Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

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Mary-Anne
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Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

Beitrag von Mary-Anne » 13.05.09, 08:05

Guten Tag Experten,

nehmen wir mal an, ein junger Mann hat Bluthochdruck, der medikamentös behandelt wird.

Weitere Risikofaktoren wie zB Übergewicht bestehen nicht.

Welche Tauglichkeit wird dieser Mann vorraussichtlich bekommen?

Danke und viele Grüße
Liebe Grüße
Mary-Anne

Torstein
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Beitrag von Torstein » 04.08.09, 14:09

Er wird T2.
Hypertonie (selbst medikamentös eingestellte) ist Laut ZDv kein Hinderungsgrund, vom militärischen Dienst ausgeschlossen zu werden. Wenn er keine weiteren schwerwiegenden Krankheiten oder Gebrechen hat (auch frühere), wird er T2.

Mary-Anne
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Beitrag von Mary-Anne » 07.08.09, 09:09

Danke für die Antwort!

Das Problem ist nur, dass die Tabletten nicht richtig anschlagen und der Blutdruck trotz Pillen immer noch zu hoch ist. Laut Ärzten steht jetzt ein langwieriges Stadium als "Versuchskaninchen" bevor, in dem ggf. Kombinationen mit verschiedenen Mitteln ein normaler Blutdruck erreicht werden soll.

Außerdem ist am EKG zu sehen, dass der Blutdruck schon länger bestanden haben muss, denn die linke Seite zeigt eine leichte Vergrößerung.
Liebe Grüße
Mary-Anne

Torstein
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Beitrag von Torstein » 29.08.09, 17:20

Sorry, war länger nicht da.
Die Frage ist echt gut, bin mit meinem Latein ein wenig am Ende. Was ich aber sicher sagen kann ist, dass in diesem Fall folgendes eintreten kann/ wird: Entweder dieser mensch wird als T2 eingestuft und nach seiner Grundausbildung auf einen Schreibtischposten gesetzt. Oder er gehört zu denen, die zwar T2 gemustert, jedoch nicht eingezogen werden.
Für weitere Info's muss ich mich nochmal schlaulesen!

Mary-Anne
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Beitrag von Mary-Anne » 02.09.09, 09:14

Lieber Torstein,

und wieder mal danke für die Antwort! :D

Ich werde aus diesem Prozedere sowieso nicht schlau...

Dieser Mann wird bald 19 und ist noch nicht mal gemustert worden. Nächstes Jahr nach der Schule will er anfangen zu studieren. Man kann doch aber auch nicht beim Amt anrufen und fragen "Entschuldigen Sie bitte, können Sie mir mal sagen, ob SIe ggf. vergessen haben, mich zu mustern?" :lol:

Wie soll man denn da vernünftig planen?

Der Mann hat die Blutdrucksenker inzwischen übrigens abgesetzt, weil sie gar nicht anschlagen. Seine Mutter ist sehr besorgt :cry:
Liebe Grüße
Mary-Anne

spraadhans
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Beitrag von spraadhans » 24.09.09, 07:25

Wurde der junge Mann denn schon gemustert.

Mary-Anne
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Beitrag von Mary-Anne » 24.09.09, 09:52

Danke für die Nachfrage. Das ist hier ja eine super Moderation, danke!

Der junge Mann wurde bis jetzt noch nicht gemustert!
Liebe Grüße
Mary-Anne

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Re: Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

Beitrag von Mary-Anne » 08.05.10, 09:58

Hallo,

der junge Mann hat inzwischen Abi gemacht und das Problem mit dem Bluthochdruck besteht nach wie vor.

Eine Musterung ist immer noch nicht durchgeführt worden, diesen Winter wird er 20 Jahre alt werden.

Er will versuchen, einen Studienplatz zu ergattern. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dann doch noch gemustert und einberufen wird?

Wo kann man sich diesbezüglich schlau machen?

Ich persönlich finde das Vorgehen dieser Behörde sehr seltsam. Warum werden die jungen Männer alle so unterschiedlich behandelt? Ich verstehe die Kriterien nicht, nach denen vorgegangen wird.
Liebe Grüße
Mary-Anne

yamato
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Re: Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

Beitrag von yamato » 10.05.10, 11:28

Also bei mir hat der hohe Blutdruck, allerdings im Zusammenspiel mit deutlichen Übergewicht
zur kompletten Ausmusterung gereicht (T5)
Das war 1991, also zu Zeiten wo noch mehr Leute gezogen wurden als heute, könnte mir also gut vorstellen, dass der Bluthochdruck ausreichen könnte. :oops:
Caedite eos! Novit enim Dominus qui sunt eius

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Re: Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

Beitrag von Mary-Anne » 15.12.10, 08:25

Ich möchte euch gern erzählen, wie die Geschichte ausgegangen ist:

Nachdem er einen Studienplatz bekommen hat und wegen des Studiums umgezogen war, hat er ziemlich bald nach der Ummeldung einen Bescheid zur Musterung erhalten. Gestern war dann der große Tag und man sagte ihm gleich vorab, dass man seinen Antrag auf Zurückstellung abweisen würde, da er sich noch nicht im dritten Semester befände.

Ja spinnen die denn? Erst warten sie mit der Musterung, bis man 20 ist und beginnt zu studieren und dann heisst es "Ätschi-Bätsch"? Das kommt mir wirklich vor wie eine große Verarsche :evil:

Wegen seines Bluthochdrucks (ohne Übergewicht, unklarer Herkunft) wurde er dann schließlich ausgemustert. Bluthochdruck als einzige Diagnose reicht also als Ausmusterungsgrund aus.
Liebe Grüße
Mary-Anne

Ronny1958
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Re: Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

Beitrag von Ronny1958 » 15.12.10, 09:01

Bluthochdruck als einzige Diagnose reicht also als Ausmusterungsgrund aus.

Das ist wohl jetzt der neuen Entwicklung geschuldet:

Seitdem Frau zu Guttenberg ihrem Mann die Arbeit abnimmt und die"Truppe betreuen" hilft, befürchtet man wohl bleibende Schäden bei Hypertonikern :devil:
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

Torstein
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Re: Welche Tauglichkeit mit Blutdochdruck?

Beitrag von Torstein » 16.12.10, 13:20

Ronny1958 hat geschrieben:
Bluthochdruck als einzige Diagnose reicht also als Ausmusterungsgrund aus.

Das ist wohl jetzt der neuen Entwicklung geschuldet:

Seitdem Frau zu Guttenberg ihrem Mann die Arbeit abnimmt und die"Truppe betreuen" hilft, befürchtet man wohl bleibende Schäden bei Hypertonikern :devil:

Verständlicherweise :lol:

Denke mal, da die Wehrpflicht sowieso nächstes Jahr ausgesetzt wird, werden dann nur noch die "kerngesunden" Bewerber genommen. Danke für die Info über den Ausgang der Geschichte! :)
Tastenspitz hat geschrieben: Da will man einmal als Nichtbehinderter diskriminiert sein - und? Wieder nix!

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