Wer muss die Antworten der Gesundheitsfragen nachweisen?

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Andreas-P
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Wer muss die Antworten der Gesundheitsfragen nachweisen?

Beitrag von Andreas-P » 05.11.18, 18:32

Folgende (fiktive) Situation:

Es wird eine Versicherung abgeschlossen, z.b. eine BU.
Natürlich gehören die Gesundheitsfragen dazu....
Nach einigen (vielleicht 8/9/10/11/12) Jahren wird ein Antrag bei der Versicherung gestellt, eine mögliche BU zu prüfen.

Was ist, wenn die Antworten der Gesundheitsfragen der Versicherung nicht mehr vorliegen?

Wessen Problem wird das?
Der Versicherungsnehmer, der die Angabe von bekannten Krankheiten nicht nachweisen kann?
Die Versicherungsgesellschaft, die ein "verschleiern" von Krankheiten nicht belegen kann?

Danke.

Etienne777
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Re: Wer muss die Antworten der Gesundheitsfragen nachweisen?

Beitrag von Etienne777 » 06.11.18, 00:47

Es gibt Versicherungen, zu deren Geschäftsmodell es förmlich zu gehören scheint, unter dem Vorhalt unrichtiger oder unvollständiger Angaben zu Vorerkrankungen die Zahlung im Leistungsfall abzulehnen. Von daher ist es schwer vorstellbar, daß sich eine Versicherungsgesellschaft ausgerechnet der Unterlagen begeben könnte, mit denen es ihr möglich ist, Anträge abzubügeln.

Aber nehmen wir mal hypothetisch den unwahrscheinlichen Fall dennoch an, so wäre es das Problem der Versicherung, wenn sie mangels Unterlagen nicht überprüfen und belegen kann, welche Vorerkrankungen der VN angegeben oder verschwiegen hat. Für den VN würde es genügen, wenn er entsprechend versichert ist und das versicherte Risiko - wie eine BU - eingetreten und nachweisbar ist. Daraus folgt die Verpflichtung für die Versicherungsgesellschaft, zu leisten, es sei denn, sie könnte nachweisen, daß vor Vertragsschluß Vorerkrankungen bestanden, die der VN verschwiegen hat. Für den Nachweis bräuchte die Versicherungsgesellschaft aber die Selbstauskunft zu Vorerkrankungen.
Aus technischen Gründen befindet sich die Signatur
auf der Rückseite dieses Beitrags.

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