Was gilt als bei Gericht anhängig?

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Rechterfrager
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Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von Rechterfrager » 20.11.13, 11:04

Hallo,

gegen eine Behörde läuft eine Klage aus dem Jahr 2013. Mit der Behörde hatte man schon vorher Auseinandersetzungen.

In einer Stellungnahme macht die Behörde bzgl. der vorangegangen Sachverhalte neue Anmerkungen, die evtl. ein Wiederaufgreifen rechtfertigen.

Das einem dies aufgefallen ist, wurde dem Gericht umgehend mitgeteilt.

Reicht das aus, um irgendwann den "alten" Sachverhalt im laufenden Verfahren wiederaufzugreifen oder kann man sogar eine Entscheidung / Beschluss im "neuen" Sachverhalt abwarten,
um danach evtl. Klage auf Wiederaufgreifen der alten Verfahren einzureichen?

Danke für die Hilfe schon jetzt ...

spraadhans
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von spraadhans » 20.11.13, 11:08

Das ist alles zu vage.

Fraglich ist, was für Entscheidungen angegriffen werden sollen und ob etwaige Fristen hierzu schon verstrichen sind.

Rechterfrager
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von Rechterfrager » 20.11.13, 11:24

Weiterhin geht es um das künstlerische Auswahlverfahren an einer Kunsthochschule, die da z.B. generell schreibt:
An der Hochschule XY werden die Bewerber mit großer Sorgfalt
ausgewählt. Es geht nicht nur darum, diejenigen zu identifizieren, die
der Hochschule durch ihren späteren Erfolg zur Zierde gereichen sondern
auch darum, die für das Studium geeigneten und den Anforderungen des
Berufs gewachsenen Personen herauszufiltern. Die Hochschule hat ein
starkes Interesse daran, dass ihre Absolventen nach dem aufwändigen und
kostspieligen Studium in der Branche tätig sein können. Es sollen daher
nur diejenigen ausgebildet werden, die auf die bevorstehenden Konkurrenzkämpfe
im Fernseh- und Filmgeschäft vorbereitet sind, aber gleichzeitig
bereit sind, sich mit langem Atem für ihre Projekte zu engagieren. Den
Bewerbern muss bewusst sein, dass Erfolge im Beruf des Produzenten nllr
schwer zu erreichen sind und dass immer wieder Rückschläge und Durststrecken
zu überwinden sind.
Eine Kunsthochschule darf eine künstlerische Prognose über die Entwicklung des Bewerbers abgeben,
allerdings nicht, ob dieser am Markt besteht oder nicht oder der Schule zur Zierde gereicht ...
Wenn die Zulassung aufgrund außergewöhnlicher künstlerischer Begabung
auch ohne solche Abschlüsse möglich ist, dürfen diese nicht auf
dem Umweg über das künstlerische Eignungsfeststellungsverfahren
substituierend wieder eingeführt werden. Das Risiko des Scheiterns im
Kunststudium (das durchaus wissenschaftliche und "Theorie"-Anteile
hat) wegen solcher Defizite tragen insofern Bewerber und Hochschule
gleichermaßen. Dennoch sind theoretische Prüfungsteile dann zulässig,
wenn und soweit sie im untrennbaren Zusammenhang mit den
künstlerischen Fähigkeiten und Ausdrucksmöglichkeiten stehen, woran
man einen strengen Maßstab anlegen sollte. Dies kann z.B. bei musiktheoretischen
Grundkenntnissen in Studiengängen der Instrumentalmusik
noch anzunehmen sein (sollte aber auch hier bereits zur kritischen
Überprüfung der Feststellungsordnungen und ihrer Anwendungspraxis
Anlaß geben), nicht aber etwa für eine kunstgeschichtliche
Prüfung bei der Zulassung zu einem Studiengang der Bildenden Kunst
oder für die Prüfung von Literaturkenntnissen beim Zugang zu Theaterstudiengängen.
Schließlich geht es um die besondere künstlerische
Eignung als subjektiver Zulassungsvoraussetzung.“ (siehe P. M. Lynen, Kunsthochschulen, HRG-Kommentar, 18. Lfg., August 1997).
Die alten Aufnahmeverfahren sind definitiv verfristet, rücken allerdings durch derartige Bermerkungen in ein anderes Licht.

juggernaut
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von juggernaut » 20.11.13, 13:47

:?:
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

Rechterfrager
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von Rechterfrager » 21.11.13, 10:17

Fakt ist ja, das diese Hochschule ein sehr strenges Auswahlverfahren betreibt.

Die Prüfer dürfen in der mündlichen Prüfung eine "künstlerische Prognose" über den Bewerber in der Eignungsprüfung abgeben.

Gehört es dazu "bevorstehenden Konkurrenzkämpfe im Fernseh- und Filmgeschäft" überstehen zu können.

Das man ein Durchstehvermögen bestitzt, um seine Projekte durchzuziehen, ok, aber die Unabwägbarkeiten des Marktes miteinzubeziehen
halte ich für nicht richtig bzw. für zu weitgehend und damit rechtswidrig.

Kann jemand diese Meinung teilen? :roll:

juggernaut
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von juggernaut » 21.11.13, 10:54

:?: :?: :?:
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von Rechterfrager » 21.11.13, 11:11

:?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?: :?:
Ok, dann bring ich hier auch mal so n Spruch:
Justiz besitzt keinerlei künstlerisches Einfühlungsvermögen!
:lachen:

Den Vertrauensschutz den Studierende an eine Hochschule herantragen lassen wir links oder rechts liegen,
Chancengleichheit gibts nicht und selbstgesetzte Maßstäbe kann die Hochschule nur zur Zierde gebrauchen...
Yeah! Fröhliches Studium... :engel:

PurpleRain
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von PurpleRain » 21.11.13, 11:48

juggernaut hat geschrieben: :?: :?: :?:
Das wird sich auch das involvierte Gericht gedacht haben.
"Das ganze Problem mit der Welt ist, dass Dummköpfe und Fanatiker der Richtigkeit ihrer Sicht immer so sicher, weise Menschen aber so voller Zweifel sind." Bertrand Russel

spraadhans
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Re: Was gilt als bei Gericht anhängig?

Beitrag von spraadhans » 21.11.13, 12:04

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