Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

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derrick
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Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von derrick »

Hallo,

ein Pflegeheim eines kirchlichen Trägers in Baden-Württemberg erlaubt wg. Corona derzeit nicht nur keine Besuche und Ausgänge mehr, sondern auch nicht die Abgabe von Sachen (Kleidung, verpackte Nahrungsmittel, Toilettenartikel, Getränke, Süssigkeiten, Kuchen). Besonders was die verpackte Artikel anbelangt bin ich da skeptisch, ob dies statthaft ist, wenn man seinen Angehörigen über viele Wochen hinweg z.B. nicht mal eine Packung Kekse oder Säfte vorbeibringen darf; auch weil die hauseigene Cafeteria zudem geschlossen hat. Meinungen hierzu?

mfg

ktown
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von ktown »

Wenn man davon ausgeht, dass der Virus bis zu 72 Stunden an Oberflächen anhaften können, finde ich diese Vorgehensweise schon berechtigt.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

FM
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von FM »

Was aber eine recht willkürliche Vermutung ist. Und wenn sie stimmen würde, führt sie zu zahlreichen weiteren Problemen (z.B. bei Arzneimittellieferungen, Lieferungen von Lebensmitteln an die Heimküche, Kleidung des Personals ...).

Eine andere Frage wäre, ob die Weitergabe (und ggf. vorherige Desinfektion) von Sachen an die Bewohner zu den vertraglichen Leistungen des Heimes gehört. Das weitgehende Vermeiden von Infektionsrisiken aber wohl schon. Und darauf kann auch der als Empfänger gedachte Bewohner nicht verzichten, da es auch alle anderen betreffen würde.

Alternativ kann man es mit einem Paketdienst senden. Da ist aber auch fraglich, ob der Zusteller bis in das Zimmer des Heimbewohners gehen darf.

hawethie
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von hawethie »

Da ist aber auch fraglich, ob der Zusteller bis in das Zimmer des Heimbewohners gehen darf
nein, darf er nicht.
Er darf es an der Rezeption abgeben, die dann dafür sorgen muss, dass das Paket den Empfänger erreicht.

Zur Ausgangsfrage: ich würde mal bei der Zuständigen Heimaufsicht nach den Auslegungen der Verordnung fragen.
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

PyramSo
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von PyramSo »

ktown hat geschrieben:
01.05.20, 20:05
Wenn man davon ausgeht, dass der Virus bis zu 72 Stunden an Oberflächen anhaften können,
... könnte man das Zeugs einfach 72 h stehen lassen. Für Kleidung, Toilettenartikel und verpackte Lebensmittel sollte das möglich sein, den frischen Kuchen bitte bei mir vorbeibringen ... :mrgreen:
Davon abgesehen hat einerseits bspw. Streeck in seiner Studie in Haushalten von Infektiösen keine reproduktionsfähigen Viren auf den üblichen verdächtigen Oberflächen finden können, andererseits stellen sich Studien mit solchen langen Zeiten meist als Studien mit Laborbedingungen raus, wo das Virus ordentlich Feuchtigkeit mitkriegt, ohne die es nicht überleben könnte.
Schmierinfektion scheint sehr unwahrscheinlich zu sein, Hauptübertragungsweg scheint Tröpfcheninfektion zu sein und das auch hauptsächlich in geschlossenen Räumen, wenn man eine Weile zusammenhockt ...

FM
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von FM »

hawethie hat geschrieben:
01.05.20, 22:48
Er darf es an der Rezeption abgeben, die dann dafür sorgen muss, dass das Paket den Empfänger erreicht.
Quelle?

winterspaziergang
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von winterspaziergang »

derrick hat geschrieben:
01.05.20, 19:31
... Besonders was die verpackte Artikel anbelangt bin ich da skeptisch, ob dies statthaft ist, wenn man seinen Angehörigen über viele Wochen hinweg z.B. nicht mal eine Packung Kekse oder Säfte vorbeibringen darf; auch weil die hauseigene Cafeteria zudem geschlossen hat. Meinungen hierzu?
ja.

Der Träger der Einrichtung spielt wohl keine Rolle, die Überschrift passt nicht, da die Maßnahme befristet sein dürfte.

Man kann auch als Senior ein paar Wochen ohne extra Saft und Kekse auskommen, zumal ja die Ernährung vor Ort weiter laufen dürfte.

