Zivildienst: Wie viel Flüssigkeit pro Tag?

Moderator: FDR-Team

abcde
Topicstarter
FDR-Mitglied
Beiträge: 27
Registriert: 10.03.07, 20:06

Beitrag von abcde » 14.10.09, 19:31

ich finde es schade, dass mir keiner helfen kann, sondern nur blöde komentare kommen..........
Hätte gedacht iwer würde sich damit auskennen.....

Dipl.-Sozialarbeiter
FDR-Moderator
Beiträge: 19404
Registriert: 09.12.06, 17:23

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter » 14.10.09, 21:14

abcde hat geschrieben:...
Hätte gedacht iwer würde sich damit auskennen.....
Die hier kennen sich aus. ;-)

questionable content
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 8260
Registriert: 14.02.05, 19:12
Wohnort: Mein Körbchen.

Beitrag von questionable content » 14.10.09, 21:29

abcde hat geschrieben:ich finde es schade, dass mir keiner helfen kann, sondern nur blöde komentare kommen..........
Hätte gedacht iwer würde sich damit auskennen.....
Sie suchen eine auf Basis der von Ihnen zitierten Regelung sachgerechte Lösung, die offensichtlich und simpel ist:

Dann steht die Lösung bereits mehrfach oben. Verdursten wird der Zivi nicht, es sei denn jemand verweigert ihm sogar den Gang zum Wasserhahn, Anspruch auf ein besonderes Getränk an Stelle von Trinkwasser gibts nicht und falls Sie all das nicht gelten lassen wollen, ist die verbleibende Frage völlig simpel:

Wie viel Geld vom Tagessatz wird fürs besagte Essen einbehalten?
Wenn Sie den Wert haben, haben Sie auch gleich einen Richtwert, wie viel von den 2,5 Litern Tagesflüssigkeit zum Mittagessen gezählt werden könnte. Bekommen Sie zum MA weniger zu trinken und verweigert man Ihnen überhaupt auf Anfrage das Leeistungswasser zu der Zeit? Wenn nein, wo ist das Problem?

Und falls Ihnen so eine allgemeine Überlegung nicht reicht und Sie eine verbindliche Rechtsauskunft wollen, hat sich ebenfalls von Anfang an hier im Thread die richtige Lösung gefunden: Fragen Sie bei der Behörde nach und falls Sie sich danach für ungerecht behandelt oder notleidend sehen, klagen Sie halt Ihre zusätzlichen kostenlosen Trinkwassermengen pro Tag ein.
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.

Tastenspitz
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 19399
Registriert: 05.07.07, 07:27
Wohnort: Daheim

Beitrag von Tastenspitz » 14.10.09, 21:49

abcde hat geschrieben:ich finde es schade, dass mir keiner helfen kann, sondern nur blöde komentare kommen..........
Hätte gedacht iwer würde sich damit auskennen.....
Dieser Kommentar ist auch irgendwie mehr als flüssig :evil:
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

pOtH
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 5210
Registriert: 07.03.06, 11:46

Beitrag von pOtH » 14.10.09, 21:56

da ich mir nicht vorstellen kann das A für frühstück, mittag u. abendessen gleich viel geld ausgezahlt bekommt würde ich folgende rechnung vorschlagen.

geld für frühstück, mittag u. abendessen addieren. aus der summe den anteiligen prozentsatz für das mittagessen errechnen u. dann von den 2,5l abziehen.
z.b. frühstück 1,50€, mittagessen 3,00€ u. abendessen 1,50€= 6,00€ am tag u. davon 50% wären 1,25l.

Siranesta
FDR-Mitglied
Beiträge: 49
Registriert: 13.06.06, 15:51

Beitrag von Siranesta » 16.10.09, 11:35

Der Dienstherr hat seine Pflicht erfüllt wenn frei zugängliche Wasserhähne zur Verfügung stehen.
Ein genereller Anspruch auf Saft, Wasser, oder alles was unter den Bereich "Softfrink" (Cola, Fanta) fällt besteht nicht.
Wenn der Zivildienstleistende von sich aus nicht trinkt kann man ihn nicht zu zwingen.
Der Zivildienstleistende könnte seinen Dienstherrn fragen ob er eine 0,75 l Flasche bekommen könnte.
Ein verweis auf den Wasserhahn ist jedoch erlaubt.
Mensch ! Bleib Mensch
Manchmal ist Menschlichkeit eines der besten Gesetze

0Klaus
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 3106
Registriert: 30.12.04, 17:17

Beitrag von 0Klaus » 16.10.09, 15:39

Hallo,

ich hätte nicht gedacht, zu was Behörden alles fähig sind, bis Sie auf diese Richtlinie verwiesen haben / zu finden unter

http://www.zivildienst.org/f/f6alt.htm

Diese Richtlinie ist allerdings wohl veraltet, neu gilt:

http://www.zivildienst.org/f/f6.htm
Der tägliche Flüssigkeitsbedarf (bei mittelschwerer körperlicher Arbeit etwa 2 bis 2,5 l) ist über den Tag verteilt durch Nahrung (z. B. Suppen) und Getränke zu allen Mahlzeiten auszugleichen.
Zur alten Richtlinie gilt:

Wenn Sie eine formal korrekte Antwort wollen: Im Ergebnis steht der Dienststelle ein Beurteilungsspielrau zu, wie viel Flüssigkeit sie für das Mittagessen als angemessen ansieht. Da die Getränke über den Tag verteilt ausgereicht werden sollen, um den Flüssigkeitsbedarf zu decken, kommt es dabei auf die Umstände des Einzelfalls an, insbesondere, welches Frühstück (zB Müsli mit Milch) und welches Abendessen üblicherweise vorgesehen ist. Sie wird sich dabei an die Verpflegung der anderen ZDL orientieren. Wenn also die ZDL mittags alle eine Cola mit 0,3 l bekommen, dann bekommt sie auch der, der nur mittags mit isst.

Die Flüssigkeit ist kein selbstständiger Teil der Nahrungsversorgung, sondern integrierter Bestandteil der dienstlichen Verpflegung. Die Angabe 2-2,5 l ist auch nur ein Richtwert.
mfg
Klaus

Redfox

Beitrag von Redfox » 19.10.09, 09:29

Mir ist irgendwie nicht klar, wie der von Tastenspitz (sogar illustriert), questionable content und Siranesta genannte Wasserhahn in diese Diskussion kommt.

Wird der in den Verwaltungsanweisungen genannt oder gibt es Urteile dazu?

Nach den Verwaltungsanweisungen gibt es "eine ausreichende und ausgewogene Verpflegung".

Ständig Wasser aus dem Wasserhahn könnte möglicherweise der Ausgewogenheit entgegenstehen.

Man mag prüfen, wenn es bisher keine Urteile dazu gibt, ob es sich lohnt, den Rechtsweg zu beschreiten.

Aber wahrscheinlich wird sich das Problem durch Zeitablauf erledigen.

questionable content
FDR-Mitglied
FDR-Mitglied
Beiträge: 8260
Registriert: 14.02.05, 19:12
Wohnort: Mein Körbchen.

Beitrag von questionable content » 19.10.09, 10:40

Nichts gegen minterintelligent-denkfaulen Widerspruch. Er dient oft genug als nützlicher Indikator um zu bemessen, wie wenig Verständnis bei einem Teil derjenigen vorliegt, die sich dennoch zum "mitdiskutieren" befähigt und berufen fühlen.

Nach der x-ten Erläuterung allerdings noch den Glauben aufrecht zu erhalten, die "Anderen" müssten irren, nur weil man selbst immer noch geistig mit dem Thema überfordert ist....könnte etwas gewagt sein.


Die Vorschrift dient der Gesundheitsfürsorge und orientiert sich an militärischer Logistik:

Fürs Militär ist die existentielle Grundversorgung mit Lebensmitteln elementar. Das zentralste Überlebensmittel ist dabei Wasser..und zwar *Trinkwasser*.

Dabei ist "Trinkwasser" aus deutschen Wasserhähnen schon der Natur der Sache nach für diesen Zweck hinreichend. Denn - wie könnte es anders sein - die Zusammensetzung des deutschen Trinkwasser ist natürlich ihrerseits geregelt, damit es sich überhaupt "Trinkwasser" nennen darf.

Und damit wars das. Es gibt in Afghanistan kein Recht auf Geschmack, Farbe, Zucker und Chemie im Getränk, es gibt es nicht für Zivis in Dt. Keiner der verbreiteten Softdrinks, kein Großküchenfrüchtetee - und das ist es, was der TE hier anführt und in der staatlichen Massenverpflegung Standard ist - hat irgendwelche unverzichtbaren und nicht anderweitig aus Nahrung beziehbaren Ernährungbestandteile, die über diejenigen von Trinkwasser hinausgehen.

Die schutzwürdigen Grundinteressen bei der Verpflegung von Zivildienstleistenden und Militärpersonal sind daher im Hinblick auf eine Regelung der täglichen Flüssigkeitsmenge sehr banal:

Es geht darum, einen einheitlichen Richtwert festzulegen, bei dem die Betreffenden nicht Verdursten und nicht Dehydrieren. Und dafür ist Trinkwasser nun einmal per definitionem zugeschnitten.

Alles andere was sich über die üblichen Mineralienspuren im Wasser befindet (vorwiegend um diesem Geschmack zu geben) ist insoweit rechtlich irrelevanter Luxus und fällt nicht mehr unter Wasserversorgung, sondern unter die Regelungen zur *'Ernährung*.
Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.

Siranesta
FDR-Mitglied
Beiträge: 49
Registriert: 13.06.06, 15:51

Beitrag von Siranesta » 19.10.09, 10:41

Ich wollte damit nur sagen, dass der Dienstherr zum Beipsiel auch eine Flasche mit Leitungswasser auf den Tisch stellen kann.

Eine "ausgewogene" Ernährung ist denke ich eine sehr subjektive Geschichte.
Mensch ! Bleib Mensch
Manchmal ist Menschlichkeit eines der besten Gesetze

Antworten