Wenig Zeit an der Fußgängerampel

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Evariste
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von Evariste »

fragenfueralle hat geschrieben: Das mal bitte auf einen alten, gebrechlichen Autofahrer übertragen, der oft genug auf mieserable Zustände der Fahrbahn, sei es durch schlechte Fahrbahnmarkierungen oder Schlaglöcher zu achten hat und dessen Sehkraft erfahrungsgemäß mit dem höheren Lebensalter abgenommen hat und von dem dann verlangt wird, er müsse den Besitz seines Führerscheines überdenken, es gibt ja Bus/Bahn/Taxi.
Aber nicht, weil er langsamer unterwegs ist als andere Verkehrsteilnehmer, sondern wegen der aus den altersbedingten Defiziten resultierenden Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer.
Das Ganze ist aber sowieso ein Vergleich Äpfel mit Birnen. Autofahren ist ein Privileg, kein Grundrecht. Aber jeder hat das Recht, die eigene Wohnung zu verlassen und sich zu Fuß fortzubewegen.

fragenfueralle
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

Evariste hat geschrieben: Aber jeder hat das Recht, die eigene Wohnung zu verlassen und sich zu Fuß fortzubewegen.
Man darf aber nicht vergessen, dass er/sie es tut im öffentlichen Verkehrsraum und nicht in freier Wildbahn. Hier sollte man als Fußgänger den §1 der STVO auch als Schutz für sich selbst sehen und sich bewußt sein, dass das Beharren auf sein Recht tötlich enden kann.
Auf das hier diskutierte Überqueren der Fahrbahn ist sicherlich häufig zu beobachten, das ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen tatsächlich an einer bereits grün zeigenden Fußgängerampel stehen bleiben und lieber die nächste Grünphase abwarten. Die wenigsten sind lebensmüde.
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Evariste
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von Evariste »

fragenfueralle hat geschrieben: Hier sollte man als Fußgänger den §1 der STVO auch als Schutz für sich selbst sehen
Diesen Satz verstehe ich nicht. Bitte erklären, was Sie damit meinen.
sich bewußt sein, dass das Beharren auf sein Recht tödlich enden kann.
Das Argument erinnert ein bisschen an die alten Zeiten, als man jungen Frauen sagte, wenn Du einen kurzen Rock anziehst und/oder bei Dunkelheit durch Park läufst, bist Du selbst schuld, dass Du vergewaltigt wirst.
Es ist keine Rechtfertigung für eine Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Betroffenen, sondern eher für andere Maßnahmen, um das Verhalten der Autofahrer zum Besseren hin zu beeinflussen.

Etienne777
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von Etienne777 »

In freier Wildbahn findet der Rollatorbenutzer aber weder den Bäcker, noch seinen Arzt und auch nicht Edeka.
... und sich bewußt sein, dass das Beharren auf sein Recht tötlich enden kann
So in etwa hat das DDR-Regime hinsichtlich des Schießbefehls auch immer argumentiert.

Was ich noch immer nicht verstanden habe ist, wo denn das Problem für andere Verkehrsteilnehmer liegen könnte, wenn diese mal einen Moment warten müssen, damit ein gebrechlicher Mensch lebend über die Straße kommt. Früher stieg man sogar mal aus und half dem Passanten ggf. über die Straße, heute stellt man in Frage, ob der Passant da überhaupt noch was zu suchen hat.

Fakt ist, daß Kraftfahrer stets so zu fahren haben, daß sie gefahrlos anhalten können. Das gilt um so mehr in geschlossenen Ortschaften, wo man immer mal damit rechnen muß, daß spielende Kinder oder andere Menschen abrupt die Fahrbahn betreten. Ein lediglich "zu langsamer" Rollatorbenutzer, der die Fahrbahn bei Grün betreten hat, gelangt nicht plötzlich und überraschend auf diese, sondern man kann darauf als Kraftfahrer in Ruhe reagieren.