Eventuell geht es auch darum, die Anzahl der Besucher, die nicht zu ihrem Angehörigen können, aber dafür "zum Abgeben" vorbei kommen, zu reduzieren.

Chavah
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von Chavah »

Ich gehe mal davon aus, dass die Rezeption derzeit für "Kunden" auch nicht geöffnet ist. Wo sollen die Pakete im Augenblick bitteschön abgegeben werden?

Chavah

Gaia
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von Gaia »

FM hat geschrieben:
03.05.20, 01:14
Quelle?
Eigene Erfahrung. Und falls mit 'Quelle' 'Rechtsgrundlage' gemeint war: Nebenpflicht aus dem Beherbungs- bzw. Mietvertrag.
winterspaziergang hat geschrieben:
03.05.20, 09:46
ja.
Rechtsgrundlage?
die Überschrift passt nicht, da die Maßnahme befristet sein dürfte.
Sehr hilfreicher Hinweis. Aber nun denn: in der Überschrift steht nichts von 'unbefristet'.
Man kann auch als Senior ein paar Wochen ohne extra Saft und Kekse auskommen, zumal ja die Ernährung vor Ort weiter laufen dürfte.
Natürlich kann man das. Überhaupt kein Problem. Zumal ja Alten- und Pflegeheime bekannt sind für das abwechslungsreiche, umfangreiche und qualitativ hochwertige Ernährungsangebot, gerade im Bereich Kekse und Säfte. Das wissen alle ganz genau, die nicht in einem Heim leben müssen.
Eventuell geht es auch darum, die Anzahl der Besucher, die nicht zu ihrem Angehörigen können, aber dafür "zum Abgeben" vorbei kommen, zu reduzieren.
'Eventuell' ist pure Spekulation, für die der Beitrag keine Grundlage bietet. Unabhängig davon wäre das ein organisatorisches Problem, für dessen Lösung nicht die Bewohner zuständig wären.
Chavah hat geschrieben:
03.05.20, 12:32
Ich gehe mal davon aus, dass die Rezeption derzeit für "Kunden" auch nicht geöffnet ist. Wo sollen die Pakete im Augenblick bitteschön abgegeben werden?
Stimmt. Aktuell kommt in solche Heime niemand rein oder raus. Weder Personen noch Sachen.

winterspaziergang
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von winterspaziergang »

Gaia hat geschrieben:
03.05.20, 19:46
winterspaziergang hat geschrieben:
03.05.20, 09:46
ja.
Rechtsgrundlage?
:lol: :lol: :lol: der ist gut!
Empfehle das "ja" in den Kontext der Frage des TE zu stellen. :lol:

Soll ich Ihnen wirklich eine Rechtsgrundlage für das Bejahen der Frage "Meinungen hierzu?" nennen? :lol:
Gaia hat geschrieben:
03.05.20, 19:46
die Überschrift passt nicht, da die Maßnahme befristet sein dürfte.
Sehr hilfreicher Hinweis. Aber nun denn: in der Überschrift steht nichts von 'unbefristet'.
ja, wahnsinnig hilfreich Ihr Hinweis, wenn man gerade das in Frage stellt.
Gaia hat geschrieben:
03.05.20, 19:46
Man kann auch als Senior ein paar Wochen ohne extra Saft und Kekse auskommen, zumal ja die Ernährung vor Ort weiter laufen dürfte.
Natürlich kann man das. Überhaupt kein Problem. Zumal ja Alten- und Pflegeheime bekannt sind für das abwechslungsreiche, umfangreiche und qualitativ hochwertige Ernährungsangebot, gerade im Bereich Kekse und Säfte. Das wissen alle ganz genau, die nicht in einem Heim leben müssen.
Sie werden immer besser! :lol: "qualitativ hochwertige Ernährungsangebot im Bereich Kekse und Säfte" ? Die sind ja so wichtig für die vollwertige Ernährung? Aber die Cafeteria hat das und der Durchschnittsangehörige bringt das grundsätzlich mit? :D
Gaia hat geschrieben:
03.05.20, 19:46
Eventuell geht es auch darum, die Anzahl der Besucher, die nicht zu ihrem Angehörigen können, aber dafür "zum Abgeben" vorbei kommen, zu reduzieren.
'Eventuell' ist pure Spekulation, für die der Beitrag keine Grundlage bietet. Unabhängig davon wäre das ein organisatorisches Problem, für dessen Lösung nicht die Bewohner zuständig wären.
ja und die Lösung für das organisatorische Problem, das- wie Sie Messerscharf erkannt haben eine Vermutung war- obliegt dem Heim. In Zeiten des Seuchenschutzes, in der die Angehörigen ohnehin nicht zu Besuch kommen dürfen, darf das Heim durchaus auch den Zugang der Besucher an sich begrenzen dürfen.
Gaia hat geschrieben:
03.05.20, 19:46
Chavah hat geschrieben:
03.05.20, 12:32
Ich gehe mal davon aus, dass die Rezeption derzeit für "Kunden" auch nicht geöffnet ist. Wo sollen die Pakete im Augenblick bitteschön abgegeben werden?
Stimmt. Aktuell kommt in solche Heime niemand rein oder raus. Weder Personen noch Sachen.
eben, s.o.

