Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis droht.

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BettyFord
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Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis droht.

Beitrag von BettyFord » 17.12.18, 22:03

Hallo , am 03.10.18 wurde ich um 16.30h bei einer allgm. Verkehrskontrolle angehalten. Der Alkoholtest war zweimal negativ, die Polizei aber sehr hartnäckig. Ich wurde auf die Wache gebeten und musste einen Urin- und Bluttest abgeben.Ich wurde gefragt, ob ich Drogen konsumiere oder konsumiert habe. Dies habe ich verneint. Bei dem Urintest zeigte der Teststreifen MDA, MDMA, Metamphetamin an. die Polizei hat mich nochmal gefragt, ich habe wieder verneint. Ich konsumiere keine Drogen. Ich war am Tag vorher auf einer Party, ich kann mir nur vorstellen, dass mir etwas in das Glas geschüttet wurde. dies habe ich auch zu Protokoll gegeben. Am nächsten Tag war ich bei meinem Hausarzt und habe mich wieder testen lassen, um Klarheit zu bekommen. Auch dieser Test viel positiv aus. Auch der Arzt hat mich gefragt.....wie gesagt, ich konsumiere keine Drogen.

Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin auf der Wache, um mich zur Sache zu äußern. Auch da habe ich gesagt, dass ich keine Drogen konsumiere und mir nur erklären kann, dass mir etwas ins Glas gekippt wurde am Abend vorher.

Jetzt habe ich von der Stadt "Führerscheinstelle" einen Anhörungsbogen bekommen, man will mir die Fahrerlaubnis entziehen bzw gibt mir die Gelegenheit die Fahrerlaubnis freiwillig abzugeben, weiter habe ich die Möglichkeit mich schriftlich zu äußern.

Da ich keine Betäubungsmittel konsumiere, war ich heute wieder bei meinem Hausarzt um einen erneuten Bluttest zu machen, sollte er negativ sein und davon gehe ich aus will ich diesen mit der Anhörung vorlegen. Ich weiss jetzt nicht mehr weiter und bin mir nicht sicher, was ich noch machen soll. Wie kann ich den Entzug der Fahrerlaubnis abwenden? Wie sieht hier die Rechtslage aus bzw. was wird mir nun blühen? Ich muss täglich pendeln und bin auf den Führerschein angewiesen, ausserdem arbeite ich im Gesundheitswesen und werde jährlich gesundheitlich gecheckt, ich kann mir weder Drogenkonsum noch den Entzug der Fahrerlaubnis erlauben.

fodeure
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von fodeure » 17.12.18, 22:59

Wenn überhaupt kann dir hier nur ein auf Verkehrsrecht spezialisierter Anwalt helfen. Aber allzu große Hoffnungen solltest du dir nicht machen. Die Geschichte, daß dir jemand am Abend vorher etwas ins Glas getan hat, wird dir ohnehin niemand glauben.

FelixSt
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von FelixSt » 18.12.18, 07:19

Ein großer Fehler war es, sich von Beginn an und dann auch sogar später noch mal bei einer Anhörung zu äußern. Da die Polizei i.d.R. Schuldige sucht und Schuld beweisen will, aber wenig bis gar kein Interesse daran hat, Unschuldige zu finden oder deren Unschuld zu beweisen, ist es immer kontraproduktiv, sich ohne anwaltliche Vertretung zu so etwas zu äußern. Das Kind ist nun aber schon in den Brunnen gefallen und die ganzen Äußerungen lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Also lieber spät als nie zum Fachanwalt, wie fodeure schon sagte.
Ich empfehle jedem, selbst zu denken und es sich nicht von unseren Forengutmenschen wie z.B. lottchen abnehmen zu lassen.

ExDevil67
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von ExDevil67 » 18.12.18, 08:52

BettyFord hat geschrieben:Da ich keine Betäubungsmittel konsumiere, war ich heute wieder bei meinem Hausarzt um einen erneuten Bluttest zu machen, sollte er negativ sein und davon gehe ich aus will ich diesen mit der Anhörung vorlegen.
Was aber nichts bringen dürfte. Nur weil Wochen später eine saubere Blutprobe vorlag, ändert das nichts daran das am Tag X verbotene Substanzen im Blut gefunden wurden. Zumal einem Test den man selber veranlasst hat der Makel anhaftet das man selber den Zeitpunkt gewählt hat, den also auch für sich günstig gelegt hätte haben können.

Ansonsten zum weiteren Prozedere und was einem keiner vorher sagt. Da dürfte noch ein Strafverfahren laufen (warum meldet sich dann eigentlich jetzt schon die Führerscheinstelle?) an dessen Ende unter anderem eine Sperrzeit rauskommt zu der man frühestens wieder eine neue Fahrerlaubnis beantragen darf. Die wird's aber nur nach einer positiven MPU geben und dafür benötigt man unter anderem einen anerkannten Nachweis über einen längeren Zeitraum das man keine weiteren Drogen konsumiert hat. Also jetzt informieren wie der Aussehen muss und anfangen zu sammeln.

