Einpark Dilemma

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Nati123
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Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 14:39

Person A hat angeblich beim einparken ein anderes Auto mit dem Reifen beschädigt.
Angeblich, weil Person A nichts merkte, aber ein Zeuge machte darauf aufmerksam und zeigte wo der Schaden angeblich war.
Es waren schwarze Gummispuren.
Der Zeuge fuhr leider wieder sofort weg.
Person A rief darauf hin die Polizei die den Schaden aufnahm.
Bei Kontaktaufnahme mit dem Besitzer des Autos (Person B), behauptete Person B es wäre der Blinker kaputt, es wären Teile Abgefallen und es wäre Rost entstanden dadurch was 100% nicht sein KANN in diesem Ausmaß.

Person A teilt der Versicherung diese Zweifel mit, sie notieren sich diese, sagt man muss abwarten was Person B macht.

In der Zwischenzeit hat Person B wieder einen Unfall in der gleichen Strasse mit einem anderen Wagen.
Diesmal wurde die Tür eingebeult.

Nun hat die geschädigte Person die beiden Schäden beseitigen lassen. Angeblich hat der Gutachter von Person B alles bestätigt.

Person A hatte keine Chance einen eigenen 2. Gutachter hinzuzuziehen.
Und es bestehen wie gesagt massive Zweifel, dass zB. Rost innerhalb 2 Tagen nach dem Unfall entstand usw. und die anderen Schäden physikalisch einfach nicht möglich waren mit dem Auto der Person A zu machen.
Person A hat übrigens KEINE Spuren von dem Unfall an dem eigenen Auto abbekommen.

Meine Frage nun: Kann die Versicherung von Person A jetzt trotzdem eine Zahlung veranlassen obwohl solche Zweifel bestehen und kein eigener Gutachter die Schäden sich anschauen konnte?

Frage 2: Nehmen wir an die Versicherung zahlt, weil die Summe immer noch relativ gering ist. Hat Person A Chancen vor Gericht?

Wie sieht die Rechtslage aus?

Ich bedanke mich sehr herzlich für Ihre Hilfe.

Dieter_Meisenkaiser
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Dieter_Meisenkaiser » 16.06.17, 15:56

Wenn das beschädigte Auto von einem namhaften deutschen Konzern gebaut wurde, der sich eigentlich damit rühmt, nur Premium-PKW herzustellen, dann könnte es in der Tat sein, dass innerhalb weniger Minuten ein Rostschaden entstanden ist. :lachen:

hambre
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von hambre » 16.06.17, 17:34

Die Versicherung kann auch gegen Deinen Willen den Schaden regulieren. Dagegen kannst Du nichts machen.

Einzige Möglichkeit ist das Wechseln der Versicherung durch Nutzung des Sonderkündigungsrechtes.

Nati123
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 17:39

hambre hat geschrieben:Die Versicherung kann auch gegen Deinen Willen den Schaden regulieren. Dagegen kannst Du nichts machen.

Einzige Möglichkeit ist das Wechseln der Versicherung durch Nutzung des Sonderkündigungsrechtes.
Kann die Person dann trotztdem vor Gericht gehen, bzw, hat sie dann Chancen, weil wie gesagt, so wie Person B es darstellt KANN es einfach 100% nicht gewesen sein, weil es physikalisch in dem Winkel in dem eingeparkt wurde einfach nicht möglich ist.

ktown
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von ktown » 16.06.17, 17:47

Dazu fehlt es wohl an dem entsprechenden Beweismaterial in Form von Bildern.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Dieter_Meisenkaiser
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Dieter_Meisenkaiser » 16.06.17, 17:49

Nati123 hat geschrieben:Kann die Person dann trotztdem vor Gericht gehen
Weswegen denn genau?

Nati123
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 17:50

ktown hat geschrieben:Dazu fehlt es wohl an dem entsprechenden Beweismaterial in Form von Bildern.
Es wurden Bilder von dem eigentlichen Schaden also den Gummispuren gemacht. Ist das damit gemeint?