hawethie
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von hawethie »

FM hat geschrieben:
03.05.20, 01:14
hawethie hat geschrieben:
01.05.20, 22:48
Er darf es an der Rezeption abgeben, die dann dafür sorgen muss, dass das Paket den Empfänger erreicht.
Quelle?
Betretungsverbot gilt auch für Post- und Paketboten - zumindest finde ich in den Verordnungen keine Ausnahmen.
Hinzu kommt die sog. teleologische Auslegung: Wenn schon Angehörige nicht dürfen, dann erst recht keine Fremden"
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

hawethie
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von hawethie »

Chavah hat geschrieben:
03.05.20, 12:32
Ich gehe mal davon aus, dass die Rezeption derzeit für "Kunden" auch nicht geöffnet ist. Wo sollen die Pakete im Augenblick bitteschön abgegeben werden?
In den Häusern, die ich kenne, ist die Rezeption geöffnet.
Vor allem, da die BewohnerInnen die Häuser ja verlassen und auch wieder betreten dürfen. (Es gibt da Auflagen - würde aber zu weit führen)
Was du nicht willst, das man dir will, das will auch nicht -
was willst denn du.

Evariste
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von Evariste »

Lassen wir mal die DIskussion über "Saft und Kekse" außen vor. Ob es ohne Mitbringsel geht (wie winterspaziergang meint) oder eher nicht (wie der OP meint), ist erst in zweiter Linie relevant. Sondern zunächst einmal muss die EInschränkung begründet werden, bevor man weitere Abwägungen vornimmt.

Jedenfalls gibt es es keine Verordnung, auf die sich die Heimleitung berufen könnte. Auch ist die Handhabung in vielen Heimen anders:
Sehr geehrte Zugehörige,
Sie dürfen zwar aktuell die Bewohner unserer Einrichtung nicht persönlich besuchen, jedoch freuen sich unsere Bewohner sicher über persönliche Aufmerksamkeiten.
Wenn Sie Bilder, Fotos, kleine Geschenke, Wäsche o.ä. für Ihre Angehörigen bei uns abgeben, leiten wir diese zuverlässig am folgenden Vormittag an die Empfänger weiter.
Bitte beachten Sie folgende Regelungen bei der Abgabe um einen reibungslosen Ablauf sicherzustellen: ...
(www.altenheim-senden.de)

Es wäre interessant, wie die Heimleitung das Vorgehen begründet.

FM
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von FM »

hawethie hat geschrieben:
03.05.20, 22:10
FM hat geschrieben:
03.05.20, 01:14
hawethie hat geschrieben:
01.05.20, 22:48
Er darf es an der Rezeption abgeben, die dann dafür sorgen muss, dass das Paket den Empfänger erreicht.
Quelle?
Betretungsverbot gilt auch für Post- und Paketboten - zumindest finde ich in den Verordnungen keine Ausnahmen.
Hinzu kommt die sog. teleologische Auslegung: Wenn schon Angehörige nicht dürfen, dann erst recht keine Fremden"
Die Frage nach der Quelle bezog sich auf den jetzt rot markierten Teil. Soweit ich das WBVG, die Heimgesetze der Länder und die Rahmenverträge nach SGB XI kenne (ohne das jetzt alles noch mal zu durchsuchen), ist diese Leistung dort nicht genannt. Es wäre schon fraglich, ob ein Paketunternehmen das überhaupt ohne weiteres bei jemand anderen als dem Empfänger abgeben darf, das mag sich aber aus den AGB des Unternehmens ergeben. Eine Pflicht für einen Dritten kann daraus aber nicht folgen.

