Hund eingezogen

Moderator: FDR-Team

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Lechim
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Hund eingezogen

Beitrag von Lechim »

Hallo,

ich bitte um Rat in folgender Angelegenheit. https://www.forenregelnbeachten.de

Person A überlässt Person B einen Hund(9), wobei Person A absprachegemäß weiterhin Eigentümer bleiben soll.
B Zahlt die Steuern und schliesst auch eine Haftpflichtversicherung für den Hund ab.

Wie im Anhang ersichtlich wird B am 26.04.2019 unmittelbarer Zwang angedroht wenn der angeordnete Maulkorb und Leinenzwang nicht eingehalten wird.
B hält sich aber nicht daran und der Hund springt eine Dame an die Ihren Hund aus Angst auf den Arm genommen hat, und gibt später an ihr Hund wäre gebissen worden, ohne das Verletzungen entstanden seien.


Das Verhalten des B war in jeder Hinsicht suboptimal, keine Frage.
Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen dass es sich wirklich um ein liebes aber etwas unerzogenes Tier handelt, das hochspringen oder anspringen ist tatsächlich ein Problem dem man durch Anleinen hätte gerecht werden können. Leider ist dies nicht erfolgt.
Der Hund ist wirklich sensibel und kann mit Trennungen nicht gut umgehen, das Tier leidet ganz sicher.

Ein Neurologe/Psychiater hat Bescheinigt dass der Hund für B ein wichtiger Bestandteil seines lebens ist und seiner psychischen Verfassung gut tue.

Wie stehen für A oder B die Chancen den Hund wieder zu bekommen?
Wäre die Einziehung des Hundes Legal wenn A der Eigentümer ist?

Was kann man noch tun?

Vielen Dank für die Hilfe. :kopfstreichel:

Froggel
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Froggel »

Ähm – man hat im April letzten Jahres einen Bescheid erhalten und man fragt erst jetzt, was man da machen kann?
Lechim hat geschrieben:
20.02.20, 23:15
Wie stehen für A oder B die Chancen den Hund wieder zu bekommen?
Schlecht. Die Anordnung wurde für fünf Jahre gegen B erlassen. Er wird den Hund also gar nicht wiedersehen. Auch wenn ein Psychologe dem Halter bescheinigt, dass der Hund ihm gut tut, ist das für ein Vergehen unerheblich. Es gab Auflagen und diesen wurde nicht nachgekommen. Das ist nicht nur suboptimal, sondern B ist damit ein vorhersehbares Risiko eingegangen. Dabei ist es auch egal, ob der Hund ansonsten ganz lieb ist. Und wer der Eigentümer ist, dürfte der Behörde allein schon aus dem Grund egal sein, weil der Eigentümer nicht darauf hingewirkt hat, dass B sich an die Auflagen hält. Aber A kann natürlich versuchen, auf die Behörde einzuwirken, dass er die Hündin zurücknimmt. Vielleicht klappt das ja. Trotzdem wird sie dann nicht bei B bleiben dürfen.
Lechim hat geschrieben:
20.02.20, 23:15
Was kann man noch tun?
Hoffen, dass die Hündin in kompetentere Hände abgegeben wird. Es ist nicht per se schlecht für einen Hund, wenn er seinem Besitzer weggenommen wird.
Ich bin kein Jurist.
- alle Angaben ohne Gewähr -

winterspaziergang
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von winterspaziergang »

Lechim hat geschrieben:
20.02.20, 23:15

Das Verhalten des B war in jeder Hinsicht suboptimal, keine Frage.
suboptimal ist eine zu beschönigende Umschreibung für fahrlässig und unverantwortlich.
Jedoch kann ich aus eigener Erfahrung sagen dass es sich wirklich um ein liebes aber etwas unerzogenes Tier handelt, das hochspringen oder anspringen ist tatsächlich ein Problem dem man durch Anleinen hätte gerecht werden können. Leider ist dies nicht erfolgt.
Der Hund ist wirklich sensibel und kann mit Trennungen nicht gut umgehen, das Tier leidet ganz sicher.
das nennt sich nicht sozialisiert und ist für den Hund "suboptimal"
Ein Neurologe/Psychiater hat Bescheinigt dass der Hund für B ein wichtiger Bestandteil seines lebens ist und seiner psychischen Verfassung gut tue.
dann wird B sich jetzt andere Dinge überlegen müssen, die ihm gut tun.

