Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

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Gaia
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Gaia »

Hans Ulg hat geschrieben:
29.06.20, 19:51
Wie schön (...)
daß man, wenn kompletten Unsinn gepostet hat und entsprechenden Gegenwind bekommt, immer noch versuchen kann, mit whatboutism abzulenken.
Tastenspitz hat geschrieben:
30.06.20, 06:56
Die paar sind lt. Statista etwa 4.600 feste in Deutschland. Für die Anzahl der Mobilen sehe ich derzeit keine Quelle.
Ja. Und? Verteilt auf rund 645.000 Kilometer asphaltierte Straßen ist das eine fast zu vernachlässigende Zahl.
Hatten wir?
Hatten wir. War schon ab dem zweiten Beitrag klar. Im dritten Beitrag hat übrigens ein gewisser Tastenspitz die vom TE vorgegebene Gruppe 'Rennradfahrer' auf 'Radfahrer' erweitert und 'anonym' und 'Versicherung' und später auch noch 'PKW-Fahrer' ins Spiel zu bringen. Und das alles ganz ohne Zielsetzung der Fragestellung durch den TE.
Tut mir leid, dass ich offensichtlich unter Ihrem Niveau nachfrage
Schon okay. Ich kann damit leben.
und sie trotzdem nicht klar antworten können oder wollen.
Tut mir leid, wenn ich das gewünschte Niveau nicht erreiche und die Antwort
Gaia hat geschrieben:
29.06.20, 18:35
Die Varianten sind in der StVO aufgeführt und den entsprechenden Tatbeständen zum Bußgeldkatalog bepreist.
offenbar nicht klar genug ist.
Warum werden solche Vergehen nur geahndet, wenn man sie unmittelbar erwischt? Warum nicht, wie in der Quelle benannt, durch mehr und mehr automatisierte Systeme?
Wer ist mit 'sie' gemeint? Unmotorisierte VT können es ja wohl kaum sein, schließlich helfen gegen deren Fehlverhalten keine automatisierten Systeme, egal, wie viel es davon gibt. Motorisierte VT können auch nicht gemeint sein, da deren Fehlverhalten ja ganz überwiegend durch automatisierte Systeme erfasst wird. Das von diesen Systemen trotz der in dem Artikel genannten Steigerung noch viel zu wenig vorhanden sind, sehe ich auch so. Diese Meinung ist aber definitiv nicht mehrheitsfähig.
Es fängt bei den Sicherheitseinrichtungen an. Licht, Glocke, Reflektoren, usw. . Es gibt mehr und mehr Fahrräder, die ohne das unterwegs sind.
Das ist sicher mehr so ein Gefühl, nicht wahr? Hängt möglicherweise auch damit zusammen, daß inzwischen erfreulicherweise mehr Radfahrer auf den Straßen sind, so daß sie (also die Radfahrer insgesamt) auch stärker wahrgenommen werden. Ob der prozentuale Anteil mit unvollständig ausgerüstetem Rad tatsächlich gestiegen ist, bliebe zu untersuchen.

Möglicherweise haben auch noch nicht alle VT mitbekommen, daß Radfahrer tagsüber (also bei entsprechend guten Lichtverhältnissen) schon seit Jahren keine Beleuchtungseinrichtungen mitführen müssen. Reflektoren sind heute regelmäßig in die Reifen integriert und fallen am Tag nicht auf. Ob Autofahrer im Vorbeifahren tatsächlich zuverlässig erkennen können, ob am Rad eine 'Glocke' montiert ist, wage ich zu bezweifeln.
Bei einem Motorrad oder Auto undenkbar, dass es ohne Licht oder Hupe betrieben würde.
Nein.
Gleiches gilt eben für die Kennzeichen und die Haftpflicht. Warum?
Die Kennzeichengeschichte wurde schon lang und breit diskutiert. Niemand wird daran gehindert, entsprechend auf seinen Bundestagsabgeordneten und / oder den Verkehrsministerdarsteller einzuwirken. Die Haftpflichtfrage ist ein Nebenkriegsschauplatz. Zum einen hört man eher selten von Fällen, in denen das Fehlen zum Problem wird, zum anderen hatten in 2014 rund 85 % der Deutschen eine Privathaftpflichtversicherung, waren also abgesichert.


Ich bin sehr für eine stärkere Überwachung der Verkehrsregeln. Radfahrer fordern das gefühlt genauso häufig wie Autofahrer. Wenn der jeweiligen Gruppe dann allerdings klar wird, daß sich eine verstärkte Überwachung nie nur auf eine bestimmte Gruppe von VT auswirken wird, wird die Forderung regelmäßig nicht mehr ganz so laut gestellt.

