Straßensperre bei Heizöllieferung

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windalf
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von windalf »

Oder den Bereich eigenmächtig provisorisch absperren mit Mülltonnen/Stühlen o.ä. plus Flatterband und hoffen, dass das Ordnungsamt nicht zufällig vorbeikommt
Es gibt noch die legale Möglichkeit den Bereich mit PKWs der Umzugshelfer zuzuparken...
...fleißig wie zwei Weißbrote
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

sentry
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von sentry »

lottchen hat geschrieben: Ab wann muss man das dann? Ab 30min? Ab 1h? Ab 3h? Ab 12h? Da werden keine Unterschiede gemacht. Verkehrseinschränkung ist Verkehrseinschränkung. Und die ist genehmigungspflichtig. Und die Sondernutzung auch...
Ich kann nicht beantworten, "ab wann" oder ob man überhaupt für diesen Fall tatsächliche eine Sondernutzung oder eine verkehrsrechtliche Anordnung beantragen muss, weil ich es schlicht nicht weiß.
Ich bin der Meinung, dass das Entladen eines Fahrzeuges weder eine Sondernutzung ist, noch einer verkehrsrechtlichen Anordnung hinsichtlich Sperrung oder Umleitung bedarf, weil es sich eigentlich nur um (Falsch-)Parken gem. §12 StVO handelt, für das, wenn es denn unumgänglich ist, eine Ausnahmegenehmigung reichen sollte.

Bei 15 min Standzeit könnte ich den Lieferanten allerdings verstehen, wenn er den Aufwand und die Gebühren spart und eine Verwarnung wegen Falschparkens riskiert...mit guten Aussichten, dass die Ordnungsmacht kulant ist und ihn seine Arbeit machen lässt.
Und für den behinderten fließenden Verkehr ist es ja auch egal, ob die Behinderung genehmigt ist oder nicht.

ktown
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von ktown »

Ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen. Ein Anruf bei Polizei oder Ordnungsbehörde wird vermutlich ins leere laufen, da besagte sich noch nicht einmal sich Richtung KFZ bewegen würden. Grund dafür ist, dass die Lebenserfahrung aufgezeigt hat, dass das Hindernis bei eintreffen nicht mehr vorhanden ist und der Weg umsonst war. :wink:
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fragenfueralle
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von fragenfueralle »

ktown hat geschrieben:....
Man merkt, dass sie solche kurzfristigen Verkehrsbehinderungen noch nie beantragt haben. :wink:
Und das schließen Sie woraus und was hat das mit
fragenfueralle hat geschrieben:Das darf man so annehmen, ....
zu tun, worauf Sie sich scheinbar beziehen?

Die Fußnote besagt:
2) Der Vorlage eines Verkehrszeichenplanes bedarf es nicht
a) bei Arbeiten von kurzer Dauer und geringem Umfang der
Arbeitsstelle, wenn die Arbeiten sich nur unwesentlich auf den
Straßenverkehr auswirken
und befreit nicht von dem Antrag. Allerdings hat hawethie ja schon die Antwort parat, falls im geeigneten Moment die Ordnungsbehörde auf den selbsternannten Hilfspolizisten trifft:
hawethie hat geschrieben:du willst jetz nicht, dass für eine viertelstündige Sperre der Straße ein formelle Umleitung eingerichtet wird, oder? so richtig mit 12 - 15 Schildern, Ankündigung in der örtlichen Presse und und und.....
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ktown
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von ktown »

Hab ich behauptet, dass es keinen Antrag gibt? Nein, ich habe nur hinterfragt, woher der TE das Wissen hat, dass es diesen Antrag nicht gab und sie haben aus dem Sachverhalt was reingedeutet
fragenfueralle hat geschrieben:das darf man so annehmen, da sich der "Empfänger" offenbar genötigt sieht, den Verkehr nach eigenem Ermessen umzuleiten
was wie belegt, vollkommener Quatsch ist. Die Behörde kann einer kurzfristigen Vollsperrung sehr wohl ohne entsprechenden Schilderwald zustimmen.
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Kalex
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von Kalex »

