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recht.de • Thema anzeigen - Massiver Schaden am Haus durch Absenkung
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BeitragVerfasst: 27.10.18, 11:03 
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Freunde von mir hat es schlimm erwischt. Ihr Wohnhaus (Baujahr 1970) weist diverse Risse auf, weil sich der Untergrund gesenkt hat. Gutachtern zufolge steht das Haus auf einem lehmigen Untergrund, der aufgrund der sommerlichen Dürre geschrumpft ist. Die Sanierungsmaßnahmen bewegen im fünfstelligen Bereich. Unter Umständen droht sogar ein Totalverlust des Gebäudes. Keine Versicherung fühlt sich zuständig. Hat jemand eine Idee, wo die Geschädigten auf Unterstützung hoffen können?


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 12:12 
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Vermutlich bei keiner Versicherung. Mangelhafte Ausführung kann man nicht versichern.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 12:13 
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Da der Untergrund dem Hauseigentümer selbst gehört, wird da kein Dritter zuständig sein. Denkbar aber: durch andere Baumaßnahmen in der (auch weiteren) Umgebung könnten die Grundwasserverhältnisse verändert worden sein. Wenn es allerdings nur der heiße Sommer war, haftet auch da niemand.

Versicherungen: je nachdem welche abgeschlossen sind und was im Vertrag steht.


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 12:27 
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Rolf22 hat geschrieben:
... lehmigen Untergrund, der aufgrund der sommerlichen Dürre geschrumpft ist

Also ganz ehrlich - das ist absurd.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 12:50 
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Nehmen wir einmal den Worst Case an. Bei Hochwasserschäden können die Betroffenen auf Unterstützung der Landesregierung hoffen. Gibt es für unverschuldete Elementarschäden am Haus keine Möglichkeiten, dass man den Betroffenen unter die Arme greift?


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 13:35 
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Und wenn die Ursache nicht die Bodenabsenkung ist, sondern ein Haus einfach nur alt wird und saniert werden muss? Wenn jemand unverschuldet wegen Glatteis sein Auto zu Schrott fährt und kein Geld für ein neues hat? Soll der Staat alles ausgleichen, damit jeder den ein Unglück trifft, seinen Lebensstandart auf dem bisherigen Niveau halten kann?

Siehe auch hier:
https://www.gdv.de/de/themen/news/staat ... ein--31872

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 15:01 
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Rolf22 hat geschrieben:
Nehmen wir einmal den Worst Case an. Bei Hochwasserschäden können die Betroffenen auf Unterstützung der Landesregierung hoffen. Gibt es für unverschuldete Elementarschäden am Haus keine Möglichkeiten, dass man den Betroffenen unter die Arme greift?
Nochmals. Hier handelt es sich nicht um einen unverschuldeten Schaden. Wer ein Haus auf Lehmboden gründet muss letztlich auch die Folgen tragen.
mal ganz abgesehen, dass ich dem hier
Etienne777 hat geschrieben:
Rolf22 hat geschrieben:
... lehmigen Untergrund, der aufgrund der sommerlichen Dürre geschrumpft ist

Also ganz ehrlich - das ist absurd.
Recht gebe.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 15:53 
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Rolf22 hat geschrieben:
Nehmen wir einmal den Worst Case an. Bei Hochwasserschäden können die Betroffenen auf Unterstützung der Landesregierung hoffen. Gibt es für unverschuldete Elementarschäden am Haus keine Möglichkeiten, dass man den Betroffenen unter die Arme greift?

Es handelt sich annehmbar um keinen Elementarschaden. Das Haus wurde weder durch Sturm, Blitzeinschlag, eine abgehende Lawine oder Hochwasser geschädigt. Ursache dürfte schlichtweg Baupfusch oder ein Planungsfehler sein, das sind aber keine Elementarschäden.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 15:55 
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@ktown: Dass der Untergrund lehmig ist, wurde erst jetzt durch Gutachter festgestellt. Der Besitzer wusste nichts davon. Das Haus wurde 1970 gebaut, evtl. Gewährleistungsansprüche dürfte es nicht mehr geben - oder?


