Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

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feller
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Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von feller »

Angenommen -
A verkaufe über eine große Plattform Internetauktionshaus [Name geändert] gewerblich Ware an B und nutze das dort angebotene Versandsystem - hier wahlweise - mit dem Verfrachter D.
Er bezahle den Versandschein (EU-Päckchen mit Nachweis) mit dem Zahlungssystem Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert], klebe den ausgedruckten Versandschein auf das Paket und gebe es bei D ab. Dort erhielte er
eine Quittung. Nach einiger Zeit rüge B die nicht erfolgte Lieferung.
Laut einsehbarer Sendungsverfolgung seien die Daten D von A elektronisch gemeldet worden und die Sendung despatched (versendet) worden.
A bemerke nun den Verlust der Quittung der bis 35 Euro versicherten Ware.

Meine Frage:

Kann A anhand der zugänglichen Sendungsverfolgungsdaten und der Zahlung für das Ticket über das Zahlungssystem Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] auch ohne Quittung die Versicherung von D erfolgreich in Anspruch nehmen?
A habe auch noch ein Duplikat des Tickets.

Gruß
Frank

Celestro
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von Celestro »

die Quittung ist der Beweis, das man die Sendung auch wirklich verschickt hat. Keine Quittung, kein Beweis.

ktown
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von ktown »

Die Sendungsverfolgung belegt doch auch, dass die Ware im System des Zustellers bewegt wurde!
Grundsätzlich sollte man aber die ABG des D dazu durchforstern.
Woher soll ein Forum diese AGB kennen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

feller
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von feller »

Die Sendungsverfolgung belegt doch auch, dass die Ware im System des Zustellers bewegt wurde!
Grundsätzlich sollte man aber die ABG des D dazu durchforstern.
Woher soll ein Forum diese AGB kennen.

Die AGB wiesen auf die "Broschüre: Transportversicherung von D" hin.

Dort stünde:
"Zur Schadenbearbeitung sind der Einlieferungsbeleg und geeignete Dokumente zum Inhalt der Sendung und ihrem Wert
einzureichen (z. B. Rechnungen, Quittungen)."

Danach wäre die Sendungsverfolgung, Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] -Bezahlung an D für den Versandschein und Versandscheinkopie ohne Bedeutung, wenn die Einlieferungsquittung fehlt, oder?
Die Sendungsverfolgung belegt doch auch, dass die Ware im System des Zustellers bewegt wurde!
Auch wenn ich in der Logik dieser Meinung folge, frage ich noch einmal : reicht der oben geschilderte Ersatz-Nachweis? Es besteht ja sichtlich keine Einigkeit.

Gruß

Frank

Gaia
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von Gaia »

feller hat geschrieben:
11.01.20, 15:34
Danach wäre die Sendungsverfolgung, Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] -Bezahlung an D für den Versandschein und Versandscheinkopie ohne Bedeutung, wenn die Einlieferungsquittung fehlt, oder?
Gut erkannt.
reicht der oben geschilderte Ersatz-Nachweis?
Nein. Die AGB sind eindeutig. Vielleicht aber doch, weil der Transportdienstleister einen guten Tag hat und sich dem Versender gegenüber in der Hoffnung auf weitere große Umsätze kulant zeigt. Halte ich persönlich zwar für ziemlich ausgeschlossen, aber man weiß ja nie.

feller
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von feller »

Ja, die AGB ist eindeutig? Ist sie aber in diesem Fall wirksam?
Man könnte doch den sogenannten Anscheinsbeweis anführen.
Denn wie sollte die [bezahlte] Fracht sonst in die Sendungsverfolgung gekommen sein?

Gaia
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von Gaia »

feller hat geschrieben:
11.01.20, 18:44
Ja, die AGB ist eindeutig? Ist sie aber in diesem Fall wirksam?
Das kann A natürlich bestreiten und den D verklagen. Ich gehe davon aus, daß A diese Klage verlieren wird und ihn die ganze Angelegenheit damit deutlich teurer kommt als die aktuell in Rede stehenden 35,- €.

Woher kommt eigentlich diese Mentalität, irgendwie zu versuchen, für die eigene Dummheit (Beleg verschlampt und ausgerechnet diese Sendung ist verschwunden) irgendjemand anderes zur Rechenschaft ziehen zu wollen?

feller
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Re: Versandquittung verlegt (durchsetzbarer Versicherungsfall?)

Beitrag von feller »

Woher kommt eigentlich diese Mentalität, irgendwie zu versuchen, für die eigene Dummheit (Beleg verschlampt und ausgerechnet diese Sendung ist verschwunden) irgendjemand anderes zur Rechenschaft ziehen zu wollen?
Es wurde das Ticket (mit Versicherung) bezahlt über Internet-Zahlungs-Methode/Portal [Name geändert] und in der Sendungsverfolgung von D erscheint die Nummer und das Päckchen mit Nachweis ist danach tatsächlich mit der Nummer in den Versand gekommen.
All das steht außer Frage, deshalb wirkt Ihre "Anmerkung" schon befremdlich.
Gruß
Frank

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