Nordland
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Nordland »

Immer die gleiche Diskussion. Aus Neid gegenüber den Radfahrern - vor allem dem Lieblingsfeindobjekt Rennradfahrer -, da diese ohne motorisierte Hilfe schnell unterwegs sind, werden die alten Vorwürfe ausgepackt. Und die Leute, die mit ihrem Auto immer mindestens 10 oder 20 km/h zu viel auf dem Tacho haben und über die erhöhten Strafen meckern, obwohl sie das gar nicht treffen dürfte, da sie alle ja stets so korrekt unterwegs sind, stellen den Rennradfahrer als systematischen Rechtsbrecher dar. Und natürlich darf - wir sind ja hier in Deutschland - die Forderung nach einer Kennzeichnung nicht fehlen. Der Deutsche kennzeichnet eben gerne Leute, die ihm vermeintlich an seinem Fortkommen hindern.

Die Wahrheit ist: Gerade als schneller Radfahrer muss man sich primär auf das Antizipieren von Gefahren konzentrieren. Ich erinnere mich an Fahrten, wo die Quote an Gefährdungen durch die Unachtsamkeit von Autofahrern bei einer pro wenige Kilometer lag. Heißt: Man kann sich an Verkehrsregeln orientieren, wer sich aber darauf verlässt, kann sich schon mal seinen Grabstein bestellen. Man entwickelt quasi notgedrungen eine andere Sichtweise auf das Verkehrsgeschehen, denn muss massiv und überall primär darauf achten, wodurch im nächsten Moment eine Gefährdung durch motorisierte Verkehrsteilnehmer entstehen könnte - sei es durch Vorfahrtsmissachtung, gefährliches Überholen, plötzliches Ausfahren aus einer Ausfahrt usw. Daher ist es nur folgerichtig, dass man sich zum Teil eher daran orientiert und guckt, ob ein Auto kommt oder ob gerade frei ist. Da der Radfahrer sich eigentlich nur selbst gefährdet und andere nicht, ist es vollkommen unangebracht, es als persönliche Beleidigung zu werten, wenn mal ein Radfahrer nicht vorrangig die LZA beachtet. Aufgrund der entscheidend höheren Betriebsgefahr und Fremdgefährdung ist das vollkommen etwas anderes als die Missachtung von Verkehrsregeln durch motoristierte Verkehrsteilnehmer.

Heißt für den TE: Verständnis haben, Radfahrer unterstützen durch Umsicht und Zurückhaltung.
Es ist unser Land.

Zafilutsche
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Zafilutsche »

Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Immer die gleiche Diskussion.
Irgendwie finde ich hier immer neue Diskussionen :D
Mit welcher Diskussion gleicht den diese Aktuelle hier?
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Aus Neid gegenüber den Radfahrern
Interessant wie Sie die Motive der Schreiber an dieser Stelle entlarvt haben wollen. Aber "Nein" ich persönlich hege keinerlei "Neid" Gefühle gegenüber
anderen Verkehrsteilnehmern
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
- vor allem dem Lieblingsfeindobjekt Rennradfahrer -,
Es sind keine "Lieblingsfeindobjekte", es waren (vielleicht zufällig) mehrfach sehr sportliche Männer (im noch nicht gesetzten alter)
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
da diese ohne motorisierte Hilfe schnell unterwegs sind, …
Ja, je besser die Kondition, je ausdauernder sind solche Radler!
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
werden die alten Vorwürfe ausgepackt.
Nämlich das früher wie heute rigoros die roten Lichtsignale vom VT ignoriert werden.
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Und natürlich darf - wir sind ja hier in Deutschland - die Forderung nach einer Kennzeichnung nicht fehlen. Der Deutsche kennzeichnet eben gerne Leute, die ihm vermeintlich an seinem Fortkommen hindern.
Da gibt's einen Unterschied, zwischen anregen und fordern. Die Anregung zu einer Kennzeichnung könnte möglicherweise im Ergebnis zu einer Senkung von Unfallzahlen führen. Ob so etwas mal Untersucht/geprüft wird, wissen wir nicht. Das hängt von den Zielsetzungen der politischen Parteien ab.
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Die Wahrheit ist: Gerade als schneller Radfahrer muss man sich primär auf das Antizipieren von Gefahren konzentrieren.
Da stimme ich ihnen vollumfänglich zu!
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Heißt: Man kann sich an Verkehrsregeln orientieren, wer sich aber darauf verlässt, kann sich schon mal seinen Grabstein bestellen.
Seltsam: Ich habe bei den Verkehrsregeln etwas von "Rücksichtnahme", "defensive Fahrweise" und "man muß mit den Fehlern anderer rechnen" gelesen.
Wahrscheinlich bin ich so lange Unfallfrei gefahren, weil alle anderen sich an diesen Leitlinien gehalten haben und meine Fehler eben nicht zu Kollisionen oder Verletzungen geführt haben.
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Da der Radfahrer sich eigentlich nur selbst gefährdet und andere nicht, ist es vollkommen unangebracht, es als persönliche Beleidigung zu werten, wenn mal ein Radfahrer nicht vorrangig die LZA beachtet. Aufgrund der entscheidend höheren Betriebsgefahr und Fremdgefährdung ist das vollkommen etwas anderes als die Missachtung von Verkehrsregeln durch motoristierte Verkehrsteilnehmer.
Sie vergessen hierbei als möglichen Unfallgegner einen weiteren Radfahrer(in) oder Fußgänger(in). Das könnten auch Inlineskater oder E-Bike Fahrer sein.
Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Heißt für den TE: Verständnis haben, Radfahrer unterstützen durch Umsicht und Zurückhaltung.
Hm- Verständnis - jetzt wofür genau?
Radfahrer unterstützen - damit alle VT sicher unterwegs sind? Klar!
Zurückhalten? Im Sinne von nix tun, weil alles gut ist? Nee, da scheint gar nix gut zu sein!
Immer mehr Verletzte, sogar mehr Tote! Da müssen Mittel und Wege gefunden werden, (so ähnlich wie bei Arbeitsunfällen, Flugzeugabstürzen, Zugunglücken, Tunnelunfällen o.ä.).
Vielleicht sollte man sich auch die Grundsatzfrage stellen:
Warum gibt es überhaupt Regeln und wieso sollten Regeln eingehalten werden?
Bei manchen Staaten gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. [Freiheit f. Assange]

ktown
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von ktown »

Nordland hat geschrieben:
30.06.20, 23:30
Da der Radfahrer sich eigentlich nur selbst gefährdet und andere nicht,
Abgesehen von dem was Zafilutsche schon vorgetragen hat sollte man nicht außer Acht lassen, dass solch ein egoistisches Verhalten auch Reaktionen anderer Verkehrsteilnehmer auslösen die wiederum zu Gefährdungen Dritter führen kann.
Daher ist die Aussage: "Ich gefährde mich doch nur selbst." extrem kurz gedacht.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Tastenspitz
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Tastenspitz »

Passt alles ins Bild. Radler brauchen sich nicht an die STVO halten, solange sie "aufpassen". Forderungen danach werden als Neid der anderen VT abgewertet. Und wenn das mit dem Aufpassen mal schief geht, ist bestimmt der andere Schuld. :roll:
off topic @Nordland: Glückwunsch zum Klassenerhalt! :D
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Hans Ulg
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Hans Ulg »

Tastenspitz hat geschrieben:
01.07.20, 13:12
Passt alle Forderungen danach werden als Neid der anderen VT abgewertet.
Der Neid besteht m.E. darin, dass Autofahrer meinen, dass Radfahrer nicht auch für Regelverstöße belangt werden, trotzdem auch Autofahrer nur im Promille-Bruchteil für Regelverstöße belangt werden. Radfahrer müssen mit der Todesstrafe rechnen,wenn sie nicht aufpassen. Ich weiß nicht, ob Autofahrern unter diesem Aspekt eine Gleichbehandlung so genehm wäre.

Gaia
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Gaia »

Hans Ulg hat geschrieben:
01.07.20, 17:48
Der Neid besteht m.E. darin, dass Autofahrer meinen, dass Radfahrer nicht auch für Regelverstöße belangt werden, trotzdem auch Autofahrer nur im Promille-Bruchteil für Regelverstöße belangt werden.
Ach. Ja. Weil ausgerechnet derjenige, der sonst so für Recht und Ordnung eintritt, das bei unseren Radfahrern in diesem unseren Land nicht so eng sehen will und irgendwas mit 'Neid' raushaut, wird es weder richtig noch kann man damit von dem hier propagierten lebensgefährlichen Unsinn ablenken.
Radfahrer müssen mit der Todesstrafe rechnen,wenn sie nicht aufpassen.
Na, dann ist ja alles tutti. Schließlich passen sie ja auf, wenn sie vorsätzlich rote Ampeln missachten. Dann wird ihnen das sonst ja wohl auch gelingen.