Das vermeintliche "Problem" könnte allenfalls darin liegen, daß der Autoverkehr inzwischen seinerseits Grün bekommen hat, obwohl der Rollatorbenutzer die Fahrbahn noch nicht verlassen hat. Nur steht man vor vergleichbaren Situationen auch überall dort, wo es überhaupt keine Fußgängerampel gibt und Fußgänger, ggf. auch mit Rollator, eine Fahrbahn überqueren. Seltsamerweise verstehen es die Kraftfahrer dort, mit einer Situation umzugehen, die an einer Fußgängerampel offenbar zu einem schwerwiegenden Sicherheitsproblem mutiert.
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

fragenfueralle
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

Etienne777 hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:darf man da nicht die Eignung dieses Fußgängers zur Teilnahme am Straßenverkehr anzweifeln?
Nein, eher werfen sich gewisse Fragen zum Zustand der Person auf, die auf solche Ideen kommt.
Nein, das hat mit Ideen nichts zu tun, sondern mit dem gesunden Menschenverstand. Wenn der Rollatorfahrer sich bewußt ist, dass er -wie im Ausgangsbeitrag beschrieben- während "seiner" Grünphase nur 1/4 des Weges zur Überquerung der Fahrbahn schafft, gefährdet er sich in erster Linie selbst. Deshalb ist es:
fragenfueralle hat geschrieben:...häufig zu beobachten, das ältere Menschen mit Bewegungseinschränkungen tatsächlich an einer bereits grün zeigenden Fußgängerampel stehen bleiben und lieber die nächste Grünphase abwarten...
M.E. darf er trotzdem zu jeder Zeit der Fußgänger-Grünphase die Fahrbahn überqueren. Die sich daraus ergebenden Gefahren -die sich übrigens trotz noch so vieler Vorschriften nicht eliminieren lassen- dürften bekannt sein.

Und wenn es Ihnen nicht passt, dass ich die Frage nach der Eignung des beschriebenen Rollaturnutzers am Straßenverkehr gestellt habe- und zwar bezogen auf die maximale zurückgelegte Strecke eines Viertels der Fahrbahnquerung innerhalb der Grünphase- dann ist eben die Eignung der technischen Einrichtungen anzuzweifeln, die das sichere Überqueren der Straße ermöglichen sollen. Das kann der Rollator als Gehhilfe sein oder die (starre) Auslegung der Grünphase.
An der beschriebenen Gefahrensituation im Ausgangsbeitrag ändert das nichts.
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fragenfueralle
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

Evariste hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben: Hier sollte man als Fußgänger den §1 der STVO auch als Schutz für sich selbst sehen
Diesen Satz verstehe ich nicht. Bitte erklären, was Sie damit meinen.
Lesen Sie den ersten Teil des ersten Satzes dort. Ich halte es für unvorsichtig, sich wissend um seine eigene körperliche Einschränkung eine Fahrbahn zu überqueren, deren Grünphase dafür ungeeignet ist. Oder sehen Sie das anders?
Evariste hat geschrieben:
sich bewußt sein, dass das Beharren auf sein Recht tödlich enden kann.
Das Argument erinnert ein bisschen an die alten Zeiten, als man jungen Frauen sagte, wenn Du einen kurzen Rock anziehst und/oder bei Dunkelheit durch Park läufst, bist Du selbst schuld, dass Du vergewaltigt wirst...
Wenn Sie derartige Erinnerungen mit der hiesigen Diskussion verknüpfen, verstehe ich das nicht, vorallem wenn Sie beim Zitieren den Kontext beachten würden.
Sie haben natürlich das Recht, als schlechter Skifahrer die schwarze Piste zu befahren. Es ist aber mindestens unüberlegt. Wie Sie da jetzt einen Zusammenhang mit kurzen Röcken und Vergewaltigungen sehen ist mir schleierhaft.
Zuletzt geändert von fragenfueralle am 02.07.18, 13:42, insgesamt 1-mal geändert.
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fragenfueralle
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