Vielleicht sollte man sich oder auch einen Tierarzt fragen, ob B der psychischen Verfassung des Hundes gut tut
Lechim hat geschrieben:
20.02.20, 23:15
Was kann man noch tun?
sich Froggels Aussage diesbezüglich anschließen

ExDevil67
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von ExDevil67 »

Lechim hat geschrieben:
20.02.20, 23:15
...
Der Hund ist wirklich sensibel und kann mit Trennungen nicht gut umgehen, das Tier leidet ganz sicher.
...
Ein Neurologe/Psychiater hat Bescheinigt dass der Hund für B ein wichtiger Bestandteil seines lebens ist und seiner psychischen Verfassung gut tue.
...
Wie stehen für A oder B die Chancen den Hund wieder zu bekommen?
Und wann wie wo erfolgt durch wen auf welcher Grundlage die Trennung vom Hund?

ktown
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von ktown »

Wann: Vermutlich nach besagtem Vorfall.
Wo: Vermutlich in der Wohnung des B.
Wie: Vermutlich durch Mitarbeiter der zuständigen Ordnungsbehörde.
Grundlage: Ein durch die Ordnungsbehörde ergangener Bescheid.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Celestro
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Celestro »

Lechim hat geschrieben:
20.02.20, 23:15
Der Hund ist wirklich sensibel und kann mit Trennungen nicht gut umgehen, das Tier leidet ganz sicher.
Sind Sie Tierpsychologe, oder woher wissen Sie, dass das Tier mit Trennungen nicht gut umgehen kann?

Lechim
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Lechim »

ExDevil67 hat geschrieben:
21.02.20, 07:23
Und wann wie wo erfolgt durch wen auf welcher Grundlage die Trennung vom Hund?
Soweit ich weiss, war es das Ordnungsamt und die Polizei unter Androhung die Tür einzutreten wenn nicht geöffnet wird.
Die Grundlage ergibt sich aus dem im ersten Beitrag verlinkten PDF.
Geschehen am 20.02.2020 in der Wohnung des B.

ExDevil67
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von ExDevil67 »

Lechim hat geschrieben:
21.02.20, 11:37
Die Grundlage ergibt sich aus dem im ersten Beitrag verlinkten PDF.
Welchem PDF? Da wird nur auf www.forenregelnbeachten.de verwiesen.

Celestro
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Celestro »

ExDevil67 hat geschrieben:
21.02.20, 11:50
Welchem PDF? Da wird nur auf www.forenregelnbeachten.de verwiesen.
Es wurde vermutlich ein Link eingestellt, der gegen die Forenregeln verstieß und daher entfernt wurde.

Tastenspitz
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Tastenspitz »

Jep. Eine Ablichtung des Bescheides der Behörde aus 04/2019, dass Fiffi abgeholt wird.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

Lechim
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Lechim »

"Fiffi" wurde heute freigegeben und kann sobald der Bescheid mit den Auflagen dem Tierheim vorliegt von A abgeholt werden.
Trotzdem vielen Dank für die hilfreichen und ausführlichen Antworten, meine Fragen sind ausreichend beantwortet :lachen:
:ironie:

winterspaziergang
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von winterspaziergang »

Lechim hat geschrieben:
21.02.20, 23:04
"Fiffi" wurde heute freigegeben und kann sobald der Bescheid mit den Auflagen dem Tierheim vorliegt von A abgeholt werden.
Trotzdem vielen Dank für die hilfreichen und ausführlichen Antworten, meine Fragen sind ausreichend beantwortet :lachen:
:ironie:
danke für das update und Gruß an den :christmas
:liegestuhl:

ktown
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von ktown »

Wie schnell sich alles zum guten wendet, wenn man Forenregeln beachten muss und irgendwie die Wunschantwort ausbleibt. :wink:
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

Tastenspitz
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Re: Hund eingezogen

Beitrag von Tastenspitz »

Tja. Die Verwaltung liest hier halt mit und immer wenn einer hier nachfragt, ziehen die den vor und geben ihm seinen Willen. Damit werden Rechtsstreitigkeiten verringert und Kosten gespart. :ironie:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

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