Zivildienst umgehen aus Karrieregründen

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m.kostka
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Zivildienst umgehen aus Karrieregründen

Beitrag von m.kostka » 15.05.09, 01:18

Hallo!

Ich habe ein großes Problem.
Ich habe den Kriegsdienst verweigert und wurde dann direkt nach meiner Ausbildung zum Koch (Sommer 08) vom BAZ einberufen. Da ich aber direkt nach der Ausbildung eine Stelle in einem der besten Restaurants in Deutschland bekommen habe, wurde ich mit der Auflage, jetzt schon eine zugesicherte Zivildienststelle für 2010 zu haben, für 2 Jahre, also bis Sommer 2010 aufgeschoben. Nur wenigen Köchen wird je die Chance gegeben in einem solchen Restaurant zu arbeiten und schon garnicht direkt nach der Ausbildung..
Ich möchte 2015 zusammen mit meiner Freundin den Betrieb ihrer Eltern übernehmen und habe also bis dahin nicht mehr viel Zeit noch in anderen Restaurants zu arbeiten und mich weiter zu bilden.
Wenn ich jetzt 9 Monate Zivildienst machen muss komme ich erstens total aus dem Beruf raus und zweitens verbaut die Sache mir die ganze Karriere und meine Planung.

Also suche ich nun nach einer Möglichkeit den Zivildienst zu umgehen.
Es kann doch nicht sein, das bei heutiger Lage des Arbeitsmarktes der Staat sich erlauben kann jungen Menschen ihre Karriere zu versauen. Gerade wo wir so viele Arbeitslose haben..

Vielen Dank im Voraus

Ronny1958
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Beitrag von Ronny1958 » 15.05.09, 06:23

Vielen Dank im Voraus
Bitte, gern geschehen ;)
OT on

So von Hobby- Koch zu angehendem sieben Sterne Träger :

Man kann auch als Zivi in einer Küche eines Altenheimes karrierefördernd eingesetzt werden.

Was man dort an Einfühlungsvermögen lernt , wirkt sich sicherlich geschmacksfördernd für das spätere Wachtelbrüstchen an Himbeergelee aus ;)

OT off
SCNR

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m.kostka
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Beitrag von m.kostka » 15.05.09, 15:03

Ja meine Frage war, ob ich den Zivildienst irgendwie umgehen kann..
evtl durch athest vom arzt...aber wie funktioniert das, weil ich ja schon gemustert bin..
es muss doch irgendwie machbar sein..
es gibt tausende Faulpelze die keinen Bock haben zu arbeiten...die sollten für solche sachen herhalten..

ich weiß, das ich auch in irgendner Krankenhauskantine oder so kochen kann, aber das ist wie wenn man nen angehenden Profirennfahrer ein Bobbycar hinstellt und sagt er soll ne neue Bestzeit aufstellen..sprich, ich könnte auch was anderes machen
ich hab halt nur noch 5 jahre zeit um durchs Land zu ziehen und bei den ganz Großen zu kochen und ich möchte auch noch 1,5jahre ins Ausland um auch dort Erfahrungen zu sammeln

Roni
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Beitrag von Roni » 15.05.09, 16:45

Ja meine Frage war, ob ich den Zivildienst irgendwie umgehen kann..
ersatzweise Katastrophenschutz machen.
evtl durch athest vom arzt...aber wie funktioniert das, weil ich ja schon gemustert bin...
schlecht, was sollte denn in dem Attest stehen ?

gruß roni

kirchturm
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Beitrag von kirchturm » 15.05.09, 16:54

Roni hat geschrieben:was sollte denn in dem Attest stehen ?
"Wenn m.kostka Zivildienst leisten muss, muss er den Löffel abgeben."
:ironie:
Hohle Gefäße geben mehr Klang als gefüllte. Ein Schwätzer ist meist ein leerer Kopf. ([url=http://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Platen]August von Platen[/url])

m.kostka
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Beitrag von m.kostka » 16.05.09, 00:29

gute Frage..was soll in dem Athest stehen..?
irgendwas was eine Nichtheranziehung zur Folge hat...

und die sache mit dem Katastrophenschutz ist doch das selbe wie zivildienst dafür hab ich genausowenig zeit

Roni
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Beitrag von Roni » 16.05.09, 11:34

m.kostka hat geschrieben:gute Frage..was soll in dem Athest stehen..?
irgendwas was eine Nichtheranziehung zur Folge hat...
und was sollte das sein ? Du bist doch tauglich gemustert. Hast du inzwischen irgendeine ernsthafte Erkrankung ( möchte ich eig. nicht hoffen ) :?:
und die sache mit dem Katastrophenschutz ist doch das selbe wie zivildienst dafür hab ich genausowenig zeit
ich fürcht die wirst du dir dann schon nehmen müssen.

