Reiserücktrittsversicherung

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webmaster76
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Reiserücktrittsversicherung

Beitrag von webmaster76 »

Hi @all,

Familie F möchte einen Winterurlaub buchen. Gerade in den kälteren Jahreszeiten ist es nicht unüblich, dass Kind K aus der Kita diverse Krankheiten ins Haus schleppt. Gegen dieses Risiko möchte sich F versichern.

Bei dem Anbieter X ist in den AVB zu lesen, dass eine Leistungspflicht nur bei "unerwarteten schweren Erkrankungen" eintritt.

Frage:
Ist ein grippaler Infekt eine solche schwere Erkrankung? Oder eine ansteckende Kinderkrankheit (Masern etc.)? Hat jemand entsprechende Urteile hierzu?

winterspaziergang
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Re: Reiserücktrittsversicherung

Beitrag von winterspaziergang »

webmaster76 hat geschrieben: Frage:
Ist ein grippaler Infekt eine solche schwere Erkrankung?
das betrifft jede Erkältung und dürfte vom Verlauf abhängig sein. Mit Fieber und Attest vom Arzt könnte man es bejahen. Wenn das Kind nur etwas Schnupfen hat, wohl eher nicht.
Oder eine ansteckende Kinderkrankheit (Masern etc.)?
das in jedem Fall. Hierzu dürfte es schon allein deswegen keine Urteile geben, da kaum eine RV sich gegen diese Leistungspflicht stellen wird.
Mit Masern o.ä. darf man schon deswegen nicht den Ferienort aufsuchen , weil man dort jeden nicht-immunen anstecken würde.

Herzog, Jörg
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Unerwartete schwere Erkrankung

Beitrag von Herzog, Jörg »

Eine Erkrankung ist unerwartet, wenn sie sich nicht schon vor Abschluss des Versicherungsvertrages abgezeichnet hat. Sie ist schwer, wenn sie aus Sicht der versicherten Person die Reise unmöglich macht. Wer dazu noch mehr lesen möchte, mag bitte eine Bibliothek aufsuchen, einen einschlägigen Kommentar zum Reiseversicherungsrecht lesen oder Entscheidungen in elektronischen Entscheidungssammlungen nachlesen.

Wenn der Frage vom 23. Aug 2017, 14:59 Uhr ein konkreter Fall zugrunde liegt, so kann dem Fragenden nur gesagt werden, dass das FDR keine Rechtsberatung in einem Einzelfall leistet auch nicht leisten kann. Sorry. :?

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