Wie sieht es denn aus Rotlicht-interessiert-mich-nicht-Radfahrer-Sicht eigentlich aus mit der Mithaftung des Autofahrers? Bekanntermaßen bekommt der Autofahrer immer in irgendeiner Form auch dann eine Mitschuld, wenn er einen Radfahrer übermangelt, der sich bewußt und gewollt in (Lebens-)Gefahr gebracht hat. Wäre es aus Radfahrersicht nicht angemessen, wenn der motorisierte VT im hier diskutierten Fall auf keinen Fall belangt werden darf und ggf. sogar Schadensersatz vom Radfahrer selbst oder dessen Hinterbliebenen erhält (der Zeitverlust durch die Unfallaufnahme z.B., und der Aufwand, die Rad- und Fleischreste aus Radkästen und Reifenprofil herauszupulen, von den Reparaturkosten mal ganz zu schweigen)? Ach, und weil wir schon mal dabei sind: muß der motorisierte VT nach Meinung der Rotlicht-interessiert-mich-nicht-Radfahrer eigentlich bremsen, wenn ihm so ein Radfahrer in die Quere kommt oder darf er ungestraft draufhalten (ich weiß, rein theoretische Frage, schließlich hat der Rotlicht-interessiert-mich-nicht-Radfahrer ja alles im Griff, da kann es zu solchen Situationen ja gar nicht kommen)?

Nordland
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Nordland »

Tastenspitz hat geschrieben:
01.07.20, 13:12
Passt alles ins Bild. Radler brauchen sich nicht an die STVO halten, solange sie "aufpassen". Forderungen danach werden als Neid der anderen VT abgewertet. Und wenn das mit dem Aufpassen mal schief geht, ist bestimmt der andere Schuld.
Es war hier absolut nicht von Schuld die Rede. Du dehnst einfach den Sachverhalt auf irgendwelche Themen aus, die nichts mit der Frage zu tun haben.
Tastenspitz hat geschrieben:
01.07.20, 13:12
off topic @Nordland: Glückwunsch zum Klassenerhalt!
Danke, aber auch muss man fragen, was das mit dem Thema zu tun hat. Beim Sport lernt man öfter mal, dass andere besser sind und man Niederlagen hinnehmen muss. Dass du damit nicht klarkommst, sieht man daran, dass a) du selbst keinen Sport betreibst und b) ein langweiliger Bayern-Erfolgsfan bist, der sich der erfolgreichsten Mannschaft anschließt und dann glaubt, den Triumph für sich persönlich verbuchen zu können. Auch politisch bist du ja opportunistisch unterwegs.
Es ist unser Land.

Tastenspitz
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Tastenspitz »

Nordland hat geschrieben:
01.07.20, 18:46
was das mit dem Thema zu tun hat.
Nichts. Deswegen steht da auch off Topic davor.
Der Rest der Antwort ist ermüdend altbacken. Vllt. solltest du das in deine Signatur aufnehmen, dann brauchst du es nicht immer wieder neu tippen.
Nordland hat geschrieben:
01.07.20, 18:46
Du dehnst einfach den Sachverhalt auf irgendwelche Themen aus, die nichts mit der Frage zu tun haben.
Das war eine Zusammenfassung der Posts mit dem Tenor "erlaubt ist was geht" und die anderen VT sollen gefälligst mehr Rücksicht nehmen und Verständnis haben.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Hans Ulg
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Hans Ulg »

Gaia hat geschrieben:
01.07.20, 18:22
Wie sieht es denn aus Rotlicht-interessiert-mich-nicht-Radfahrer-Sicht eigentlich aus mit der Mithaftung des Autofahrers? Bekanntermaßen bekommt der Autofahrer immer in irgendeiner Form auch dann eine Mitschuld, wenn er einen Radfahrer übermangelt,
Mithaftung aus Betriebsgefahr gibt´s auch bei Unfällen zwischen Autofahrern. Wenn ein Autofahrer die Vorfahrt missachtet, dann trägt i.A. auch der Vorfahrtberechtigte eine Haftung aus Betriebsgefahr. Bei einer Vorrangverletzung durch Radfahrer oder Fußgänger wird von Gerichten hingegen schnell grobe Fahrlässigkeit angenommen und eine Haftung aus Betriebsgefahr verneint.

Altbauer
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Altbauer »

Warum brauchen wir 4 Seiten Beiträge, wenn es doch ganz einfach wäre:
Allesamt halten sich an die Straßenverkehrsordnung und gut ist ....

Wäre da halt nur die Frage, wie man dies herbeiführen könnte.

