Verkehrsunfall

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TOM_M
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Verkehrsunfall

Beitrag von TOM_M » 12.02.17, 21:44

Hallo,

ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin - frage aber trotzdem!!
Meine Frau hatte vor ein paar Jahren einen Autounfall und hat von der gegnerischen Versicherung
eine Abfindung erhalten - im Vertrag hat unser Anwalt damals festschreiben lassen, dass damit der
inmaterielle Schaden abgeglichen ist - der kommende materielle Schaden wurde explizit nicht abgegolten!!

Nun sind aus diesem Unfall weitere Schäden hervorgegangen, die einen längeren Krankenhausaufenthalt
erfordern und auch eine Rehamaßnahme beinhaltet - die Ärzte reden von mind. 3 Monaten!!!!!

Jetzt geht es darum den materiellen Schaden zu beziffern:
Als Angestellte hat meine Frau ein Gehalt das nach 6 Wochen Krankheit in Krankengeld geändert wird.
Hier werden ca. 60% vom Gehalt weiter bezahlt - somit sind hier schon mal die ersten Zahlen!

Meine Frau hat weiterhin eine Selbstständig in der während des Krankenhausaufenthaltes nichts läuft
und hier weiß ich nun nicht, wie man das "belastbar" beziffern kann - könnte man hier 3/12 des Vorjahresumsatzes ansetzen??
Oder wird das eher schwierig und man versucht einfach nur Miete, Nebenkosten, Beitrage, entgangener Umsatz usw. anzusetzen??
Der Imageverlust ist hier ja wohl schwer zu beziffern, jedoch unumstritten vorhanden. Ein Geschäft das 3 Monate geschlossen hat ......!!!!!

Wie läuft das im Haushalt - die Haushaltskraft fehlt für mind. 3 Monate!
Hat eine fehlende Haushaltskraft einen Tagessatz??
Was ist eine Mama pro Tag wert wenn man den Verlust für diese Zeit beziffern muss??

Fahrten für Krankenbesuche:
Wieviele Fahrten kann man ansetzen??
Ich bringe meine Frau ins Krankenhaus und werde sie auch besuchen wollen - dafür sind einfache Fahrten von ca. 100 km
nötig - gibt es hier irgendwelche Berechungsgrundlagen mit denen man diese Fahrten und Zeiten abrechnen kann??
(100km ist ca. 1 Std Fahrzeit - hin und zurück 2 Std - dann auch noch die Zeit, die man dort verbringt - ca. ein halber Tag pro Besuch)

Das sind nun mal Dinge, die mir eingefallen sind - vielleicht habe ich ja einiges vergessen ...............

Helft mir mal, wie ich diese Sache angehen müsste.

DANKE
TOM
"Ich bin mir nicht sicher - dies sagt mir nur mein Gefühl!"

fodeure
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Re: Verkehrsunfall

Beitrag von fodeure » 12.02.17, 22:06

TOM_M hat geschrieben:Helft mir mal, wie ich diese Sache angehen müsste.
Geh zu jemandem, der etwas von der Sache versteht, zu einem Anwalt. Hier kannst du ohnehin keine individuelle Rechtsberatung bekommen.

TOM_M
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Re: Verkehrsunfall

Beitrag von TOM_M » 12.02.17, 22:15

Vielleicht einfach ein paar Zeilen zu meinen Thesen!! :shock:
Hier sind doch die Profis :D
"Ich bin mir nicht sicher - dies sagt mir nur mein Gefühl!"

SusanneBerlin
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Re: Verkehrsunfall

Beitrag von SusanneBerlin » 12.02.17, 22:30

Sie sollten nicht auf eigene Faust mit der Versicherung verhandeln. Ein Anwalt kennt sich aus, Sie brauchen nicht vorher in einem Forum fragen.
Grüße, Susanne

ktown
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Re: Verkehrsunfall

Beitrag von ktown » 12.02.17, 23:27

Liebes FDR-Mitglied,

wie Sie sicher in unserer Juriquette (=Forenregeln) gelesen haben, darf hier keine individuelle Rechtsberatung in einem konkreten Fall erfolgen. Sie helfen dem Forum und erleichtern dem Moderatoren-Team die Arbeit, wenn Sie eine Fragestellung zur allgemeinen Rechtslage herausarbeiten, die für Sie von Relevanz ist.

Weitere Konkretisierungen zur unseren Forenregeln finden sich neben der Juriquette in der Moderationsleitline oder in dem Beitrag "Was ist erlaubt"?

Fragen dazu können Sie jederzeit im Forum für Mitgliederinformation u. Support stellen.

Wenn sie eine individuelle Beratung wünschen, dann hilft ihnen diese Seite.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Baden-57
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Re: Verkehrsunfall

Beitrag von Baden-57 » 13.02.17, 13:26

Rein informativ:
Es muß der Nachweis des Schadenszusammenhanges bestehen, also Gutachten, dass der anstehende Krankenhausaufenthalt und anschließende Reha ausschließlich auf den Unfall zurück zu führen ist.
Liegt der Unfall bereits Jahre zurück, wird der Nachweis schwierig zu führen sein, insbesondere dann, wenn die "jetzige Erkrankung" auch durch andere Einflüsse (Alterung, Verschleiß etc.) hätten entstehen können.

Die Sache ist bei einem Fachanhalt für Versicherungs/Sozialrecht gut aufgehoben, insbesondere wenn man eine diesbezügliche Rechtsschutzversicherung hat. Aus Erfahrungswerten ist hinzuweisen, dass das Verfahren 2-3 Jahre, ggf. noch länger dauern kann, denn die gegn. Versicherung, und gegen diese wird zu klagen sein, hat nicht das Problem des Prozßkostenrisikos.

Die Klage dürfte beim Landgericht (Anwaltszwang) beginnen und je nach Streitlust und Höhe der Forderung nicht zwingend beim OLG, ggf. beim BGH enden, was für die Versicherung problemlos ist, den Kläger aber oftmals so zermürbt, dass Lebensqualität nicht mehr besteht und letztendlich ein Vergleich akzeptiert wird, welcher geringer sein wird als die Forderung.

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