fragenfueralle hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:....
Woher weiß man, dass solch eine Genehmigung nicht vorliegt?
Das darf man so annehmen, da sich der "Empfänger" offenbar genötigt sieht, den Verkehr nach eigenem Ermessen umzuleiten;
So sieht's aus; Annahme richtig!
hawethie hat geschrieben:[...] Eine Bundesstraße wird da sicher anders behandelt, als die kleine Dorfstraße, wo außer Anliegern eh keiner langfährt. Und da ist es durchaus schon mal üblich, dass jemand "ohne Uniform" da steht und Autofahrer auf die Unmöglichkeit, dort langzufahren, informiert.
Es handelt sich um die Dorfhauptdurchfahrtsstraße, die gleichzeitig aufgrund ihrer Enge bereits eine Einbahnstraße ist.
hawethie hat geschrieben:Normalerweise sieht man das "auf dem Dorf" pragmatischer - solange nicht ein Zugereister aus der Stadt die Dorfgemeinschaft aufwiegelt.
Ich lese den Unterton hier durchaus raus und ich begreife allmählich, dass meine Art meine Fragen hier regelkonform, also neutral und möglichst ohne eigene Positionierung in der Sache, zu posten, hier im Forum allgemein nicht gern gesehen wird und dadurch ständig irgendjemand irgendwas in den falschen Hals bekommt.
Und da bisher sich ja auch kein Moderator um den von mir oben gemeldeten Beitrag mit verleumderischem Inhalt von SusanneBerlin zu scheren schien, nehme ich mir jetzt auch mal das Recht raus auf die hier geltenden Forenregeln zu pfeifen; der arme Schlucker, der sich wie'n Depp und mit einem improvisierten Schild oben an den Straßeneingang stellt und möglichst freundlich die Leute auf den Umweg verweisen muss, der bin ich selbst. Ich versuche hier also weder irgendwen im Dorf aufzuwiegeln, noch eine Heizöllieferung rechtlich zu unterbinden - ich habe auch gerne eine warme Wohnung. Ich habe diesmal nur diese Aufgabe übernehmen müssen, weil der Eigentümer/Schwiegervater an dem Tag verhindert war.
Natürlich stellt man sich dann auch erstmal die Frage: "Darf ich das überhaupt?", auch mit dem Wissen, dass letzterer und der Lieferant dies bereits seit vielen Jahren - also seit die Firma offenbar den kleineren Liefertankwagen nicht mehr besitzt - so handhaben und es bisher wohl noch nie Probleme damit gab.

Inzwischen versuche ich es aber eher zu sehen wie sentry, der schrieb:
sentry hat geschrieben:Den gesunden Menschenverstand benutzend, kommt mir das Verhalten des Ölheizers sehr fair und pragmatisch vor. Er stellt sich für die paar Minuten an den Beginn der blockierten Strecke und empfiehlt den Autofahrern eine Ausweichstrecke, wenn sie sich nicht 15 min anstellen wollen. Ist doch nett und wirkt auch irgendwie dem Tatbestand der Nötigung entgegen, wie z.B. beim "Zuparken".
An den rechtlichen Fakten ändert eine persönliche Ansicht aber noch lange nichts.
sentry hat geschrieben:[...] vielleicht sogar bei der Müllabfuhr, wenn der betroffene Streckenabschnitt länger ist als das Grundstück des Ölheizers.
Ja, wenn die Müllabfuhr durch die Straße fährt, dann geht hier was die Durchfahrt angeht 15-20 Minuten auch nichts mehr. Und da macht sich niemand zum Affen und stellt sich hinweisend an den Straßeneingang bis diese ihre Arbeit verrichtet hat.[/quote]
windalf hat geschrieben:Na klar geht das. Du musst halt nur entsprechend lange Leitungen verlegen. Wenn du dir zum Beispiel Beton bestellst (und der LKW nicht bis dahin fahren kann wo das ankomen soll) geht das ja auch. Die Pumpen dir das dann auch über mehrere 100 Meter sonstwohin. Kostet halt nur entsprechend extra...
Interessanter Gedanke, aber davon abgesehen, dass der Lieferant so schon immer ordentlich am Schlauch zu schleppen hat, hast Du nicht bedacht, dass der dann etwa 250m lange Schlauch diverse Zufahrten blockieren würde bzw. PKWs drüber rollen könnten. Das fänd ich nicht i.O..
mit freundlichen Grüßen
Kalex