Gruß roni

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Beitrag von rockbender » 16.05.09, 11:43

m.kostka hat geschrieben: es gibt tausende Faulpelze die keinen Bock haben zu arbeiten...die sollten für solche sachen herhalten..
Toll und die sollen dann benachteiligt werden, das Sie mal 1 Jahr arbeiten müssen. Die werden dann ja auch unfähr behandelt. :lol:

Roni
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Beitrag von Roni » 16.05.09, 15:32

rockbender hat geschrieben:
m.kostka hat geschrieben: es gibt tausende Faulpelze die keinen Bock haben zu arbeiten...die sollten für solche sachen herhalten..
Toll und die sollen dann benachteiligt werden, das Sie mal 1 Jahr arbeiten müssen. Die werden dann ja auch unfähr behandelt. :lol:
egal, er muss trotzdem den Ersatzdienst ableisten :wink:

kirchturm
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Re: Zivildienst umgehen aus Karrieregründen

Beitrag von kirchturm » 17.05.09, 16:02

m.kostka hat geschrieben:Wenn ich jetzt 9 Monate Zivildienst machen muss komme ich erstens total aus dem Beruf raus und zweitens verbaut die Sache mir die ganze Karriere
Das scheint mir lediglich eine Ausrede zu sein. Hier sieht man einen Sterne-Koch, dem die Bundeswehr nach seiner Ausbildung scheinbar nicht geschadet hat.
Hohle Gefäße geben mehr Klang als gefüllte. Ein Schwätzer ist meist ein leerer Kopf. ([url=http://de.wikipedia.org/wiki/August_von_Platen]August von Platen[/url])

Questor

Beitrag von Questor » 17.05.09, 16:48

m.kostka hat geschrieben:Ja meine Frage war, ob ich den Zivildienst irgendwie umgehen kann..
Wahrscheinlich nicht. Aber Zivi kann man auch beim THW machen. Dort treffen sie sich - ich glaube - einmal im Monat, auf jeden Fall nur Samstags. Mal gucken und mit den Arbeitgebern dann absprechen. THW ist in der Regel morgens bis Mittags, außer wenn eine enorme Katastrophenwelle über das Land rauscht.
Sicher kann man auch die THW-Gruppe wechseln, wenn man z. B. an einem anderen Ort eine Arbeitsstelle bekommt. (Sie wollen ja verschiedene Restaurants ausprobieren)

nordlicht02
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Beitrag von nordlicht02 » 19.05.09, 09:34

m.kostka hat geschrieben:ich weiß, das ich auch in irgendner Krankenhauskantine oder so kochen kann, aber das ist wie wenn man nen angehenden Profirennfahrer ein Bobbycar hinstellt
Ach so. Ihre Kollegen die in Krankenhäusern, Altenheimen etc. pp. täglich ihren Job machen und vermutlich die gleiche Ausbildung genossen haben wie Sie, sind in Ihren Augen "Bobbycar-Fahrer"? Und Sie der angehende "Profirennfahrer"?
Ist beginnender Größenwahn ein Grund für eine Ausmusterung? :mrgreen:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Questor

Beitrag von Questor » 19.05.09, 09:45

nordlicht02 hat geschrieben:
m.kostka hat geschrieben:ich weiß, das ich auch in irgendner Krankenhauskantine oder so kochen kann, aber das ist wie wenn man nen angehenden Profirennfahrer ein Bobbycar hinstellt
Ach so. Ihre Kollegen die in Krankenhäusern, Altenheimen etc. pp. täglich ihren Job machen und vermutlich die gleiche Ausbildung genossen haben wie Sie, sind in Ihren Augen "Bobbycar-Fahrer"? Und Sie der angehende "Profirennfahrer"?
Ist beginnender Größenwahn ein Grund für eine Ausmusterung? :mrgreen:
Diese Aussage finde ich nicht fair. Wenn jemand wirklich das Zeug dazu hat, an die Spitze in seinem Beruf zu kommen, warum muss man ihm den Weg dahin so schwer machen / verbauen?
In der Tat haben wir genügend Looser in der Gesellschaft - die aber trotzdem vom Wehrdienst befreit sind / die nicht einmal eine Aufforderung bekommen - und den ganzen Tag in der Nase bohren.
Da angeblich nicht mehr zu erwarten ist, dass wir in Kürze einen Kriegszustand in Deutschland haben werden, sollte hier eine Abwägung der persönlichen Interessen gegenüber den Staatsinteressen getätigt werden.

Ich denke niemand, der das Procedere der Einberufung / des Zivi-Dienstes kennt, wird mir widersprechen, wenn ich sage, dass die Auswahl mittlerweile in Deutschland ein ziemlich willkürlicher Prozess ist.

Obwohl sich dann doch mal die Frage stellt, ob man diesen Umstand nicht einmal vor das Bundesverfassungsgericht bringt. Einfach nur um feststellen zu lassen, ob die Auswahl so i. O. ist.

nordlicht02
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Beitrag von nordlicht02 » 19.05.09, 10:04

@Questor:
Dem, was Sie schreiben, stimme ich teilweise zu.
Es geht mir auch lediglich darum, dass jemand, unabhängig davon wie gut oder schlecht er ist, sich auf Grund seiner Stelle anmaßt seine Kollegen, die ihren Job nun mal in Krankenhäusern, Altenheimen, Betriebskantinen etc. machen, herabqualifizieren zu müssen. So kam es für mich jedenfalls rüber.
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Questor

Beitrag von Questor » 20.05.09, 18:53

Das habe ich gerade aus einem anderen Thread. Hier geht es um die Frage der Aufgaben des Bundespräsidenten. Unter anderem:
0Klaus hat geschrieben:Hallo,
...
Ernennung Bundesbeamte/Kanzler/Minster/Richter/Soldaten, dabei formelles.......
Ob Sie sich an den Bundespräsidenten wenden könnten?
Im schlimmsten Fall bekommen Sie einen Lacher. Aber vielleicht klappt es ja?

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