Gaia
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Re: Pflegeheim nimmt keine Sachen mehr an

Beitrag von Gaia »

winterspaziergang hat geschrieben:
03.05.20, 21:56
Empfehle das "ja" in den Kontext der Frage des TE zu stellen.
Ja. Mea culpa.
Sie werden immer besser! :lol: "qualitativ hochwertige Ernährungsangebot im Bereich Kekse und Säfte" ? Die sind ja so wichtig für die vollwertige Ernährung? Aber die Cafeteria hat das und der Durchschnittsangehörige bringt das grundsätzlich mit?
Hätte ich meinen Beitrag tatsächlich mit dem Hinweis 'Achtung! Sarkasmus!' beenden müssen?
ja und die Lösung für das organisatorische Problem, das- wie Sie Messerscharf erkannt haben eine Vermutung war- obliegt dem Heim.
Ach.
In Zeiten des Seuchenschutzes, in der die Angehörigen ohnehin nicht zu Besuch kommen dürfen, darf das Heim durchaus auch den Zugang der Besucher an sich begrenzen dürfen.
Ich mag mich täuschen, aber ich habe m.E. nichts gegenteiliges behauptet.
eben, s.o.
Auch hier hatte ich doch wirklich geglaubt, auf den Hinweis 'Sarkasmus' verzichten zu können. Aber vielleicht gibt es tatsächlich Menschen, die glauben, man könne Pflegeheimbewohnern das Verlassen des Heimes verbieten, die Mitarbeiterinnen würden das Heim seit Wochen nicht mehr verlassen, genauso wie die Wäsche und der Müll, Verbrauchsartikel wären in so ausreichendem Maße vorhanden, daß eine Nachlieferung unnötig sei, die Postzustellung wäre genauso eingestellt wie die medizinische Versorgung etc. pp.

(Ich hoffe, ich habe das Zitier-Chaos richtig aufgelöst)

FM hat geschrieben:
03.05.20, 22:40
Soweit ich das WBVG, die Heimgesetze der Länder und die Rahmenverträge nach SGB XI kenne (ohne das jetzt alles noch mal zu durchsuchen), ist diese Leistung dort nicht genannt.
Muß sie auch nicht. Hatte ich ja bereits erläutert.
Es wäre schon fraglich, ob ein Paketunternehmen das überhaupt ohne weiteres bei jemand anderen als dem Empfänger abgeben darf, das mag sich aber aus den AGB des Unternehmens ergeben.
Puh. Wenn man so gar keine Ahnung vom Leben da draußen hat, kann man natürlich die AGB des einen oder anderen Paketdienstleisters lesen. Man kann sich aber auch im Haus bzw. in der Nachbarschaft umhören, ob die schon mal Paketsendungen für andere Empfänger angenommen haben. Alternativ kann man sich ein Paket schicken lassen und den Zusteller fragen, wie der solche Fälle handhabt.
Eine Pflicht für einen Dritten kann daraus aber nicht folgen.
Darüber kann man sicher diskutieren. Muß man aber nicht. Weil sich die Menschen, die die Rezeption in irgendwelchen Heimen besetzen, grundsätzlich und gerade jetzt ganz sicher keine Gedanken darum machen, ob sie die Pflicht haben, das Paket für Omma Kassulke aus dem dritten Stock, Quergang links, letzte Tür rechts, anzunehmen. Weil sie wissen, daß der Paketbote keine Zeit hat, Omma Kassulke zu suchen und zu warten, bis die ihn gehört hat und zur Tür gekommen ist (und das ggf. bei mehreren Ommas im Haus zu tun) und der deshalb das Paket unter zurücklassen einer Benachrichtigungskarte wieder mitnimmt und Omma Kassulke das Paket irgendwo abholen muß, was nicht unbedingt das ist, was sie als besonders begeisternd empfindet. Anders ausgedrückt: die Menschen an der Rezeption nehmen das Paket einfach an und sorgen dafür, daß es bei Omma Kassulke ankommt. Sind halt keine Juristen, die Menschen dort.

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