Und auch wenn die Geschichte mit dem großen Unbekannten der einem was ins Glas gekippt hat möglicherweise vielleicht mal doch stimmen könnte, gegenüber dem Gutachter sollte man davon nix erwähnen. Das dürfte ziemlich sicher zum Durchfallen führen.

winterspaziergang
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von winterspaziergang » 18.12.18, 09:40

natürlich hilft bei einer solchen Sache nur ein Anwalt.
BettyFord hat geschrieben:Hallo , am 03.10.18 wurde ich um 16.30h bei einer allgm. Verkehrskontrolle angehalten. Der Alkoholtest war zweimal negativ, die Polizei aber sehr hartnäckig. Ich wurde auf die Wache gebeten und musste einen Urin- und Bluttest abgeben.Ich wurde gefragt, ob ich Drogen konsumiere oder konsumiert habe. Dies habe ich verneint. Bei dem Urintest zeigte der Teststreifen MDA, MDMA, Metamphetamin an.
und was ergab der Bluttest? hier wäre u.U. ein Angriffspunkt (für den Anwalt)
Ich konsumiere keine Drogen. Ich war am Tag vorher auf einer Party, ich kann mir nur vorstellen, dass mir etwas in das Glas geschüttet wurde. dies habe ich auch zu Protokoll gegeben.
hier dürfte die Frage sein, wie hoch die Menge gewesen sein muss, damit man einerseits nichts merkt, andererseits tags darauf am Nachmittag immer noch eine nennenswerte und im Urin nachweisbaren Menge zu finden ist
Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin auf der Wache, um mich zur Sache zu äußern. Auch da habe ich gesagt, dass ich keine Drogen konsumiere und mir nur erklären kann, dass mir etwas ins Glas gekippt wurde am Abend vorher.
gut, der Zug ist abgefahren. Hier hätte man gleich nur mit Anwalt hingehen sollen
Jetzt habe ich von der Stadt "Führerscheinstelle" einen Anhörungsbogen bekommen, man will mir die Fahrerlaubnis entziehen bzw gibt mir die Gelegenheit die Fahrerlaubnis freiwillig abzugeben, weiter habe ich die Möglichkeit mich schriftlich zu äußern.
spätestens hier sollte der Anwalt eingeschaltet werden
Wie kann ich den Entzug der Fahrerlaubnis abwenden? Wie sieht hier die Rechtslage aus bzw. was wird mir nun blühen? Ich muss täglich pendeln und bin auf den Führerschein angewiesen, ausserdem arbeite ich im Gesundheitswesen und werde jährlich gesundheitlich gecheckt, ich kann mir weder Drogenkonsum noch den Entzug der Fahrerlaubnis erlauben.
ob die Geschichte stimmt oder nicht (wozu dann ausgerechnet dieser nick :?: ), hier kann nur der Anwalt die Gültigkeit der Testung in Frage stellen, oder weiteres, was man ihm überlassen sollte

aurorashmi
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von aurorashmi » 18.12.18, 09:43

hier dürfte die Frage sein, wie hoch die Menge gewesen sein muss, damit man einerseits nichts merkt, andererseits tags darauf am Nachmittag immer noch eine nennenswerte und im Urin nachweisbaren Menge zu finden ist
Der Gedanke kam mir auch: Wie erklärst du dir, nichts bemerkt zu haben von den Drogen am Vorabend? Vor allem wenn man keinerlei Toleranz hat, müsste es doch echt geknallt haben...

Klingt für mich leider nicht schlüssig.
Und was halten Sie als Unbeteiligter vom Thema Intelligenz?

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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von Dummerchen » 18.12.18, 10:30

Eine Möglichkeit wären noch Medikamente/Abnehmpillen. Nicht alle Menschen sind sich bewußt, daß z.B. die übliche Medikationen bei ADHS Amphetamine sind oder daß viele im Internet gekaufte Abnehmpillen Amphetamine enthalten, so wie das in den USA beliebte Phentermine. Viele China-Importe enthalten alles ausser dem versprochenen Kräutertee tibetanischer Bergzwergpalmen.

Ob irgendwas geschluckt wird, weiss aber nur der TE.
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ExDevil67
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von ExDevil67 » 18.12.18, 12:00

winterspaziergang hat geschrieben:
BettyFord hat geschrieben:Ich wurde auf die Wache gebeten und musste einen Urin- und Bluttest abgeben.... Bei dem Urintest zeigte der Teststreifen MDA, MDMA, Metamphetamin an.
und was ergab der Bluttest? hier wäre u.U. ein Angriffspunkt (für den Anwalt)
Ich vermute mal wenn einen die Polizei zur Vernehmung vorlädt und die Führerscheinstelle einem die Fahrerlaubnis entziehen will, dann wurde auch im Blut was gefunden.
Zumal wir hier über mittlerweile 2 Monate reden die vergangen sind. Da würde ich erwarten das ein Ergebnis aus dem Labor vorliegt.

BettyFord
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von BettyFord » 18.12.18, 18:44

Zu meinem Nick, Humor ist wenn man trotzdem lacht... Oder auch galgebhumor...!

