beachten können, weil man zwar noch zum Fahren und Parken imstande war, aber krankheitsbedingt nicht in der Lage war die Beschilderung wahrzunehmen.
:ironie:

Der Behinderte, der krank und gehbehindert ist und an diesem Tag den Arzt aufsuchen wollte, hätte dafür bestimmt auch vollstes Verständnis gehabt, dass der Behindertenparkplatz von einem nahezu fahruntauglichen Kranken in Anspruch genommen wurde.

Re: Abschleppmaßnahme

Verfasst: 31.01.18, 07:11
von FelixSt
Vorschlag an Mark Herzog: Selbstanzeige erstatten wegen motorisierter Teilnahme am Straßenverkehr trotz krankheitsbedingter Fahruntüchtigkeit. :lachen: