Bauschutt auf Acker abladen

Moderator: FDR-Team

lissy

Beitrag von lissy »

@Flarex
Hast du denn schon etwas unternommen gegen diese Zustände?

Flarex
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Beitrag von Flarex »

unternommen nocht nicht, hatte noch keine zeit dazu. zumindestens nicht in der zeit, in denen die behörde offen hatte.

bilder werde ich morgen mal nachm ansitz machen

juesa
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Beitrag von juesa »

Biber hat geschrieben:
juesa hat geschrieben:Bauschutt ist immer Abfall!
Sagt wer?
Die Legaldefinition für "Abfall" steht in § 3 KrW-/AbfG http://bundesrecht.juris.de/krw-_abfg/__3.html.

Das bedeutet, das alle Sachen, die nicht zielgerichtet hergestellt werden (also kein Produkt sind)
oder Produkte, die nicht mehr für ihren eigentlichen Zweck verwendet werden können / sollen,
Abfall sind.

Zafilutsche
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Beitrag von Zafilutsche »

(1) 1Abfälle im Sinne dieses Gesetzes sind alle beweglichen Sachen, die unter die in Anhang I aufgeführten Gruppen fallen und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muß
Also handelt es sich hierbei eben nicht um Abfälle im Sinne dieses Gesetzes, wenn der Bauer sich nicht dem Füllmaterial entledigen möchte. Ich weiß es ist etwas "Provokant" aber was wäre falsch an diese Interpretation?
edit: Immer vorrausgesetzt es handelt sich um Privatbesitz und es ist kein "Landschaftsschutzgebiet".

Biber
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Beitrag von Biber »

Diese Schlussfolgerung
juesa hat geschrieben:Das bedeutet, das alle Sachen, die nicht zielgerichtet hergestellt werden (also kein Produkt sind)
halte ich für mehr als gewagt, aber das nur am Rande.

Ansonsten korrigiere bzw. ändere ich meine Aussage zu
juesa hat geschrieben:Bauschutt ist immer Abfall!
wie folgt: Und was soll uns das sagen? Abfälle können durchaus Wirtschaftsgüter sein, und bei Bauschutt ist das m.W. regelmäßig der Fall.
[size=75]Das Denken ist zwar allen Menschen erlaubt, aber vielen bleibt es erspart.[/size]
[size=75]Sapere Aude![/size] [size=50](Kant)[/size]

lissy

Beitrag von lissy »

Folglich würde hier am besten das Bayerische Naturschutzgesetz greifen, nach welchem man keine beweglichen Sachen in der Natur zurücklassen darf.
http://by.juris.de/by/NatSchG_BY_2005_Art33a.htm

Korund
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Beitrag von Korund »

lissy hat geschrieben:Folglich würde hier am besten das Bayerische Naturschutzgesetz greifen, nach welchem man keine beweglichen Sachen in der Natur zurücklassen darf.
http://by.juris.de/by/NatSchG_BY_2005_Art33a.htm
ich glaubenicht, ,dass ein bayrisches gesetz in BaWü angewendet werden darf.

karli
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Beitrag von karli »

lissy hat geschrieben:Folglich würde hier am besten das Bayerische Naturschutzgesetz greifen, nach welchem man keine beweglichen Sachen in der Natur zurücklassen darf.
http://by.juris.de/by/NatSchG_BY_2005_Art33a.htm
Ich glaub auch nicht, daß eine Wirtschaftlich genutzte Ackerfläche zur "freien Natur" gehört.
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

lissy

Beitrag von lissy »

karli hat geschrieben:Ich glaub auch nicht, daß eine Wirtschaftlich genutzte Ackerfläche zur "freien Natur" gehört.
In Deutschland besteht das was wir als Natur bezeichnen in der Hauptsache aus wirtschaftlich genutzten Flächen (Kulturlandschaft sozusagen).