Etienne777 hat geschrieben:In freier Wildbahn findet der Rollatorbenutzer aber weder den Bäcker, noch seinen Arzt und auch nicht Edeka.
Und wo ist jetzt das Problem? Man kann sich also nicht mit dem Taxi bringen lassen und begibt sich lieber in Lebensgefahr?
Etienne777 hat geschrieben:
... und sich bewußt sein, dass das Beharren auf sein Recht tötlich enden kann
So in etwa hat das DDR-Regime hinsichtlich des Schießbefehls auch immer argumentiert.
Auch dieser Vergleich ist fernab ein solcher zu sein, Sie blenden die bisher geführte Diskussion einfach aus und picken sich wie ein Boulevard-Blatt einen Satzteil raus, mit dem Sie dann nicht argumentieren können.
Klar können Sie aussteigen und dem Menschen über die Straße helfen. Das schafft aber keine Abhilfe gegen die unbefriedigende Situation, dass eben nur 1/4 des Weges geschafft wird.
Etienne777 hat geschrieben:...Fakt ist, daß Kraftfahrer stets so zu fahren haben, daß sie gefahrlos anhalten können. ...
Dem Problem des zu langsamen Fußgängers (oder der zu kurzen Grünphase) wird mit einer organisatorischen Maßnahme begegnet, anstatt einer technischen Maßnahme den Vorzug zu gegeben. Dies führt irgendwann zum Versagen.
Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen. Entweder passt der Rollatornutzer nicht in das Verkehrsbild oder das Verkehrsbild nicht zum Rollatornutzer, egal, welche aktuellen Vorschriften herangezogen werden.
Welches Schweinderl hätten Sie gern?
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von ktown »

fragenfueralle hat geschrieben:Entweder passt der Rollatornutzer nicht in das Verkehrsbild oder das Verkehrsbild nicht zum Rollatornutzer,
Wer entscheidet, wer ins Verkehrsbild passt. :shock: Gibt es dafür regelmäßige Ausschusssitzungen, wo jeder Vertreter einer Minderheit Rederecht hat? :lachen:

Das erinnert mich an die 80'er Jahre, als Fahrradfahrer von den Autofahrern noch als unnötig und störend empfunden wurden. Da hieß es auch : Das passt nicht ins Verkehrsbild und gehört da nicht hin.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

ktown hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:Entweder passt der Rollatornutzer nicht in das Verkehrsbild oder das Verkehrsbild nicht zum Rollatornutzer,
Wer entscheidet, wer ins Verkehrsbild passt. :shock: Gibt es dafür regelmäßige Ausschusssitzungen, wo jeder Vertreter einer Minderheit Rederecht hat? :lachen:
Bitte nicht wieder albern werden; es geht nicht ums "wer" allein, sondern auch darum, was nicht zusammenpasst.
ktown hat geschrieben:...Das erinnert mich an die 80'er Jahre, als Fahrradfahrer von den Autofahrern noch als unnötig und störend empfunden wurden. Da hieß es auch : Das passt nicht ins Verkehrsbild und gehört da nicht hin.
Und hex, hex, technische Lösung: Fahrradwege, Fahrradampeln....
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von ktown »

fragenfueralle hat geschrieben:Bitte nicht wieder albern werden; es geht nicht ums "wer" allein, sondern auch darum, was nicht zusammenpasst.
Das ist nicht albern. Irgendjemand muss dies ja entscheiden.....oder urteilt jeder Verkehrsteilnehmer frei Schnauze selbst?
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

Achso, die Frage war ernst gemeint, deshalb die kleinen, lustigen Smileys. Bin ich gerade nicht drauf gekommen. Mal sehen, wie die Antwort ist...
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von FM »

Evariste hat geschrieben:Autofahren ist ein Privileg, kein Grundrecht. Aber jeder hat das Recht, die eigene Wohnung zu verlassen und sich zu Fuß fortzubewegen.
Autofahren ist vielleicht kein Grundrecht (Art. 2 GG wäre zu prüfen), aber offensichtlich schon ein einklagbares subjektives Recht. Sonst könnten kaum tagtäglich viele Klagen gegen Fahrverbote oder Entzug der Fahrerlaubnis erhoben werden und teilweise auch erfolgreich sein.

Etienne777
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von Etienne777 »

fragenfueralle hat geschrieben:Und wo ist jetzt das Problem? Man kann sich also nicht mit dem Taxi bringen lassen und begibt sich lieber in Lebensgefahr?
Die unterstellte Lebensgefahr besteht nicht, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer, auch die Kraftfahrer, so verhalten, wie es sozialisierte Menschen zu tun pflegen. Für die Übrigen gilt dann immer noch § 3 Abs. 2 StVO.
fragenfueralle hat geschrieben:Das schafft aber keine Abhilfe gegen die unbefriedigende Situation, dass eben nur 1/4 des Weges geschafft wird.
Es wird der gesamte Weg geschafft, nicht nur ein Viertel davon. Nur kann es vorkommen, daß Kraftfahrer dann eben mal einen Moment lang warten müssen. Worin dabei das Problem liegen soll, haben Sie noch immer nicht substantiiert.
fragenfueralle hat geschrieben:Sie können es drehen und wenden wie Sie wollen. Entweder passt der Rollatornutzer nicht in das Verkehrsbild oder das Verkehrsbild nicht zum Rollatornutzer, egal, welche aktuellen Vorschriften herangezogen werden.
Die StVO als maßgebliche Vorschrift hat in dem bereits genannten § 3 Abs. 2 klare Regeln aufgestellt, die ausdrücklich davon ausgehen, daß auch Behinderte am Straßenverkehr teilnehmen. Das deckt sich mit dem gesunden Menschenverstand, daß man auch Ältere, Behinderte oder Gebrechliche nicht vom normalen Leben und der Teilhabe ausschließt, auch nicht wenn es um die Überquerung einer Fahrbahn geht.