Bei den Autofahrern hat man da schon einen Ansatz: da gibt es ein Nummernschild, das gerade bei Verkehrsverstößen und Unfallflucht hilfreich ist.
Bei Mofas gibt es da auch. Nur bei Fahrrädern nicht.

Als Autofahrer habe ich mich mit den Radfahrern irgendwie arrangiert: wenn ich einen sehe bin ich besonders aufmerksam und vorsichtig.

Als Fußgänger wurde ich mal von hinten auf einem Bürgersteig (nicht für Radfahrer freigegeben) von einem Radfahrer angefahren und zu Fall
gebracht. Er umkurvte dann noch andere Passanten, die ihm zuriefen, er solle anhalten und verschwand. Hätte der doch nur ein Nummernschild gehabt!

Deputy
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Deputy »

Und was auch wieder untergeht: es passiert auch regelmäßig, dass ein Fahrradfahrer ach-so-gut aufpasst beim Mißachten eines Rotlichtes, garantieren kann, dass da kein Kfz kommt - und dann einen Fußgänger über den Haufen fährt, der grün hat. Oder ein Kind.

@Hans Ulg
Lass mich raten: da ist der Fußgänger dann Schuld - was bewegt der sich auch bei grün über die Straße, wenn ein Fahrradfahrer bei rot fahren will. Und mal ganz ehrlich - bei einem Rotlichtverstoß auch noch auf Kinder zu achten wäre endgültig zu viel verlangt.

Zafilutsche
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Zafilutsche »

Altbauer hat geschrieben:
02.07.20, 15:04
Warum brauchen wir 4 Seiten Beiträge, wenn es doch ganz einfach wäre ...
Wenn ich mir die Beiträge im Threadverlauf so durchlese, müsste es sogar die Möglichkeit geben, jemandem die Eignung zur Teilnahme am Strassenverkehr mit einem Fahrrad/E-bike) abzusprechen zum Schutz der übrigen VT.
(Bei Fahrerflucht, , Ärztliche Bedenken (z.B. plötzliche Schwindelanfälle, Medikamente, Sehstörungen,Kognitive Wahrnehmungsstörungen; …)
Und wie jüngst gesehen, eine regelmäßige Weiterbildung (Neuerungen der Verkehrsregeln/Kennzeichnungen/Verkehrszeichen, Erste Hilfe usw)
Insbesondere auch deshalb, weil die Zahl der Radler zukünftig durch den politischen Willen und der verstärkten Förderungen stärker zunehmen wird, als es in der Vergangenheit war.
Bei manchen Staaten gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. [Freiheit f. Assange]

Gaia
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Gaia »

Hans Ulg hat geschrieben:
02.07.20, 14:15
Mithaftung aus Betriebsgefahr gibt´s auch bei Unfällen zwischen Autofahrern.
Ach. Echt? Das ist ja mal ganz was neues. Aber was genau hat das mit meiner Frage zu tun?
Wenn ein Autofahrer die Vorfahrt missachtet, dann trägt i.A. auch der Vorfahrtberechtigte eine Haftung aus Betriebsgefahr.
Das ist falsch. Und schon gar nicht bei Vorsatz (und um den geht es hier).
Bei einer Vorrangverletzung durch Radfahrer oder Fußgänger wird von Gerichten hingegen schnell grobe Fahrlässigkeit angenommen und eine Haftung aus Betriebsgefahr verneint.
Den Begriff 'Vorrangverletzung' gibt es offenbar nur in Österreich. Lässt sich daraus schließen, daß wir hier mit einem Österreicher über das Verhalten deutscher VT diskutieren? In dem Fall würde ich darauf verzichten, um Belege für wird von Gerichten hingegen schnell grobe Fahrlässigkeit angenommen nachzusuchen.


Ist es eigentlich besonders schwierig, konsequent jede Frage zu ignorieren und stattdessen immer wieder neue unbelegte Behauptungen rauszuhauen, die regelmäßig aber sowas von gar nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun haben?

Hans Ulg
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Re: Rote Ampel - nur nicht für Radfahrer

Beitrag von Hans Ulg »

Gaia hat geschrieben:
02.07.20, 16:00
Ach. Echt? Das ist ja mal ganz was neues. Aber was genau hat das mit meiner Frage zu tun?
Sie sprachen von Haftung ohne Verschulden und das ist Haftung aus Betriebsgefahr und die gibt es auch bei Unfällen zwischen PKW. Den Begriff Vorrang sollten sie aber kennen, falls sie einen Führerschein haben.

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