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RSV außergerichtliche Kosten

Verfasst: 18.10.18, 10:32
von AlBundy
Verbraucher A hat ein Problem mit Werkstatt B und geht zu RA C.

A fragt seinen RA C, ob außer der Selbstbeteiligung für die RSV Kosten anfallen können. Der RA verneint und meint mit der geringen Selbstbeteiligung seien die Kosten doch überschaubar und das Risiko gering.

Nach einigem hin-und her, ist gerichtlich kein Ergebnis zu erzielen, dass A befriedigen würde. Somit wird das Verfahren ohne ein Urteil abzuwarten aufgegeben.

Im Nachhinein stellt der RA D, der die Werkstatt B vertritt außergerichtliche Kosten in Rechnung, die von der RSV zur Überraschung von A nicht getragen werden.

Darüber ist A doch wg. der früheren Aussage von C verwundert und fragt noch einmal bei C nach. Dieser sagt ausdrücklich, A habe nur einen Anspruch auf Erstattung der eigenen RA-Kosten und nicht die der gegnerischen Seite.

Wird A hier hinters Licht geführt, soll Kosten tragen, die C verbummelt hat - oder ist das ein "normaler" Vorgang? Das hätte A doch seiner Meinung nach gesagt werden müssen, dass er mit "Rattenschwänzen" zu rechnen hat....

Re: RSV außergerichtliche Kosten

Verfasst: 19.10.18, 07:46
von Old Piper
Wenn ich die Regeln der RSV'en richtig verstanden habe, zahlt die meine Kosten, die durch die Verfolgung meiner bzw. Abwehr gegnerischer Ansprüche entstehen. Sie zahlt nicht das, wozu ich per Urteil oder Beschluss verdonnert werde bzw. wozu ich mich in einer außergerichtlichen Einigung verpflichte. Und dazu gehören eben auch die Nebenkosten des Gegners.

Re: RSV außergerichtliche Kosten

Verfasst: 19.10.18, 07:52
von SusanneBerlin
AlBundy hat geschrieben:Somit wird das Verfahren ohne ein Urteil abzuwarten aufgegeben.
Was soll das heißen? Ein in Gang gesetztes gerichtliches Verfahren verschwindet nicht einfach durch "Abwarten". Wurde Klage erhoben oder nicht? Wie wurde das Verfahren beendet?