Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

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ktown
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von ktown »

Rolf22 hat geschrieben:
20.02.20, 09:34
Glauben sie, die Zulassungsstelle geht dieses Risiko ein?
Nochmals. Die Zulassungsstelle hat doch überhaupt keine Veranlassung den Sachverhalt, so wie er sich für sie darstellt (nicht der, der hier beschrieben wird) in Frage zu stellen. Wo soll also ein Risiko sein?
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fragenfueralle
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von fragenfueralle »

ktown hat geschrieben:
20.02.20, 08:42
...
In beiden Fällen bekommt er die Schilder. Die Zulassungsstelle hat keine Veranlassung den Grund zu erfragen, wieso der Halter nicht der Besitzer ist.
...
So wird aber kein Schuh daraus.
Der Besitzer beider Zulassungsbescheinigungen, als Käufer"B", erhält die Kennzeichen nicht, da er nicht Halter ist. Die Zulassungsstelle wird erfragen, ob der Besitzer auch der Halter ist und nicht umgekehrt. Da er aber nicht der Halter des Fahrzeuges ist, erhält er auch die Kennzeichen nicht. Die gehören aus Sicht der Zulassungsstelle nämlich dem Halter.
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zenthrix
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von zenthrix »

Um vielleicht etwas zur Diskussion beitragen mal ein Ereignis aus dem richtigen Leben.
Meine Kumpel hatte ein Kennzeichen von seinem Auto verloren. Das Kennzeichen wurde dann von irgend jemanden bei der Polizei abgegeben und er Informiert das er es dort abholen kann.
Ich hatte ihn dann hingefahren und war mit drinn.
Die Beamtin wollte KFZ-Schein und Personalausweis von meinem Kumpel sehen. Erst dann gab es das Kennzeichen.

grandiso
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von grandiso »

zenthrix hat geschrieben:
20.02.20, 10:27
Um vielleicht etwas zur Diskussion beitragen mal ein Ereignis aus dem richtigen Leben.
Meine Kumpel hatte ein Kennzeichen von seinem Auto verloren. Das Kennzeichen wurde dann von irgend jemanden bei der Polizei abgegeben und er Informiert das er es dort abholen kann.
Ich hatte ihn dann hingefahren und war mit drinn.
Die Beamtin wollte KFZ-Schein und Personalausweis von meinem Kumpel sehen. Erst dann gab es das Kennzeichen.
In diesem Fall würde er Schein+Perso und den Vertrag vorlegen.
Ich denke dann übergibt die Polizei die schilder an B.

fragenfueralle
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von fragenfueralle »

zenthrix hat geschrieben:
20.02.20, 10:27
Die Beamtin wollte KFZ-Schein und Personalausweis von meinem Kumpel sehen. Erst dann gab es das Kennzeichen.
Eben.
Und wenn B neben beiden Zulassungsbescheinigungen auch noch die Kennzeichen hätte (die er aber nicht ausgehändigt bekommt), bekommt er immer noch nicht das Fahrzeug auf seinen Namen umgemeldet. Er benötigt ferner eine schriftl. Vollmacht des aktuellen Halters und dessen Personalausweis im Original oder in Kopie (ich glaube, dass das von Zulassungsstelle zu Zulassungsstelle unterschiedlich gehandhabt wird).
Warum sollte also die Zulassungsstelle dem B die Schilder geben?

Das heißt, dass Käufer B das Fahrzeug hätte gar nicht ummelden können, wenn Verkäufer A ihm nicht zu dem Fahrzeug samt Kennzeichen, und Papieren auch noch die schriftl. Vollmacht nebst Personalausweis (evtl. Kopie) überlassen haben sollte.
grandiso hat geschrieben:
18.02.20, 11:11
....Nach drei Wochen "HinhalteTaktik" erfolgt die Abmeldung seitens des
Kaüfers nicht. ...
Der Käufer hatte also evtl. 3 Wochen lang den Personalausweis des Verkäufers spazieren gefahren? Never!
grandiso hat geschrieben:
20.02.20, 08:56
... und was ist wenn die Siegel abgekratzt werden, bevor A es als Fundstück
der Zulassungsstelle aushändigt?
Nicht zulässig. Die Kennzeichen würden gesperrt werden.
Zuletzt geändert von fragenfueralle am 20.02.20, 11:54, insgesamt 1-mal geändert.
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ktown
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von ktown »

fragenfueralle hat geschrieben:
20.02.20, 10:19
Die Zulassungsstelle wird erfragen, ob der Besitzer auch der Halter ist und nicht umgekehrt. Da er aber nicht der Halter des Fahrzeuges ist, erhält er auch die Kennzeichen nicht.
Auch an sie die Frage: Auf welcher Grundlage darf nur der Halter die Kennzeichen holen bzw. nicht der Besitzer des KFZ?
Nach ihrer Lesart hat jeder Besitzer eines Firmenwagens oder jeder Enkel dem sein Fahrzeug auf die 85 Jährige Oma angemeldet ist ein Problem bei Verlust des Kennzeichens.
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fragenfueralle
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von fragenfueralle »

