Rechtsschutzversicherung: Definition Rechtsschutzfall

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UrseleJoshi
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Rechtsschutzversicherung: Definition Rechtsschutzfall

Beitrag von UrseleJoshi » 29.01.17, 10:14

Guten Morgen,

Herr H hat bei der V-Versicherung einen RSV.
Er hat familienrechtliche Probleme, die Versi tritt bedingungsgemäß ein und zwar wie folgt:

Bis max 500€ pro Rechtsschutzfall abzgl. 100€ SB.

H geht zu einem Anwalt, es geht um Sorgerecht, Umgang und Unterhalt.

Die Versi würdigt dies als eben nur einen Fall sodass H über die SB hinaus hohe Kosten hat.

Kann ers sein, bzw. ist es zulässig, dass ein Versicherer in seinen Bedingungen den Begriff "Rechtsschutzfall" anders
definiert, als im einschlägigen Rechtsgebiet die prozessuale Einordnung gegeben ist?

Kobayashi Maru
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Re: Rechtsschutzversicherung: Definition Rechtsschutzfall

Beitrag von Kobayashi Maru » 29.01.17, 12:43

Der Rechtsschutzfall ist hier die Scheidung / Trennung, dies zieht mehrere Tätigkeiten des Anwaltes nach sich.
Zumindest gebührenrechtlich (Anwaltsgebühren) ist es so, dass hier eine Angelegenheit (Trennung) mit mehreren Gegenständen (Unterhalt etc.) vorliegt.

Momentan kann ich da keinen Fehler in der Auffassung der RSV entdecken.
SusanneBerlin hat geschrieben:Im Forum darf jeder seine unqualifizierte Meinung oder Erfahrungswerte schreiben.

SusanneBerlin
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Re: Rechtsschutzversicherung: Definition Rechtsschutzfall

Beitrag von SusanneBerlin » 29.01.17, 12:48

Die Versi würdigt dies als eben nur einen Fall sodass H über die SB hinaus hohe Kosten hat.
Es ist ja auch nur ein Fall, da alles dieselbe Ursache hat. Dass man mit 500€ Anwaltshonorar in Familienstreitigkeiten nicht weit kommt ist klar, da hätte man bei der Auswahl des Versicherungstarifs darauf achten müssen. Nu' ist's zu spät.
Grüße, Susanne

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