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ktown
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von ktown »

Kalex hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:....
Woher weiß man, dass solch eine Genehmigung nicht vorliegt?
Das darf man so annehmen, da sich der "Empfänger" offenbar genötigt sieht, den Verkehr nach eigenem Ermessen umzuleiten;
So sieht's aus; Annahme richtig!
und das hat einem der Lieferant so bestätigt?
Kalex hat geschrieben:Inzwischen versuche ich es aber eher zu sehen wie sentry
Ich denke, dass werden viel so sehen. Ärgern tut sich sicherlich jemand. Insbesondere die Autofahrer, die gerade dann dort durch wollen. Aber man kann es mit der Überregulierung auch übertreiben und der Aufwand für diese 15 min wäre um ein vielfaches höher. Da ich viel mit Baustellen zutun habe, kann ich sagen, dass es nie vollumfänglich vermeidbar ist.
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fragenfueralle
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von fragenfueralle »

Kalex hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:
ktown hat geschrieben:....
Woher weiß man, dass solch eine Genehmigung nicht vorliegt?
Das darf man so annehmen, da sich der "Empfänger" offenbar genötigt sieht, den Verkehr nach eigenem Ermessen umzuleiten;
So sieht's aus; Annahme richtig!
Nichtsdestotrotz scheint es ja einen Antrag für erforderliche Straßensperrungen zu geben, s. Link von ktwon.
Hierzu kann ich eine eigene "Erfahrung" aus der Beobachtung beisteuern: bei uns gibt es auf unserer Straße (Tempo30-Zone, keine Einbahnstraße) alle 2 Jahre ein kl. Anwohnerfest, zudem ein Bierwagen mit Biergartengarnituren auf die Straße gestellt werden. Zu diesem Zweck werden am Anfang und am Ende der Straße des betr. Straßenblockes (also nur zw. den nächsten Kreuzungen) je eine rot-weiße horizontale Straßenbarke aufgestellt, ich glaube mit einem Durchfahrts-Verbotsschild für Fahrzeuge aller Art und "Anlieger frei"-Zusatzschild, einfach an die horizontale Sperrbarke aufgehangen. Aufmontierte Blinkleuchten sind m.W. auch noch dran. Die Straße ist zu eng, um eine Durchfahrt irgendwie zu ermöglichen.
Die Ausrüstung steht m.W. schon 1-2 Tage vorher bereit, die Anwohner müssen sie nur noch aufstellen. Wer das liefert oder abholt, weiß ich nicht.
Ich gehe davon aus, dass das alles immer "offiziell" beantragt wurde (es geht ja auch um die Betrachtung von Rettungswegen) und die Anwohner bzw. der Beantragende die Auflage hat/haben, die beantragte Sperrung fristgerecht aufzustellen (ist vormittags) und wieder abzubauen (nachts, zum Ende der Veranstaltung. Kann auch sein, dass die Sperrung bis zum nächsten Morgen bestehen bleiben darf).

So könnte ich mir das auch im Falle der Öl-Lieferung vorstellen, auch wenn das beschriebene ganztägige Anwohnerfest eine andere Hausnummer ist als die 15minütige Lieferung; aber immerhin handelt es sich dort um eine Einbahnstraße, die durch den blockierenden LKW zur Sackgasse würde.

Ich persönlich fände das allerdings schon recht aufwendig für eine 15minütige Sperrung, aber vielleicht gibt es für diesen Fall ja eine deutlich vereinfachte Verfahrensweise. Eine Durchfahrtsstraße zur Sackgasse zu machen kann im ungünsigen Fall für viel Ärger sorgen, Thema Rettungsweg. Ob der priv. Einweiser das ganze rettet, weiß ich nicht. Ich würde bei der Behörde einfach mal nachfragen.

