Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

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Hanomag
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von Hanomag » 12.12.17, 19:56

FM hat geschrieben:Sie sagt nur, sie "zahlt selbst den beitrag an die Krankenkasse". Das ist bei frw. Versicherten schon richtig. Aber als Arbeitnehmer bekommen sie eben die ca. Hälfte des Beitrages vom Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt.
Wenn der Arbeitnehmer verbeamtet und gesetzlich versichert ist, bekommt er nichts - geschweige den die Hälfte - zusätzlich ausgezahlt. Der Dienstherrn zahlt denjenigen 50 % Beihilfe die die restlichen 50 % preiswert privat absichern. Die freiwillig gesetzlich versicherten bekommen weder Beihilfe noch einen Beitragszuschuss.
SusanneBerlin hat geschrieben:Ein freiwillig in der GKV versicherter Beamter wird aber nicht anders eingestuft als ein Nicht-Beamter, die Beihilfeberechtigung verschafft ihm in der GKV weder Vorteile noch Nachteile.
Er hat nur nichts davon, weil er den Beitrag voll selbst zahlen muss. Vermutlich ist das auch ein Beamtenprivileg :mrgreen:

Evariste
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von Evariste » 12.12.17, 20:32

FM hat geschrieben: Sie sagt nur, sie "zahlt selbst den beitrag an die Krankenkasse". Das ist bei frw. Versicherten schon richtig. Aber als Arbeitnehmer bekommen sie eben die ca. Hälfte des Beitrages vom Arbeitgeber zusätzlich zum Gehalt ausbezahlt. Dass der Arbeitgeber den Gesamtbeitrag selbst an die KK überweist kann man zwar vereinbaren, davon ist aber eher abzuraten und es wäre die Abweichung vom Normalfall.
Das ist mir jetzt völlig neu. Ich bin freiwillig in der GKV versichert, seitdem ich vor ca. 28 Jahren ins Berufsleben eingetreten bin und bisher hat immer mein jeweiliger AG an die KK überwiesen und nicht ich.

SusanneBerlin
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von SusanneBerlin » 12.12.17, 21:06

Evariste hat geschrieben:Ich bin freiwillig in der GKV versichert, seitdem ich vor ca. 28 Jahren ins Berufsleben eingetreten bin
Darf man fragen aus Grund Sie nicht die Versicherungspflicht von Anfang an nicht gegeben war?
Grüße, Susanne

windalf
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von windalf » 13.12.17, 09:33

Darf man fragen aus Grund Sie nicht die Versicherungspflicht von Anfang an nicht gegeben war?
Ist das die Vorfreude auf Star Wars 8?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Mobbingopfer
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von Mobbingopfer » 13.12.17, 17:24

@ Windalf

Deine letzten Beiträge waren nicht sehr produktiv und tragen insoweit hier auch nicht zur Lösung bei.

Ich (= Mobbingopfer) bin hier im Forum bereits seit 2005 dabei.
Die Lehrerin, um die es bei der Fragestellung geht, kannte Recht.de bisher nicht einmal.

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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von Mobbingopfer » 13.12.17, 17:35

So, und hiermit nochmals zur Klarstellung alle mir nun bekannten Fakten:

- Lehrerin
- 60 Jahre alt
- angestellt NICHT VERBEAMTET !!!
- freiwillig krankenversichert
- eine Pflichtversicherung war nicht mehr möglich
- im Bundesland Hessen (= TV Hessen)
- Sekundarstufe 2 (= Gymnasium)
- Arbeitgeber zahlt aktuell monatlich einen Zuschuss von 317,00 €
- Lehrerin zahlt selbst aktuell einen Betrag von 678,60 €
- Lehrerin ist in EG 13

Frage nochmals: Ist ein derartig hoher selbst zu leistender Betrag von 678,60 € möglich ?

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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von Mobbingopfer » 13.12.17, 17:36

Und zur Ergänzung:

- Lehrerin ist nicht krankgeschrieben und seit Jahren aktiv im Dienst.

SusanneBerlin
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von SusanneBerlin » 13.12.17, 17:46

Mobbingopfer hat geschrieben:- Arbeitgeber zahlt aktuell monatlich einen Zuschuss von 317,00 €
- Lehrerin zahlt selbst aktuell einen Betrag von 678,60 €

Frage nochmals: Ist ein derartig hoher selbst zu leistender Betrag von 678,60 € möglich ?
Fällt Ihnen das nicht selbst auf?
Kann die Lehrerein addieren und subtrahieren?

Ein Arbeitnehmer-Eigenanteil von 361€ ist normal in dieser Gehaltsstufe, das zahlt jeder Arbeitnehmer an GKV-Beitrag, der soviel verdient.
Grüße, Susanne

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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von ktown » 13.12.17, 17:49

Da anscheinend das Lesen auch nicht so die Stärke ist:
ktown hat geschrieben:Also wenn ich mal die höchste Stufe des TV-L für Lehrer zugrunde legen würde, dann wäre der Anteil für die Krankenkasse für den AN nur 350.-EUR.