Es gab Zeiten, wo man das staatlicherseits nicht befürwortete und das vermeintlich nicht Passende über die Euthanasie aus der Welt schaffte. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, daß auch Alte und Behinderte gleichberechtigte Mitglieder unserer Gesellschaft sind. Wenn Sie derartige Schwierigkeiten damit haben, ggf. mal einen Moment zu warten, damit ein Rollatorbenutzer die Fahrbahn überqueren kann, dann nutzen Sie doch das Angebot der Bahn.
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fragenfueralle
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von fragenfueralle »

Etienne777 hat geschrieben:Die unterstellte Lebensgefahr besteht nicht, wenn sich alle Verkehrsteilnehmer, auch die Kraftfahrer, so verhalten, wie es sozialisierte Menschen zu tun pflegen.
Die unterstellte Gefahr würde dann nicht bestehen. Tut sie aber.
Etienne777 hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:Das schafft aber keine Abhilfe gegen die unbefriedigende Situation, dass eben nur 1/4 des Weges geschafft wird.
Es wird der gesamte Weg geschafft, nicht nur ein Viertel davon.
Ich weiß zwar nicht, an welcher Diskussion Sie sich beteiligen, aber der Weg wird nicht geschafft, indem man nur 1/4 der Strecke in der vorgesehenen Zeit zurücklegen kann.
Etienne777 hat geschrieben:.... Nur kann es vorkommen, daß Kraftfahrer dann eben mal einen Moment lang warten müssen. Worin dabei das Problem liegen soll, haben Sie noch immer nicht substantiiert.
Ich sehe kein Problem darin, dass Kraftfahrer mal einen Moment lang warten müssen. Sie aber ignorieren jegliche reale Gefahr für den Fußgänger und pochen auf Vorschriften, erkennen aber nicht im Mindesten das Problem, dass sich nunmal im realen Leben ergibt.
Etienne777 hat geschrieben:... gesunden Menschenverstand, ...
Es gab Zeiten, wo man das staatlicherseits nicht befürwortete und das vermeintlich nicht Passende über die Euthanasie aus der Welt schaffte....
Der gesunde Menschenverstand scheint bei Ihnen aber gerade Sendepause zu haben.
Ich hatte Ihnen bereits aufgezeigt, dass Ihre Vergleiche keine sind. Ihren Euthanasie-Gedanken haben Sie jetzt aus der tiefsten Ecke geholt, wo ihn keiner vermutet hätte.

Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass dieses Forum nicht Ihrer Selbstbefriedigung dient, sich aus offensichtlich bildungsfernem Gedankengut zu bedienen.
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Hans Ulg
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Re: Wenig Zeit an der Fußgängerampel

Beitrag von Hans Ulg »

fragenfueralle hat geschrieben: Hier sollte man als Fußgänger den §1 der STVO auch als Schutz für sich selbst sehen und sich bewußt sein, dass das Beharren auf sein Recht tötlich enden kann.
Wer meint, dass Behinderte Das Recht des Stärkeren des Autofahrers zu beachten haben, der ist zum Führen eines KFZ charakterlich ungeeignet.
Wer hier auf wen Rücksicht zu nehmen hatt ist in §3 eindeutig geregelt:
(2a) Wer ein Fahrzeug führt, muss sich gegenüber Kindern, hilfsbedürftigen und älteren Menschen, insbesondere durch Verminderung der Fahrgeschwindigkeit und durch Bremsbereitschaft, so verhalten, dass eine Gefährdung dieser Verkehrsteilnehmer ausgeschlossen ist.

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