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 16:08 
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Rolf22 hat geschrieben:
@ktown: Dass der Untergrund lehmig ist, wurde erst jetzt durch Gutachter festgestellt. Der Besitzer wusste nichts davon.
Es ändert nichts, dass man von der Bodenbeschaffenheit nichts wusste. Gebaut hat man trotzdem auf den Lehmboden. Zweckmäßigerweise macht man das Bodengutachten vor der Erbauung des Hauses bzw. vor dem Kauf eines Grundstücks. Wenn man auf das Bodengutachten verzichtet, lebt man eben mit dem Risiko.

Zitat:
Das Haus wurde 1970 gebaut, evtl. Gewährleistungsansprüche dürfte es nicht mehr geben - oder?
Richtig vermutet, eine Gewährleistung besteht nach 48 Jahren nicht mehr.

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Grüße, Susanne


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 16:41 
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Einziger Ansatz, der aber vermutlich extrem schwer, nach so vielen Jahren, durchsetzbar ist, ist der §634a Abs. 3.
Hierzu bedarf es aber erstens einer guten Aktenlage über die damaligen Bauunterlagen (Verträge, Pläne, Statik und Korrespondenz) und zweitens muss es den damaligen Unternehmer noch geben, drittens einen guten Gutachter der belegen kann, dass der jetzige Schaden daher rührt und viertens viel Zeit und viel Kohle um solch einen Prozess durchzustehen.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 17:19 
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Es ist nicht nachvollziehbar, warum auf dem Lehmboden herumgeritten wird, Lehm gehört nach Fels zu den stabilsten Baugründen überhaupt. Auf Lehm wird regelmäßig gebaut, wenn er als Baugrund nun mal vorhanden ist. Mir sind keine Probleme bekannt, die deswegen bei nach den anerkannten Regeln der Technik gegründeten Häusern auf Lehmboden auftreten würden, das passiert viel eher bei schluffigen Sanden.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 17:58 
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Etienne777 hat geschrieben:
Es ist nicht nachvollziehbar, warum auf dem Lehmboden herumgeritten wird, Lehm gehört nach Fels zu den stabilsten Baugründen überhaupt. Auf Lehm wird regelmäßig gebaut, wenn er als Baugrund nun mal vorhanden ist. Mir sind keine Probleme bekannt, die deswegen bei nach den anerkannten Regeln der Technik gegründeten Häusern auf Lehmboden auftreten würden, das passiert viel eher bei schluffigen Sanden.
:shock: Das sag ich jetzt lieber nix mehr.
Nur soviel. Was kann man mit Lehm machen, wenn er nass wird?

Meinen sie wirklich sowas ist gut für das Gewicht eines Hauses?
Ich zitiere:
Zitat:
Bindig ist ein Boden mit hohem Anteil an Ton oder Lehm (Schluff), der sich unter längerer Druckbelastung verformt. Im Vergleich zu nicht bindigem Boden kann es daher nach Fertigstellung des Bauwerkes noch zu Setzungen und damit Schäden am Gebäude kommen.

Das kann auch noch Jahrzehnte später passieren.

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BeitragVerfasst: 27.10.18, 18:04 
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Hallo,

OT:
ktown hat geschrieben:

Was kann man mit Lehm machen, wenn er nass wird?


WIR machen Ziegelsteine daraus :lol:


MfG

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Alles hier von mir geschriebene stellt meine persönlichGanzFürMichAlleineMeinung dar
Falls in einer Antwort Fragen stehen, ist es ungemein hilfreich, wenn der Fragesteller diese auch beantwortet


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BeitragVerfasst: 27.10.18, 18:10 
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Elektrikör hat geschrieben:
Hallo,

OT:
ktown hat geschrieben:

Was kann man mit Lehm machen, wenn er nass wird?


WIR machen Ziegelsteine daraus :lol:


MfG

OK sie können den Baugrund auch noch in den Brennofen stecken, dann glaube ich Ihnen, dass er zumindestens kein Wasser mehr aufnimmt. Leider hält er dann aber wenig Druck aus. :lachen:

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