Macht es bei den genannten Rahmenbedingungen Sinn, den freiwilligen Verzicht des FS zu unterschreiben? Macht das in irgendeinem Szenario Sinn? Und heißt es umgedreht, dass, wenn ich das Ding nicht unterschreibe, alles vor Gericht geht, und der Richter entscheidet? Ist dann bis zum Verfahren mein FS trotzdem weg?

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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von ExDevil67 » 18.12.18, 20:50

BettyFord hat geschrieben: Macht es bei den genannten Rahmenbedingungen Sinn, den freiwilligen Verzicht des FS zu unterschreiben? Macht das in irgendeinem Szenario Sinn? Und heißt es umgedreht, dass, wenn ich das Ding nicht unterschreibe, alles vor Gericht geht, und der Richter entscheidet? Ist dann bis zum Verfahren mein FS trotzdem weg?
Das der Führerschein weg ist, wird man nicht verhindert bekommen. Da kann man sich drehen und wenden wie man will. Einzig bei den fälligen Gebühren könnte es einen Unterschied machen ob man verzichtet oder per Verwaltungsakt ein Entzug erfolgt.

Was man allerdings vorab mal per Akteneinsicht und Beratung vom Anwalt klären lassen sollte ist warum die Führerscheinbehörde jetzt schon aktiv wird. AFAIR "blockiert" ein laufendes Strafverfahren ein Verwaltungsverfahren durch die Führerscheinbehörde. Und unter Drogeneinfluss fahren fällt unter §315c StGB, also müsste da ein entsprechendes Verfahren laufen.

winterspaziergang
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von winterspaziergang » 18.12.18, 21:02

BettyFord hat geschrieben: Macht es bei den genannten Rahmenbedingungen Sinn, den freiwilligen Verzicht des FS zu unterschreiben? Macht das in irgendeinem Szenario Sinn? Und heißt es umgedreht, dass, wenn ich das Ding nicht unterschreibe, alles vor Gericht geht, und der Richter entscheidet? Ist dann bis zum Verfahren mein FS trotzdem weg?
Will man diese Fragen angesichts dessen
BettyFord hat geschrieben:Ich muss täglich pendeln und bin auf den Führerschein angewiesen, ausserdem arbeite ich im Gesundheitswesen und werde jährlich gesundheitlich gecheckt, ich kann mir weder Drogenkonsum noch den Entzug der Fahrerlaubnis erlauben.
tatsächlich in einem Forum beantworten lassen? :shock:

BettyFord
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von BettyFord » 18.12.18, 22:34

Freunde... Ich bin nicht völlig zugedröhnt gefahren! Die Kontrolle war 12 bis 14h später :oops:... Noch war mir bewußt das ich solche solche Dinge intus hatte. Wäre dem so gewesen wäre ich mit dem arsch zu Hause geblieben. Ich geh ja schon zum Rechtsverdreher!...

Jens L
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von Jens L » 19.12.18, 09:02

ExDevil67 hat geschrieben:Da dürfte noch ein Strafverfahren laufen (warum meldet sich dann eigentlich jetzt schon die Führerscheinstelle?) an dessen Ende unter anderem eine Sperrzeit rauskommt zu der man frühestens wieder eine neue Fahrerlaubnis beantragen darf.
Es gibt kein Strafverfahren. Warum auch?

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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von ExDevil67 » 19.12.18, 09:39

Jens L hat geschrieben:Es gibt kein Strafverfahren. Warum auch?
Woraus wird das geschlossen?

Da müsste eins laufen da
BettyFord hat geschrieben:Hallo , am 03.10.18 wurde ich um 16.30h bei einer allgm. Verkehrskontrolle angehalten. ... Ich wurde auf die Wache gebeten und musste einen Urin- und Bluttest abgeben. ...Bei dem Urintest zeigte der Teststreifen MDA, MDMA, Metamphetamin an. ... Am nächsten Tag war ich bei meinem Hausarzt und habe mich wieder testen lassen, um Klarheit zu bekommen. Auch dieser Test viel positiv aus. ...

Vor zwei Wochen hatte ich einen Termin auf der Wache, um mich zur Sache zu äußern.

aurorashmi
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Re: Fahren unter Drogeneinfluss, Entzug der Fahrerlaubnis dr

Beitrag von aurorashmi » 19.12.18, 10:00

aurorashmi hat geschrieben:
hier dürfte die Frage sein, wie hoch die Menge gewesen sein muss, damit man einerseits nichts merkt, andererseits tags darauf am Nachmittag immer noch eine nennenswerte und im Urin nachweisbaren Menge zu finden ist
Der Gedanke kam mir auch: Wie erklärst du dir, nichts bemerkt zu haben von den Drogen am Vorabend? Vor allem wenn man keinerlei Toleranz hat, müsste es doch echt geknallt haben...
Die Antwort auf diese Frage fände ich noch interessant.
Und was halten Sie als Unbeteiligter vom Thema Intelligenz?

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