Wenn Sie das so lesen wollen: ja. Oder eher nein, wenn "jeder" sich an die Vorgaben hält.
Besitzer ist eben nicht immer Halter.
Fragen Sie doch Ihre Zulassungsstelle nach den Gründen. Warum sollte gerade ich die kennen??
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ktown
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von ktown »

Weil meine Zulassungsstelle bereitwillig mir mein Kennzeichen gegeben hat, brauch ich sie nicht zu fragen.
fragenfueralle hat geschrieben:
20.02.20, 11:55
Warum sollte gerade ich die kennen??
Naja, sie und Rolf22 behaupten doch, dass es nicht zulässig wäre, dass die Zulassungsstelle das Kennzeichen heraus gibt. Dies muss sich doch auf irgendeiner Vorschrift stützen :wink:
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fragenfueralle
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von fragenfueralle »

Ja, da mögen Sie Recht haben.
Aber die zuvor geschilderte Erfahrung:
zenthrix hat geschrieben:
20.02.20, 10:27
...Die Beamtin wollte KFZ-Schein und Personalausweis von meinem Kumpel sehen. Erst dann gab es das Kennzeichen.
zeigt, dass nicht jeder, der beide Zulassungsbescheinigungen vorlegt, die zugehörigen Kennzeichenschilder ausgehändigt bekommt. Wäre auch eher etwas fahrlässig.

Aber etwas kann ich bieten, auch wenn es um den Diebstahl von Kennzeichen geht:
https://www.(Wortsperre: Name).de/verkehr/recht/verke ... enverlust/

Ist zwar keine Rechtsvorschrift, aber schonmal ein Anfang... (etwa Mitte des Beitrages)

Edit: Oh Mann, man kann es mit der Wortsperre aber auch übertreiben!
Dann eben so:
Guckst du

Letzte Chance:
https://www.steinburg.de/kreisverwaltun ... ieren.html
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Rolf22
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von Rolf22 »

@fragenfueralle: Na endlich kommt etwas mehr Sachlichkeit in die Diskussion.
Oh Mann, man kann es mit der Wortsperre aber auch übertreiben!
Eben!

@ktown: Jetzt fragen Sie nicht immer nach irgendwelchen Verwaltungsvorschriften, die hier niemand kennt. Meine Logik sagt mir, dass die Zulassungsstelle bei ungeklärtem Sachverhalt bezüglich des Halters das Nummernschild nicht herausgeben darf, weil im Falle eines Missbrauchs die Behörde haften müsste. Mir ist kein Fall bekannt, wo so etwas einmal passiert ist.

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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von Tastenspitz »

Rolf22 hat geschrieben:
20.02.20, 12:41
Meine Logik sagt mir, dass die Zulassungsstelle bei ungeklärtem Sachverhalt bezüglich des Halters das Nummernschild nicht herausgeben darf, weil im Falle eines Missbrauchs die Behörde haften müsste.
Meine Logik fragt mich grade, wie der Käufer B an die Info kommen soll, dass die Schilder bei der Zulassungsstelle sind.
Wenn Schilder irgendwo ohne Auto unterwegs sind, wird immer der Halter derjenige sein, der davon informiert werden wird.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von grandiso »

Tastenspitz hat geschrieben:
20.02.20, 13:40
Rolf22 hat geschrieben:
20.02.20, 12:41
Meine Logik sagt mir, dass die Zulassungsstelle bei ungeklärtem Sachverhalt bezüglich des Halters das Nummernschild nicht herausgeben darf, weil im Falle eines Missbrauchs die Behörde haften müsste.
Meine Logik fragt mich grade, wie der Käufer B an die Info kommen soll, dass die Schilder bei der Zulassungsstelle sind.
Wenn Schilder irgendwo ohne Auto unterwegs sind, wird immer der Halter derjenige sein, der davon informiert werden wird.
Durch die bereits erfolgte Veräusserungsanzeige von A ?!

Tastenspitz
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von Tastenspitz »

Ahja. Die hat A an B geschickt und reingeschrieben, wo er die geklauen Schilder findet oder wie?
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
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Re: Strafbarkeit bei Inbesitznahme von PKW-Kennzeichen

Beitrag von fragenfueralle »

grandiso hat geschrieben:
20.02.20, 13:43
...Durch die bereits erfolgte Veräusserungsanzeige von A ?!
Die Veräusserungsanzeige interessiert die Zulassungsstelle gar nicht. Die muss man dort noch nicht einmal vorzeigen.
Aber B weiß ja immer noch nicht, wo die Kennzeichenschilder sind.
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Beitrag von zenthrix »

fragenfueralle hat geschrieben:
20.02.20, 12:10
Ja, da mögen Sie Recht haben.
Aber die zuvor geschilderte Erfahrung:
zenthrix hat geschrieben:
20.02.20, 10:27
...Die Beamtin wollte KFZ-Schein und Personalausweis von meinem Kumpel sehen. Erst dann gab es das Kennzeichen.
zeigt, dass nicht jeder, der beide Zulassungsbescheinigungen vorlegt, die zugehörigen Kennzeichenschilder ausgehändigt bekommt. Wäre auch eher etwas fahrlässig.
Damals wurde nur der Fahrzeugschein und der Perso gezeigt. Den Fahrzeugbrief hatte mein Kumpel nicht dabei.

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