Unfallflucht oder nicht?

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WHKD2000
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von WHKD2000 »

es geht nicht darum,ob B angezeigt werden soll,sondern darum,ob B eine UF begangen hat.

Da kann der Fragesteller nun weiterhin raten.
Die SB wird ja von jedem User bejaht.

winterspaziergang
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von winterspaziergang »

B ist aber nicht am Unfallort geblieben, um auf den Geschädigten zu warten, sonder, um die Spuren zu beseitigen.

Es macht Sinn zu trennen:
A) ist es unter Beachtung aller Aspekte eine UF? (Siehe: StGB)
B) sollte man unter Beachtung dessen, dass es sich um Sachbeschädigung und keinen Personenschaden handelt, den Nachbar direkt informieren? (Zwischenmenschliche /Nachbarschaftliche Betrachtung).

Davon unbenommen hat der Nachbar wohl demonstriert, wie er damit umgeht, wenn er Sachbeschädigung begeht und sich unbeobachtet wähnt.

webelch
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von webelch »

WHKD2000 hat geschrieben:Da kann der Fragesteller nun weiterhin raten.
Der passende Rat wurde doch diskutiert. A geht zur Polizei und schildert dort den Sachverhalt im Rahmen der Erstattung einer Anzeige. Der Rest wird sich dann finden...

freemont
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von freemont »

webelch hat geschrieben:
Tastenspitz hat geschrieben:Der Nachbarschaft ist es in jedem Fall zuträglich :wink:
Ich frage mich bei der Schilderung auch, warum B unbedingt angezeigt werden soll, statt dass A sich schlicht und einfach den Schaden von B ersetzen lässt. Denn es scheint ja unzweifelhaft, dass B der Verursacher ist und es ist sehr leicht zu ermitteln, wo B sich aufhält. ;-)
Normal zahlt das doch B's Versicherung. Völlig problemlos, kein großer Aufwand.

Wenn die allerdings erfährt, dass eine Anzeige wegen Unfallflucht läuft, gehen die Rolläden herunter. Wenn A dann Pech hat und bei B nichts zu holen ist, oder der eine abwegige Rechtsauffassung vertritt, seine Haftung ablehnt, ist es der klassische Schuss ins Knie.

Auch das sollte die Polizei bedenken, bevor sie vorschnell eine Anzeige schreibt. Da es bis zur Einstellung durch die StA Wochen, Monate dauern kann, die Versicherung so lange mit der Regulierung wartet, ist dieses anzeigenaffine Polizeiverhalten für alle Beteiligten mehr als ärgerlich. Auch für die StA, auch für die Versicherer.

Wenn ganz offensichtlich die Tatbestandsvoraussetzungen des § 142 nicht vorliegen, kein Unfall, kein Beteiligter, kein öffentl. Verkehrsraum usf., besteht kein Anfangsverdacht, es gibt gar keine Straftat, wegen der ermittelt werden könnte.

webelch
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von webelch »

Das lässt mich auch vermuten, dass es gar nicht um den durch B verursachten Schaden geht, sondern A als primäres Ziel eine Anzeige und eine Strafverfolgung des B im Sinn hat. Der eigentliche Konflikt zwischen A und B dürfte nicht im verursachten Schaden an der Mauer liegen... Aber, ich schweife ab.

Tastenspitz
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von Tastenspitz »

winterspaziergang hat geschrieben:B ist aber nicht am Unfallort geblieben, um auf den Geschädigten zu warten, sonder, um die Spuren zu beseitigen.
Ok. Hab ich wohl überlesen, dass er die Mauer repariert hat.....
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

WHKD2000
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von WHKD2000 »

Tastenspitz hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:B ist aber nicht am Unfallort geblieben, um auf den Geschädigten zu warten, sonder, um die Spuren zu beseitigen.
Ok. Hab ich wohl überlesen, dass er die Mauer repariert hat.....
von einer Reparatur steht hier nichts.
Der Verputz an der Mauer fiel durch die Kollision ab und wurde von B "beseitigt",die 2 Granitplatten oben,ursprünglich gemauert,1 davon nunmehr durchgebrochen,lose aufgelegt.
Also das ist für Sie eine fachgerechte Reparatur :lachen:

WHKD2000
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von WHKD2000 »

webelch hat geschrieben:Das lässt mich auch vermuten, dass es gar nicht um den durch B verursachten Schaden geht, sondern A als primäres Ziel eine Anzeige und eine Strafverfolgung des B im Sinn hat. Der eigentliche Konflikt zwischen A und B dürfte nicht im verursachten Schaden an der Mauer liegen... Aber, ich schweife ab.
Sie haben wie immer recht. :ironie: Es geht eben nichts über eine kleine Sachbeschädigung zwecks Förderung nachbarschaftlicher Beziehungen.
Man darf diese jedoch keinesfalls ahnden, geschweige denn,den Schaden vom Verursacher erstattet haben zu wollen.
Dann ist man wohl auch noch nachtragend. :lachen:

webelch
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Re: Unfallflucht oder nicht?

Beitrag von webelch »

WHKD2000 hat geschrieben:Man darf diese jedoch keinesfalls ahnden, geschweige denn,den Schaden vom Verursacher erstattet haben zu wollen.
Dies sind zwei paar Schuhe. Die "Ahndung" ist ihre Frage nach möglichen strafrechtlichen Konsequenzen. Dies erreicht A möglicherweise durch eine Anzeige. Damit wird aber nicht der "Schaden erstattet". Dies erreicht A über die Versicherung von B. Hier hilft die Anzeige nicht weiter.

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