Man sollte vielleicht, anstatt über einen Wechsel nachzudenken, beim AG nachfragen wieso hier soviel zum Abzug kommt.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von winterspaziergang » 13.12.17, 17:54

Mobbingopfer hat geschrieben: - Arbeitgeber zahlt aktuell monatlich einen Zuschuss von 317,00 €
- Lehrerin zahlt selbst aktuell einen Betrag von 678,60 €

Frage nochmals: Ist ein derartig hoher selbst zu leistender Betrag von 678,60 € möglich ?
Das Alter spielt bei GKV keine Rolle.
317 Euro AG-Anteil ist die Hälfte des derzeitigen Maximalbeitrags der GKV.
Wenn die Lehrerin 678 Euro zahlt, hat sie bei der GKV einen Beitrag von 995 Euro.
:arrow: das ist eigentlich nicht möglich

hambre
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von hambre » 13.12.17, 18:12

- Arbeitgeber zahlt aktuell monatlich einen Zuschuss von 317,00 €
- Lehrerin zahlt selbst aktuell einen Betrag von 678,60 €
Also zahlt die Lehrerin wie jeder andere Deutsche, der mit so einem Gehalt freiwillig versichert ist 361,60€ aus eigener Tasche.

Sie kann sich jetzt privat versichern. Mit etwas Glück spart sie dann ein paar Euro. Dabei sollte sie aber bedenken, dass der Beitrag in der PKV konstant bleibt, wenn sie in Rente geht. Bei der GKV sinkt der Beitrag mit dem Renteneintritt dagegen erheblich.

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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von windalf » 13.12.17, 18:27

Deine letzten Beiträge waren nicht sehr produktiv und tragen insoweit hier auch nicht zur Lösung bei.
War ja auch nicht mehr notwendig, weil die Lösung (die hambre noch einmal wiederholt hat) schon in meinem ersten Beitrag stand.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Evariste
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von Evariste » 13.12.17, 18:48

SusanneBerlin hat geschrieben:
Evariste hat geschrieben:Ich bin freiwillig in der GKV versichert, seitdem ich vor ca. 28 Jahren ins Berufsleben eingetreten bin
Darf man fragen aus Grund Sie nicht die Versicherungspflicht von Anfang an nicht gegeben war?
Weil mein Gehalt von Anfang an über der Entgeltgrenze lag. Damals wurden Uniabsolventen in manchen Branchen noch gute Gehälter gezahlt, mittlerweile scheint das mehr und mehr zur Ausnahme zu werden...

winterspaziergang
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von winterspaziergang » 13.12.17, 19:18

hambre hat geschrieben:
- Arbeitgeber zahlt aktuell monatlich einen Zuschuss von 317,00 €
- Lehrerin zahlt selbst aktuell einen Betrag von 678,60 €
Also zahlt die Lehrerin wie jeder andere Deutsche, der mit so einem Gehalt freiwillig versichert ist 361,60€ aus eigener Tasche.
so wie geschildert, zahlt die Lehrerin 678,60 Euro zu dem Beitrag des AG. Das muss ein Missverständnis/eine Fehlinfo sein.

Zu ergänzen ist, dass der Beitrag nicht von der Staatsbürgerschaft abhängt, sondern rein vom Status als AN in D versichert zu sein.
Nicht, dass es das nächste Missverständnis gibt :D
Sie kann sich jetzt privat versichern. Mit etwas Glück spart sie dann ein paar Euro.
mit 60 Jahren und bei einem Beitrag von 678 Euro (AG und AN) dürfte das schwer werden.

FM
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Re: Sehr hoher Krankenversicherungsbeitrag (700,- € mtl.)

Beitrag von FM » 13.12.17, 19:23

Mobbingopfer hat geschrieben: - im Bundesland Hessen (= TV Hessen)
- Sekundarstufe 2 (= Gymnasium)
- Arbeitgeber zahlt aktuell monatlich einen Zuschuss von 317,00 €
- Lehrerin zahlt selbst aktuell einen Betrag von 678,60 €
- Lehrerin ist in EG 13
Frage nochmals: Ist ein derartig hoher selbst zu leistender Betrag von 678,60 € möglich ?
Im Januar wird es sogar noch teurer (falls Im TV-H dann auch die Stufe 6 eingeführt wird wie in allen anderen Ländern):

Krankenversicherung: - 356.70 € (Satz: 15.5%)
Pflegeversicherung: - 55.46 €

(nur Arbeitnehmeranteile)

Und je nach Krankenkasse noch der Zusatzbeitrag. Falls kinderlos, auch noch ein Zuschlag bei der Pflegeversicherung.
http://oeffentlicher-dienst.info/c/t/re ... kk=15.5%25

Übrigens ist das sogar besonders billig. Schlechter verdienende Arbeitnehmer bezahlen mehr. Aber bei einem Bruttogehalt von (dann) 5387,94 Euro liegt der KV-Beitrag tatsächlich nur bei 6,62 %. Jemand der maximal 4.425 Euro verdient, muss 7,3 % zahlen. Jeweils bezogen auf 2018 und noch ohne Zusatzbeitrag (bei der AOK Hessen derzeit 1,1 %, also weitere etwa 45 Euro, für 2018 noch nicht bekannt).

Soweit ich mich entsinne, will die SPD im Falle einer Regierungsbeteiligung das Privileg für höhere Einkommen abschaffen. Dann liegt der Beitrag insgesamt 2018 bei ca. 54 Euro mehr als oben angegeben.

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