Was das kostet, keine Ahnung; irgendeine Verwaltungsgebühr wird da sicherlich fällig.
ktown hat geschrieben:
Kalex hat geschrieben:
fragenfueralle hat geschrieben:....Das darf man so annehmen, da sich der "Empfänger" offenbar genötigt sieht, den Verkehr nach eigenem Ermessen umzuleiten;
So sieht's aus; Annahme richtig!
und das hat einem der Lieferant so bestätigt?
Ja genau! Kalex, fragen Sie doch mal den Lieferanten, ob die Genehmigung, die ktwon gerne hätte, besagt, er dürfe die Einbahnstraße zu diesem Zeitpunkt der Lieferung zur Sackgasse machen.
Ich glaube nicht daran, dass das so einfach geht. Der TE hätte das sicherlich erwähnt, und dann hätte er hier im Forum seine Frage erst gar nicht stellen brauchen.

Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja für solche Fälle Ausnahmegenehmigungen. Der Lieferant beliefert ja täglich mehrere Adressen, davon werden einige vergleichbare Situationen auftreten.
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sentry
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von sentry »

Wenn man mal ein bisschen durch die FAQ's von Öllieferanten googlet, scheint das Verlegen von 250 m Schlauch (zuzüglich der notwendigen Sicherung/Überfahrbarkeit an Grundstückszufahrten) kaum praktisch realisierbar zu sein. Die meisten Öllieferanten kommen standardmäßig mit 40 m Schlauch, bieten gegen Aufpreis aber natürlich Verlängerungen an. Einige schreiben, dass bei ca. 80 m aber Schluss wäre.
Jetzt kann man noch argumentieren, dass mit Geld und anständiger Technik alles möglich wäre, aber wenn es wirtschaftlich nicht mehr darstellbar ist, ist das müßig, denke ich.
Demnach ist die temporäre Straßenblockade wohl unvermeidbar.

Bleibt nur noch die Frage der rechtlichen Absicherung:
1) verkehrsrechtliche Anordnung mit entsprechender Beschilderung und ggf. Umleitung ähnlich dem Verfahren bei Bauvorhaben (ktown-Link)
2) Sondernutzung beantragen ähnlich Straßenfest
3) Ausnahmegenehmigung für das temporäre Parken im Parkverbot ähnlich wie die Sonderrechte für Müllabfuhr, Post, Einsatzfahrzeuge

Was braucht unser Heizöllieferant?
Ich denke, 3) ist korrekt. Es ist wahrscheinlich auch die billigste Variante, vielleicht um die 30 €.

In jedem Falle bleibt die Verkehrsbehinderung und ggf. der Unmut betroffener Nachbarn und Autofahrer, so dass ich wohl meinem Heizöllieferanten die Nullvariante empfehlen würde...vielleicht verbunden mit dem Angebot, anfallende Buß- oder Verwarnungsgelder zu übernehmen. Ist hier ja keine Rechtsberatung sondern nur ein Internetforum :shock:

freemont
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von freemont »

sentry hat geschrieben:Wenn man mal ein bisschen durch die FAQ's von Öllieferanten googlet, ...

findet man passende Tankwagen:
Xyz Atego - 8,6 T - 4000L

Unser kleinstes Tankfahrzeug mit einem Fassungsvermögen von 4000 L und einem Gesamtgewicht von nur 8,6 T eignet sich besonders für schwer zugängige Lieferstellen. Im Tagesgeschäft ist der Xyz Atego meist mit Dieselkraftstoff unterwegs, um Betriebstankstellen, Landwirtschaft und Baustellen zu betanken. Für letzteres, speziell für Maschinen, verfügt er zusätzlich über eine Kleinabgabe mit automatischer Zapfpistole, eine Sonderausstattung, die bei Kunden sehr gut ankommt. Hierdurch wird das Betanken von Einzelmaschinen sicherer und zeitsparender.
Das kostet aber sicher je Liter mehr, als der 45-Tonner.

Falls da allerdings tatsächlich eine Umleitung eingerichtet wird und Sondernutzungsgebühren, Schildermiete usf. gezahlt werden, wäre der kleine Laster vermutlich sogar die billigere und stressfreiere Lösung.

I.Ü. könnte sich ja jeder Betrieb nicht mehr teuer vom Paketdienst, sondern direkt von Großhändler oder vom Hersteller mit dem 40-Tonner beliefern lassen, weil das billiger kommt. Der Verkehr würde zusammenbrechen.

