Adoption ausländisches Stiefkind - Geburtsurkunde

Moderator: FDR-Team

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teilhalt
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Adoption ausländisches Stiefkind - Geburtsurkunde

Beitrag von teilhalt »

Hallo zusammen,

folgender Sachverhalt: Vater A adoptiert das Kind B seiner Frau. Seine Frau und auch das Kind sind russische Staatsbürger. Für das Kind soll nun nach der Adoption die Geburtsurkunde entsprechend des neuen Namens geändert werden. Problem hierbei:

a) Standesamt Deutschland sagt (irgendwie logisch): Kann ausländische Urkunden nicht ändern/nachbeurkunden
b) Russische Standesamt sagt: Adoption von Personen über 18 Jahren nicht zulässig - Geburtsurkunde wird nicht geändert.

Was kann A nun tun?

Celestro
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Re: Adoption ausländisches Stiefkind - Geburtsurkunde

Beitrag von Celestro »

spontan würde ich die Idee in den Raum werfen ... sich damit abfinden, daß es nicht funktioniert.

teilhalt
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Re: Adoption ausländisches Stiefkind - Geburtsurkunde

Beitrag von teilhalt »

Damit abfinden dass es nicht funktioniert ist keine Lösung. Es stellt sich gerade das Problem das Kind B nun unter dem neuen Namen gemeldet ist, aber sämtliche Dokumente noch auf den alten lauten und nicht wirklich geändert werden können.

Allerdings (ist jetzt für Leute die vor einem ähnlichen Problem stehen) hat sich nach viel gerenne und durchfragen auf Standes-/ und Landratsamt herausgestellt: Kind B benötigt deutschen Pass, dann kann auch die Geburtsurkunde angepasst werden. Ob nun ein Einbürgerungsantrag gestellt werden muss, oder Kind B durch die Adoption von "Amts wegen" nun deutsche Staatsbürgerin geworden ist wird gerade noch geklärt.

Ronny1958
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Re: Adoption ausländisches Stiefkind - Geburtsurkunde

Beitrag von Ronny1958 »

Der Erwerb der deutschen Staatsangehörigkeit durch Annahme als Kind läge nur vor, wenn der zu Adoptierende zum Zeitpunkt des Eingangs des Annahmeantrages bei Gericht das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hatte.

Vgl dazu:
§ 6 StAG hat geschrieben:
Staatsangehörigkeitsgesetz (StAG)
§ 6




Mit der nach den deutschen Gesetzen wirksamen Annahme als Kind durch einen Deutschen erwirbt das Kind, das im Zeitpunkt des Annahmeantrags das achtzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat, die Staatsangehörigkeit. Der Erwerb der Staatsangehörigkeit erstreckt sich auf die Abkömmlinge des Kindes.
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

CDS
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Re: Adoption ausländisches Stiefkind - Geburtsurkunde

Beitrag von CDS »

... ansonsten würde es vermutlich weniger Ehen zu diesem Zweck, und erheblich mehr Adoptionen geben - schon weil mehrere Adoptionen möglich sind.....

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