Muss Auto wegen Schuld der Versicherung stillgelegt werden?

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susimanta
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Muss Auto wegen Schuld der Versicherung stillgelegt werden?

Beitrag von susimanta » 10.11.17, 14:11

Hallo,

Frau schließt über ein Vergleichsportal zwei Kfz-Versicherungen ab und trägt die korrekten FINs und die dazugehörigen Kennzeichen pro Versicherungsvertrag ein. Dies kann Frau auch anhand der Protokolle belegen.

Heute flattert ein Briefchen von der Zulassungsbehörde ins Haus, in dem steht, dass für das Auto kein Versicherungsschutz mehr besteht und es stillgelegt werden muss, es nicht mehr bewegt werden darf und dass die Kennzeichen innerhalb einer Woche zum Entwerten in die Behörde gebracht werden müssen.

Frau guck sich die Versicherungsverträge an, weil ganz verwundert und sich sicher, dass Versicherungsschutz besteht.

Die neue Versicherung hat allerdings beide Versicherungsverträge mit der FIN des anderen Fahrzeugs versehen. Der eine Versicherungsvertrag ist 100 % korrekt, in dem das Kennzeichen des anderen steht (AA-A 1) und auch die entsprechende FIN (1). Der andere Versicherungsvertrag ist sozusagen nur zu 50 % korrekt. Zwar stimmt das Kennzeichen (AA-A 2), aber auch dort steht die FIN 1 und nicht 2.

Frau soll übrigens auch über 30 € für den Bescheid bezahlen.

Jetzt hat die Frau die Versicherung angerufen und denen das mitgeteilt. Die wollen gleich der Zulassungsbehörde eine entsprechende Mitteilung schicken.

Gegen den Bescheid kann man aber nur klagen als Rechtsmittel und gar keinen normalen Widerspruch einlegen.

Die Frau kann belegen, dass der Fehler nicht auf ihrer Seite lag und dass in dem Versicherungsvertrag ja auch das korrekte Kennzeichen steht. Was würde es auch für einen Sinn ergeben, zwei Kfz-Versicherungen bei einer Versicherung für ein Fahrzeug abzuschließen?

Was macht die Frau jetzt am besten? Dem Bescheid nach, darf sie gar nicht mehr das Fahrzeug bewegen.

Teilt sie der Zulassungsbehörde das am besten so mit, wie hier beschrieben?

Darf Sie wirklich nicht fahren oder jetzt doch, nachdem der Versicherung das mitgeteilt wurde und die sich drum kümmern wollen?

Ist der Bescheid nicht sogar von Beginn an gegenstandslos und darf die Frau weiterhin ungehindert fahren und muss sie diese 30 € selbst bezahlen?

Oder gibt es in solchen Fällen entsprechende Rechtsgrundlagen oder gar Urteile, auf die sich die Frau berufen kann?

Nochmals zur Zusammenfassung: für das entsprechende Fahrzeug bestand/besteht lückenlos Versicherungsschutz. Es werden dafür auch monatliche Beiträge bezahlt. Nur hat die Versicherungs das korrekte Kennzeichen mit der falschen FIN verknüpft.

LG

Rabenwiese
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Re: Muss Auto wegen Schuld der Versicherung stillgelegt werd

Beitrag von Rabenwiese » 10.11.17, 14:27

Sobald der Zulassungsbehörde eine Versicherungsbestätigung vorliegt darf das Fahrzeug wieder bewegt werden.

Die Versicherung könnte z.B. einfach nur eine neue evb - Nummer übermitteln und alles ist wieder in Ordnung.

Bzgl. der Kosten wird man sich gegenüber der Zulassungsstelle wohl kaum wehren können. Evtl kommt aber die Versicherung entgegen.
Ich hatte es schon einmal ähnlich. Meine Versicherung hat mir den Betrag den die Zulassungsstelle haben wollte bei der nächsten Rechnung gut geschrieben.

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