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Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 11:28
von tabbivan
Guten Tag,

mal angenommen, A ist verstorben, B hat das gemeinsame Fahrzeug noch ein halbes Jahr weitergenutzt und auch die Versicherungsbeiträge weitergezahlt für diesen Zeitraum. Versicherungsagentur wurde darüber informiert.

Nun ist das Fahrzeug verkauft, weil B aus Altersgründen nicht mehr fahren kann.

Es kommt eine Abrechnung der Versicherung, in der ausgewiesen wird, dass noch ein Guthaben von ca. 60 Euro besteht.

Daraufhin bittet B, das Guthaben auf Konto sowieso auszuzahlen.

Antwort: Nicht möglich, weil Versicherungsnehmer verstorben B soll entweder einen Erbschein oder ein beglaubigtes Testament vorlegen.

B hat beides nicht, weil bisher nicht notwendig, B ist auch Alleinerbe.

Die Kosten für einen Erbschein oder eine Beglaubigigung liegen auch weit höher als das Versicherungsguthaben.

B hat bei der Versicherungsagentur vor Ort das Originaltestament vorgelegt, die Mitarbeiterinnen haben dies fotokopiert und der Verwaltung weitergeleitet. Es bleibt trotzdem dabei - entweder Beglaubigung oder Erbschein.

Die überzahlte Kfz-Steuer wurde ohne Probleme zurückerstattet.

Kann die Versicherung einfach das Geld behalten? Es steht in keinem Verhältnis zu dem Kosten, die Beglaubigung o. Erbschein verursachen würden.

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 11:39
von SusanneBerlin
Hallo,

gibt es das Konto von A noch, von dem die Beiträge eingezogen wurden? Wenn ja, würde ich die Versicherung bitten, das Guthaben auf dieses Konto zurück zu erstatten.

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 11:47
von ktown
Wie konnte B den Vertrag kündigen, wenn der Versicherung nichts bezüglich des Ablebens von A vorgelegt wurde?

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 12:19
von SusanneBerlin
Weil eine Kfz-Haftpflichtversicherung endet, sobald man das zugehörige Kfz bei der Zulassungsstelle abmeldet. Für die Abmeldung werden lediglich die Zulassungsbescheinigungen Teil I und Teil II sowie die Kennzeichen benötigt.

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 12:24
von ktown
:oops: da merkt man, dass ich bisher ohne dieses Thema zu berühren durchs Leben ging. :wink:

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 12:28
von SusanneBerlin
Es sei Ihnen verziehen. :liegestuhl:

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 13:28
von Baden-57
die Vorlage eines Testamentes ist kein Beweis, dass der in diesem Testament Benannte auch tatsächlich AlleinErbe ist. Nur der Erbschein ist für Dritte der erforderliche Nachweis, dass der im erbschein Benannte Alleinerbe ist.
Ob und wer sich mit einem Testament begnügt, ist unerheblich, denn ein Testament kann auch noch jahrelang später angefochten werden.
Ein Erbschein bis 1.000 € Nachlass kosten bei 1,0 Gebühr 19€, bei 2,0 Gebühr 38€.

Da die Kosten für einen Erbschein oder eine Beglaubigigung liegen auch weit höher als das Versicherungsguthaben höher liegen als die 60€ Versicherungsguthaben, kann es sich der Erbe sicherlich leisten, entweder einen Erbschein zu beantragen oder auf die Auszahlung zu verzichten.

Der Hinweis, dass man ggf. auf das Konto des Verstorbenen überweisen lassen könnte, ist nicht praktikabel, da das Konto i.d.R. mit dem Tod des Kontoinhabers erlöscht.

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 13:42
von SusanneBerlin
Baden-57 hat geschrieben:da das Konto i.d.R. mit dem Tod des Kontoinhabers erlöscht.
Bitte? Das ist doch Unsinn.

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 14:26
von FM
Einen Halterwechsel muss man doch ohnehin der Kfz-Versicherung mitteilen, und sie müsste auch über die Zulassungsstelle informiert werden. Da es bei den 60 Euro vermutlich nur um Beträge geht, die für das halbe Jahr nach dem Tod des früheren Halters gezahlt wurden, muss dann ja auch schon ein neuer Versicherungsnehmer betroffen sein.

Re: Rückzahlung von überzahlten Beiträgen

Verfasst: 03.01.17, 17:03
von tabbivan
Die örtliche Versicherungsagentur wurde über den Todesfall informiert, auch eine Sterbeurkunde dort vorgelegt, da noch eine andere Versicherung dort existierte.

Die MA der Versicherung gab damals an, kein Problem - die Versicherung hat dann auch noch 2 x vierteljährliche Beitragsrechnungen geschickt, die dann auch von B bezahlt wurden.

Also der Verstorbene hat von diesem Beitrag keinen Cent gezahlt, alles von B bezahlt.

Also B hat den Versicherungsbeitrag vom eigenen Konto / eigenem Geld bezahlt.

Also obwohl die Versicherung über den Todesfall nachweislich informiert ist, hat sie 3 Wochen nach dem Todesfall erstmals eine weitere Beitragsrechnung geschickt, die von B bezahlt wurde, 3 Monate später die nächste Beitragsrechnung, die ebenfalls von B bezahlt wurde -
und jetzt verweigert die Versicherung die Rückzahlung mit der Begründung-verstorben.......
aber den Beitrag einkassiert von .......verstorben

Die Versicherung kann doch das Geld (auch wenn manchem 60 Euro nicht viel erscheinen) nicht einfach behalten.