Fußgängerüberweg

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FM
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von FM » 12.05.19, 22:12

Kuffe hat geschrieben:Wenn der Radler geschoben hätte wäre das Auto längst abgebogen gewesen, aber mit der höheren Geschwindigkeit des Radlers ist es halt so gekommen.
Das Argument "wenn der andere nicht 10 Minuten früher zu schnell gewesen wäre, wäre noch gar nicht da gewesen" bringt wenig.
Kuffe hat geschrieben: Nach unserer Meinung hat der Radler eine Mitschuld. Die Aufnehmenden Polizisten haben dem Autofahrer die Schuld zugesprochen, von Bußgeld und Punkten in Flensburg gesprochen. Die Punkte möchte man eigentlich abwehren, das Konto ist bisher sauber, man möchte dass es so bleibt.
Die Polizei entscheidet nicht über die Schuldfrage (wer den Schaden bezahlt) sondern nur über ein Bußgeld. Anders als beim Schadensersatz gibt es bei Bußgeld und Punkten keine Aufteilung.

karli
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von karli » 12.05.19, 22:53

Meiner Ansicht nach ist ein Radfahrer, der verkehrswidrig auf dem Gehweg fährt um dann die Strasse zu überqueren so zu bewerten, wie ein Fahrzeug das gemäß § 10 StVO auf die Fahrbahn einfährt. Er hat sich so zu verhalten, daß eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschliessen ist.
https://verkehrslexikon.de/Texte/Rspr3478.php
Kuffe hat geschrieben:Der Radler hat das KFZ angefahren
Stand das KFZ bereits als der Radler dagegen fuhr?
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

WHKD2000
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von WHKD2000 » 13.05.19, 07:43

karli hat geschrieben:Meiner Ansicht nach ist ein Radfahrer, der verkehrswidrig auf dem Gehweg fährt um dann die Strasse zu überqueren so zu bewerten, wie ein Fahrzeug das gemäß § 10 StVO auf die Fahrbahn einfährt. Er hat sich so zu verhalten, daß eine Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer auszuschliessen ist.
https://verkehrslexikon.de/Texte/Rspr3478.php
meiner Ansicht nach darf der Postzusteller ( auch wenn er :roll: über 10 Jahre alt ist ) auf dem Gehweg fahren.
Denn er stellt vom Gehweg zu den Häusern seine Post zu;

und der Autoahrer hat an jedem Fußgängerüberweg besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen.

Froggel
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von Froggel » 13.05.19, 08:36

WHKD2000 hat geschrieben:meiner Ansicht nach darf der Postzusteller ( auch wenn er :roll: über 10 Jahre alt ist ) auf dem Gehweg fahren.
Ein Postzusteller sicherlich, solange er sich im Zustellvorgang befindet, und auch ein Zeitungszusteller in selbiger Situation, da diese vor beinahe jedem Haus halten müssen. Ein Kurierfahrer, dessen Ziele meist eine recht große Entfernung voneinander aufweisen, ist dagegen wie jeder andere Radfahrer zu behandeln. Gibt es einen Radweg, muss er diesen benutzen, gibt es keinen, ist es die Straße, auf der gefahren werden muss. Fährt er dennoch auf dem Gehweg, ist er derjenige, der besondere Vorsicht walten zu lassen hat, da ihm im Falle eines Unfalls je nach Sachlage sogar die gesamte Schuld zugesprochen werden kann. Selbst bei kombinierten Fuß- und Radwegen ist es erheblich, ob der Radfahrer auf der Radwegseite oder auf der Fußgängerseite gefahren ist, wie das Oberlandesgericht Celle (Az.: 14 U 89/00) geurteilt hat.
Weitere Urteile zu Radfahrern, die auf Gehwegen mit KFZ kollidiert sind, sind mit dem gleichen Ergebnis gekommen (Amtsgericht Hannover, Az. 562 C 13120/10), Landgericht Erfurt, 8 O 1790/06).
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von karli » 13.05.19, 09:22

WHKD2000 hat geschrieben: meiner Ansicht nach darf der Postzusteller ( auch wenn er :roll: über 10 Jahre alt ist ) auf dem Gehweg fahren.
Gibt es dafür eine Rechtsgrundlage oder ist das so weil es alle so machen?
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von WHKD2000 » 13.05.19, 09:25

Froggel hat geschrieben:Selbst bei kombinierten Fuß- und Radwegen ist es erheblich, ob der Radfahrer auf der Radwegseite oder auf der Fußgängerseite gefahren ist, wie das Oberlandesgericht Celle (Az.: 14 U 89/00) geurteilt hat.
zudem ist hier auch die Geschwindigkeit des Radlers relevant.Er darf auf gemeinsam freigegebenen Wegen nur gemächlich schnell unterwegs sein.

Im hiesigen Falll ist aber der Fußgängerüberweg die Crux.

karli
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von karli » 13.05.19, 12:04

Sicher, daß es sich um einen Fußgängerüberweg im Sinne eines Zebrastreifens handelt?
Kuffe hat geschrieben:Ein bei "Grün" rechtsabbiegendes Fahrzeug kollidiert mit einem Radfahrer der bei "Grün" von der gegenüberliegenden Straßenseite den Fußgängerüberweg fahrend benutzt.
Die Tatsache, daß der Radfahrer ein
Kuffe hat geschrieben:"Grün" von der gegenüberliegenden Straßenseite
hatte deutet doch eher auf eine Ampelgeregelte Fußgängerfurt hin, die meist noch über ein gelbes Warnlicht in Richtung des abbiegenden Verkehrs hat.
Üblicherweise sind Zebrastreifen nicht durch Ampeln geregelt.
WHKD2000 hat geschrieben:Im hiesigen Falll ist aber der Fußgängerüberweg die Crux.
Meiner Ansicht nach ist der Fußgängerüberweg für die Situation des Radfahrers ohne Bedeutung. Der ist einfach über die Strasse gefahren ohne seiner Sorgfaltspflicht gemäß § 10 StVO nachzukommen.
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Re: Fußgängerüberweg

Beitrag von WHKD2000 » 13.05.19, 13:20

Kuffe hat geschrieben:und dann kommt der Radler der unbedingt noch die Grünphase schaffen will mit nicht gerade geringem Tempo an
der Radler hatte also "grün",der Autofahrer auch,aber wie karli schrieb,wohl mit gelbem Blinklicht.......

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