Nati123
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 17:51

Dieter_Meisenkaiser hat geschrieben:
Nati123 hat geschrieben:Kann die Person dann trotztdem vor Gericht gehen
Weswegen denn genau?
Weil die Geschädigte Person mehr Schäden angibt als eigentlich entstanden sein können.

ktown
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von ktown » 16.06.17, 17:52

Nati123 hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Dazu fehlt es wohl an dem entsprechenden Beweismaterial in Form von Bildern.
Es wurden Bilder von dem eigentlichen Schaden also den Gummispuren gemacht. Ist das damit gemeint?
Auch von den umgebenden Bauteilen und wie die Wagen zueinander standen?
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 17:54

ktown hat geschrieben:
Nati123 hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:Dazu fehlt es wohl an dem entsprechenden Beweismaterial in Form von Bildern.
Es wurden Bilder von dem eigentlichen Schaden also den Gummispuren gemacht. Ist das damit gemeint?
Auch von den umgebenden Bauteilen und wie die Wagen zueinander standen?
Die Polizei hat aufgezeichnet wie die Autos zueinander standen das ist alles, aber daraus ergibt sich dass es gar nicht so viel Platz gab um so einen Schaden zu machen.

SusanneBerlin
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von SusanneBerlin » 16.06.17, 18:00

nati123 hat geschrieben:Es wurden Bilder von dem eigentlichen Schaden also den Gummispuren gemacht. Ist das damit gemeint?
Haben Sie die Fotos? Wer hat die Fotos gemacht?

Fragen Sie doch einfach mal bei Ihrer Versicherung nach, ob die Versicherung beabsichtigt die Forderungen des angeblich Geschädigten zu regulieren und in welcher Höhe.
Grüße, Susanne

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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von ktown » 16.06.17, 18:03

Dann sollte man das alles zusammentragen und primär nochmalsmit der eigenen Versicherung reden. Erst wenn die darauf nicht eingeht, kann man den Sachverhalt durch einen Anwalt bewerten lssen. Der kann letztlich einschätzen, ob die Kosten nicht höher als der Nutzen ist.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

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Deputy
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Deputy » 16.06.17, 19:00

Nati123 hat geschrieben:Kann die Person dann trotztdem vor Gericht gehen, bzw, hat sie dann Chancen, weil wie gesagt, so wie Person B es darstellt KANN es einfach 100% nicht gewesen sein, weil es physikalisch in dem Winkel in dem eingeparkt wurde einfach nicht möglich ist.
Welche Erfahrungen bzw. Ausbildungen liegen denn bzgl. auf Unfälle / Unfallaufnahmen vor?

Versicherungen zahlen idR nicht, wenn sie keinen Grund sehen, und Rost kann sehr schnell entstehen.

Nati123
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 19:06

Deputy hat geschrieben:
Nati123 hat geschrieben:Kann die Person dann trotztdem vor Gericht gehen, bzw, hat sie dann Chancen, weil wie gesagt, so wie Person B es darstellt KANN es einfach 100% nicht gewesen sein, weil es physikalisch in dem Winkel in dem eingeparkt wurde einfach nicht möglich ist.
Welche Erfahrungen bzw. Ausbildungen liegen denn bzgl. auf Unfälle / Unfallaufnahmen vor?

Versicherungen zahlen idR nicht, wenn sie keinen Grund sehen, und Rost kann sehr schnell entstehen.
Es ist einfach nicht Möglich dass UNTER dem Auto Rost entsteht wenn der Schaden AUF dem Lack ist und er noch nicht mal 0,1mm tief ist.
Dass sie einfach zahlen wenn es sich in ihren Augen nicht lohnt nachzuforschen hört man so, auch wenn es sich nun um eventuellen Betrug handelt oder nicht.

Nati123
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Re: Einpark Dilemma

Beitrag von Nati123 » 16.06.17, 19:10

ktown hat geschrieben:Dann sollte man das alles zusammentragen und primär nochmalsmit der eigenen Versicherung reden. Erst wenn die darauf nicht eingeht, kann man den Sachverhalt durch einen Anwalt bewerten lssen. Der kann letztlich einschätzen, ob die Kosten nicht höher als der Nutzen ist.
Kann die Versicherung also nicht einfach so ohne den Verursacher zu informieren zahlen und das wars?

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