Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Moderator: FDR-Team

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Anja75
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Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Anja75 »

Hallo,
ich bin verzweifelt, ich benötige einen Rat.
Ich habe bei einer Stadt in Brandenburg für Baumaßnahmen einen Antrag nach Ausstellung einer Bescheinigung nach §§ 7h , 10 f und 11 a des Einkommenssteuergesetzes gestellt. Die Formalien sind alle erfüllt. Es handelt sich um ein Bauvolumen von etwa 70.000 €.
Jetzt bekomme ich von der Stadt den Vorabbescheid, dass aus verschiedenen Gründen fast keine Rechnung anerkannt wird,
Es wird u.a. bemängelt, dass die Rechnungen an den Bauort gegangen sind, ich dort nicht wohne Ferner, dass statt meines Vornamens die Rechnungen an Familie …. adressiert sind.
Ferner wurden PDF- Rechnungen nicht anerkannt. Bons aus dem Baumarkt wurden ebenfalls nicht anerkannt, da daraus der Bauherr nicht ersichtlich ist
Architektenleistungen wurden nicht anerkannt, weil die Stundenzettel fehlen.
Ich halte das alles für reine Schikane. Wie kann ich mich dagegen wehren ?
Ach ja und das Ganze soll fast 700 € kosten
LG anja

Azik
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Re: Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Azik »

Anja75 hat geschrieben: Ich halte das alles für reine Schikane. Wie kann ich mich dagegen wehren ?
Zum Anwalt gehen und die Bescheinigung vor Gericht einklagen.

Anja75
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Re: Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Anja75 »

Ich habe einen Telefontermin mit einem Anwalt morgen. Allerdings wohne ich in Niedersachsen und der Anwalt auch ( also nur Beratung ).Und komischerweise sind die Durchführungsbestimmungen in jeden Bundesland anders.
Das finde ich ja beim Steuerrecht ( letztendlich )auch schon befremdlich.
LG anja

Anja75
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Re: Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Anja75 »

Der Anwalt meint, dass man die Stadtverwaltung aushebeln kann. Letzlich wäre dann das Finanzamt zuständig.
Die Stadt müsse nur bestätigen, dass die vorher im Vertrag vereinbarten Baumaßnahmen stattgefunden haben, was ja anhand der Rechnungen bewiesen wurde.
Der Pingelkram ( Familie oder einzelne Person der Familie als Adressat von Rechnungen, oder Bauort statt Wohnort, sei völlig blödsinnig. )
Hinzu kommt noch, dass dann dire Rechnung für die Bearbeitung der Belege über fast 700 € auch hinfällig wäre (24X28,50 €)
Jetzt bin ich total verunsichert.
LG anja
.

Azik
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Re: Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Azik »

Dann fragen Sie doch beim "zuständigen" Finanzamt nach, welche Bescheinigung oder Bestätigung der Stadt von Ihnen zwingend beigebracht werden muss.

Christian_K
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Re: Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Christian_K »

Anja75 hat geschrieben:Der Anwalt meint, dass man die Stadtverwaltung aushebeln kann. Letzlich wäre dann das Finanzamt zuständig.
Die Stadt müsse nur bestätigen, dass die vorher im Vertrag vereinbarten Baumaßnahmen stattgefunden haben, was ja anhand der Rechnungen bewiesen wurde.
Diese Aussage ist m. M. nach falsch.
Es handelt sich bei dem Bescheid der Gemeinde um einen Verwaltungsakt in Form eines Grundlagenbescheides, an den die Finanzbehörden im Rahmen des gesetzlich vorgegebenen Umfangs gebunden sind (§ 175 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 der Abgabenordnung).
Das Finanzamt wird (max.) die Beträge anerkennen, bei denen die Gemeinde bestätigt, dass sie im Rahmen dieser Baumaßnahme entstanden sind.
M. E. wird nichts anderes übrig bleiben, als die Rechnungen in der von der Gemeinde geforderten Form zu besorgen.
_______________________________________________
LG
Chris

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Anja75
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Re: Bescheinigung nach §§ 7h, 10f durch die Stadt fürs FA

Beitrag von Anja75 »

[quoteM. E. wird nichts anderes übrig bleiben, als die Rechnungen in der von der Gemeinde geforderten Form zu besorgen.][/quote]
Wie soll das denn gehen ? Das ist ja nach z.T. zwei Jahren nicht mehr möglich.

Ich halte die gesamte Aktion für reine Schikane. vor 15 Jahren hatte ich eine ähnliche Geschichte, damals ging es aber nur um 8000 € . Damals wurde ein Kontoauszug nicht als Beleg für die Abbuchung anerkannt, weil er nicht farbig unterlegt war und die Sparkasse damals rot/rosa Kontoauszüge ausdruckte. Offensichtlich war dem Automaten die Farbe ausgegangen. Obwohl mir die Sparkasse damals bestätigte, dass es sich um ein Original-Auszug handelt ( dies auch auf dem Auszug vermerkte, wurde er nicht anerkannt, es ist noch immer die gleiche Sachbearbeiterin !!!!!. Ich habe es damals dann auf sich beruhen lassen, weil ich aus persönlichen Gründen sehr eingespannt war und ich keine Lust, kein Geld und keine Zeit für einen Rechtsstreit hatte. Das ist jetzt anders. Ich habe Zeit.
Lg anja

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