karli
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Beitrag von karli »

lissy hat geschrieben:
karli hat geschrieben:Ich glaub auch nicht, daß eine Wirtschaftlich genutzte Ackerfläche zur "freien Natur" gehört.
In Deutschland besteht das was wir als Natur bezeichnen in der Hauptsache aus wirtschaftlich genutzten Flächen (Kulturlandschaft sozusagen).
Hallo Lissy
Sicher befindet sich der Acker in der Natur. Ich denke halt, daß die volkstümlich herrschende Ansicht von Natur etwas umfangreicher ist, als das Gesetz es bestimmt.
Möglicherweise findet sich im Bundesnaturschutzgesetz (§§18+19) eine Formulierung die das Lagern von Bauschutt auf dem Acker untersagt.
Ich meine, daß der Acker sich in einem Naturschutzgebiet o.ä.(siehe Abschnitt 4 BNatSchG) befinden müsste , damit das von dir verlinkte Gesetz anwendbar wäre.
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
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Volker13

Beitrag von Volker13 »

Achtung Meinung!

Die gesamte Diskussion läuft aus dem Ruder. Der Landwirt darf zunächst auf seinem Grund und Boden doch Bauschutt lagern. Was spricht denn dagegen, wenn weder der Boden noch Gewässer verunreinigt werden?

Kann das mal jemand erklären?

Nur weil jemand sich fast die Füße bricht, weil er sich auf Gelände befindet, wo er ja gar nichts zu suchen hat, heißt das doch noch lange nicht, dass dort etwas falsch gemacht wird.

Flarex
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Beitrag von Flarex »

voler13, hast du die gesamten beiträge gelesen? anscheinend nicht, ich hatte geschrieben, dass er den grünweg, der auf jeder karte als solcher eingezeichent ist, einfach umgepflügt hat. das war der weg der zur kanzel geführt hat, insofern habe ich das recht auf diesem Gelände zu laufen, selbst wenn ich da nicht jagen würde.

also das nächste mal bitte erst lesen, dann posten

Volker13

Beitrag von Volker13 »

Jetzt mal ganz langsam. Wenn der Weg, der angeblich auf jeder Karte eingezeichnet ist, dem Landwirt ebenfalls gehört, dann kann er diesen auch umpflügen. Schließlich ist es sein Eigentum. Es sei denn er hat dies einer Jagdgenossenschaft bereitgestellt.

Was ist denn jetzt das Problem. Die Nutzung des Weges oder die Schuttabladung?

Biber
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Beitrag von Biber »

Flarex hat geschrieben:ich hatte geschrieben, dass er den grünweg, der auf jeder karte als solcher eingezeichent ist, einfach umgepflügt hat.
Ich habe jetzt den Thread nochmal überflogen und kann diese Aussage nirgends finden. Könnten Sie freundlicherweise Datum und Zeit des entsprechenden Beitrages nennen? Und dann in dem Zusammenhang auch gleich diesen Satz
Flarex hat geschrieben:darf ein Landwirt auf seinem Acker Bauschutt abladen?
erklären?
Flarex hat geschrieben:das war der weg der zur kanzel geführt hat
Aber wohl nicht unbedingt immer:
Flarex hat geschrieben:um zu den ansitzeinrichtungen zu kommen, muss man manchmal über dem seine äcker laufen...
Abgesehen davon begründet ein Hochsitz m.E. kein Wegerecht.
Flarex hat geschrieben:insofern habe ich das recht auf diesem Gelände zu laufen, selbst wenn ich da nicht jagen würde.
Sagt wer?
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juesa
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Beitrag von juesa »

Biber hat geschrieben:Abfälle können durchaus Wirtschaftsgüter sein, und bei Bauschutt ist das m.W. regelmäßig der Fall.
Das ist richtig. Es setzt aber voraus, das auch eine ordnungsgemäße Verwertung erfolg. (s.u.)
Volker13 hat geschrieben:Der Landwirt darf zunächst auf seinem Grund und Boden doch Bauschutt lagern. Was spricht denn dagegen, wenn weder der Boden noch Gewässer verunreinigt werden?
Er darf das Marterial vorübergehend dort lagern, wenn er es anschließend ordnungsgemäß verwertet, also z.B. zur Anlage oder Verbesserung von Wirtschaftswegen verwendet.
Wenn der Bauschutt dauerhaft dort bleibt, oder einfach untergepflügt wird, ist das eine Ablagerung - und die wäre illegal.

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