Es stellt sich die Frage, ob die Sondernutzung überhaupt erlaubt werden muss. Oder ob auf den Klein-LKW verwiesen werden darf. Da droht ein Präzedenzfall mit unabsehbaren Folgen.

lottchen
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von lottchen »

Kalex hat geschrieben: Es handelt sich um die Dorfhauptdurchfahrtsstraße, die gleichzeitig aufgrund ihrer Enge bereits eine Einbahnstraße ist.
Das klingt nicht so als könnte der Verkehr dran vorbeifahren, auch wenn sich ein kleineres Tankauto dort hinstellt. Parken dort überhaupt Autos? Wie breit ist die Straße? Ich kann mir auch schlecht vorstellen dass das das einzige Haus ist welches beliefert wird. Wie machen das die Nachbarn?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

freemont
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von freemont »

lottchen hat geschrieben:
Kalex hat geschrieben: Es handelt sich um die Dorfhauptdurchfahrtsstraße, die gleichzeitig aufgrund ihrer Enge bereits eine Einbahnstraße ist.
Das klingt nicht so als könnte der Verkehr dran vorbeifahren, auch wenn sich ein kleineres Tankauto dort hinstellt. ...

Na ja, früher ging es ja auch anders, so ist es eben billiger:
Für die Betankung des Öltanks beauftragt der Eigentümer eine Firma, die aber bereits seit Jahren keinen Tankwagen mehr besitzt, der klein genug ist um eine Hofauffahrt normaler Größe zu befahren.

ktown
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von ktown »

fragenfueralle hat geschrieben:Ja genau! Kalex, fragen Sie doch mal den Lieferanten, ob die Genehmigung, die ktown gerne hätte, besagt, er dürfe die Einbahnstraße zu diesem Zeitpunkt der Lieferung zur Sackgasse machen.
1. Ich fordere keinen Nachweis. Ich hinterfrage nur den Sachverhalt.
2. Wo ist die Sackgasse wenn der TE doch selbst das einfahren vorher, wie sagen sie so schön, gestikulierend verhindert?
fragenfueralle hat geschrieben:Aber wer weiß, vielleicht gibt es ja für solche Fälle Ausnahmegenehmigungen. Der Lieferant beliefert ja täglich mehrere Adressen, davon werden einige vergleichbare Situationen auftreten.
und letztlich ist es nicht das Problem des Kunden, sondern des Lieferanten/Fahrers. Dies kommt bei jedem Baustoffhändler tagtäglich vor. Es kommt immer wieder vor, dass, trotz Hinweis, der Disponent anstatt eines normalen LKW einen Auflieger beladen lässt und dieser sich beim Kunden mit seinem Fahrzeug abquält.
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fragenfueralle
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von fragenfueralle »

ktown hat geschrieben:...
2. Wo ist die Sackgasse wenn der TE doch selbst das einfahren vorher, wie sagen sie so schön, gestikulierend verhindert?
Die Frage ist doch: darf der TE das?
Dass er das tut ist ja erstmal schön für andere Verkehrsteilnehmer; zweifellos auch pragmatisch.

Und selbst wenn der Lieferant ihm bestätigt, dass er die Einbahnstraße zur Sackgasse machen darf, heißt das noch lange nicht, dass irgendjemand den Verkehr regeln darf.

Ich bin der Überzeugung, dass das alles ungeklärt ist und einfach so gemacht wird.
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Re: Straßensperre bei Heizöllieferung

Beitrag von ktown »

fragenfueralle hat geschrieben:Ich bin der Überzeugung, dass das alles ungeklärt ist und einfach so gemacht wird.
Dem kann ich nur folgendes wiederholen.
ktown hat geschrieben:Ohne das Ergebnis vorweg zu nehmen. Ein Anruf bei Polizei oder Ordnungsbehörde wird vermutlich ins leere laufen, da besagte sich noch nicht einmal sich Richtung KFZ bewegen würden. Grund dafür ist, dass die Lebenserfahrung aufgezeigt hat, dass das Hindernis bei eintreffen nicht mehr vorhanden ist und der Weg umsonst war.
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