RSV: massgeblicher Zeitpunkt für Schadenersatzklage

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RSV: massgeblicher Zeitpunkt für Schadenersatzklage

Beitrag von geschundener » 22.12.16, 11:42

Hallo Leute,

was ist eigentlich der für die Eintrittsplicht einer Rechtsschutzversicherung relevante Zeitpunkt für eine Schadenersatzklage

wenn der Schaden erst im Laufe der Zeit eingetreten
und mit der Zeit immer größer geworden ist,

es also keinen konkreten Zeitpunkt dafür gibt,

er aber durch Unterlassen verhindernder Massnahmen hätte verhindert werden können,
zu diesen Zeiten aber noch gar kein Schaden war
und damit auch noch kein Rechtsschutzfall,
den gibt es ja erst wenn ein konkreter Schaden entstanden ist ????

Wer kennt dazu konkrete Rechtsprechung ?

Baden-57
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Re: RSV: massgeblicher Zeitpunkt für Schadenersatzklage

Beitrag von Baden-57 » 22.12.16, 12:51

Vielleicht könnte man dafür einmal einen fiktiven Fall vortragen, oder sollen wir uns das auch noch ausdenken?
Ohne Fallbeispiel gibt es 50 zutreffende und 49 unzutreffende Möglichkeiten,..

Grundsätzlich:
Der vermeintliche Schaden muß versichert sein,
der Schaden darf nicht vor Versicherungsschutz bestanden haben, wobei der Versicherung zwischen Vertragsabschluß, Datum der Police und Versicherungsbeginn unterschieden werden muß.
Bei einigen RSV, welche verschiedene Risiken versichern, besteht mit Vertragsannahme bei einigen der Risiken bereits Schutz, wobei andere vereinbarte Risiken erst mit Ablauf der Wartezeiten versichert sind.

geschundener
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Re: RSV: massgeblicher Zeitpunkt für Schadenersatzklage

Beitrag von geschundener » 22.12.16, 13:15

Baden-57 hat geschrieben:Vielleicht könnte man dafür einmal einen fiktiven Fall vortragen, oder sollen wir uns das auch noch ausdenken?
Ohne Fallbeispiel gibt es 50 zutreffende und 49 unzutreffende Möglichkeiten,..

Grundsätzlich:
Der vermeintliche Schaden muß versichert sein,
der Schaden darf nicht vor Versicherungsschutz bestanden haben, wobei der Versicherung zwischen Vertragsabschluß, Datum der Police und Versicherungsbeginn unterschieden werden muß.
Bei einigen RSV, welche verschiedene Risiken versichern, besteht mit Vertragsannahme bei einigen der Risiken bereits Schutz, wobei andere vereinbarte Risiken erst mit Ablauf der Wartezeiten versichert sind.
ist mir alles klar,
nur die unklaren Formulierungen der Rechtsschutzversicherer nicht.


Also der Fall ist folgendermassen:

vor 10 Jahren habe ich von meiner Bank im Rahmen eines Zwangsversteigerungsverfahrens einen Zwangsverwalter (ZV) vorgesetzt bekommen.

Dieser war der Ansicht, er sei nur für buchhalterische Arbeiten zuständig.

Ich habe ein Holzhaus aus Leimholz, dass, anders als massive Häuser,
einer regelmäßigen Überprüfung, Instandhaltung und Pflege bedarf.

Der ZV hat in dieser Angelegenheit wie in allen Anderen nichts unternommen und damit von Anfang an gegen seine, nirgendwo konkret festgelegten Pflichten verstoßen.

Der Schaden ist aber nicht schon von Anfang an entstanden,
obwohl der ZV nie was unternommen hat, sondern sie sind ganz allmählich entstanden und haben teilweise bis zum Bauschaden durch Bruch geführt.

Es ist im Nachhinein also kein konkreter Schadenszeitpunkt bestimmbar

Ich hatte auch noch verschiedene Rechtsschutzversicherungen im Laufe der Zeit
was die Sache noch komplizierter macht, d.h.
die Frage, welche RSV nun für die Schadenersatzklage eintreten muss.

Wenn ich die ganze Zeit die gleiche RSV oder eine komplett lückenlosen Versicherungsverlauf hätte,
wäre das Problem einfacher zu lösen.

Falls noch weitere Informationen für die Beantwortung erforderlich sind:

bitte fragen !

ktown
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Re: RSV: massgeblicher Zeitpunkt für Schadenersatzklage

Beitrag von ktown » 01.01.17, 23:03

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