Restwertabrechnung nach GA oder Restwertbörse?

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Pedro1
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Restwertabrechnung nach GA oder Restwertbörse?

Beitrag von Pedro1 »

Angenommen, ein in der Tiefgarage geparkte PKW, wird durch ein Unwetter beschädigt. Die KFZ-Versicherung beauftragt einen Gutachter, der einen wirtschaftl. Totalschaden feststellt. Die Rep.-Kosten würde der GA auf 7500€, der Wiederbeschaffungswert 2047€ beziffern. Der Restwert würde 355€ betragen. Der VN/Besitzer möchte das KFZ behalten und reparien lassen.

Nun könnte die Versicherung eine Restwertbörse einschalten, wo jemand 777€ zahlt. Die Versicherung würde nun auf Grundlage des Angebots der Restwertbörse von 777€ abrechnen. Entspricht die Vorgehensweise der einschlägigen Rechtssprechung*? Würde die MwSt der Rechnung nach erfolgter Reparatur erstattet?

Gruß und Dank,
Pedro


*(Reparaturkosten höher als 130% des Wiederbeschaffungswerts) bei der Berechnung des fiktiven Wiederbeschaffungsaufwandes in der Regel nur der in einem Sachverständigengutachten für den regionalen Markt ermittelte Restwert in Abzug zu bringen."
- - -
"Benutzt der Geschädigte im Totalschadensfall sein unfallbeschädigtes Fahrzeug nach einer (Teil-)reparatur weiter, ist bei der Abrechnung nach den fiktiven Wiederbeschaffungskosten in der Regel der in einem Sachverständigengutachten ermittelte Restwert in Abzug zu bringen (Ergänzung des Urt. des BGH v. 06.03.2007 DAR 2007,325).")

Myriam
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Re: Restwertabrechnung nach GA oder Restwertbörse?

Beitrag von Myriam »

Was steht denn in den Versicherungsbedingungen?

In dem Urteil geht es nicht um die Kasko, sondern die Haftpflichtversicherung:
Der Kläger verlangt von den Beklagten restlichen Schadenser-satz aus einem Verkehrsunfall vom 26. März 2005, bei dem sein Fahrzeug ei-nen wirtschaftlichen Totalschaden erlitt.

bye Myri

Pedro1
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Re: Restwertabrechnung nach GA oder Restwertbörse?

Beitrag von Pedro1 »

Versicherungsbedingungen Auszug: http://foto.Anbieter X-online.net/palb/alben ... 333531.jpg

Das man zwischen Haftpflicht und Kasko unterscheidet, its nun klar. Das die sonst abrechnungstypischen Dinge wie "regionale Restwertangebote" hier nicht zum tragen kommen, ist für Laien schwer nachzuvollziehen. Das von der Versicherung vorgelegte Restwertangebot, auf dessen Grundlage es zur Abrechung kam, stammt von einem Restwertaufkäufer aus Slowenien.

Dazu steht dann auch nichts in den Versicherungsbedingungen; GA oder Restwertaufkäufer. Habe die Versicherung nochmal angeschrieben und um Überprüfung gebeten. Kürzlich habe ich mich entsprechend rechtlich beraten lassen. Zumindest erscheint das mit dem Restwerteaufkäufer in dieser Konstellation eher unüblich. Bei der Abrechnung wurden außerdem Brutto- und Nettobeträge mit- bzw. untereinander verrechnet. Wie ist die Rechtslage?

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