Photovoltaik

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windalf
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Photovoltaik

Beitrag von windalf » 27.01.12, 11:14

Keine Ahnung in welches Forum das gehört. Ich packe es mal hier rein...

Es ist ja so, dass folgendes gilt...
EEG hat geschrieben: § 6 Technische Vorgaben
(1) Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber sowie Betreiberinnen und Betreiber von KWK-Anlagen müssen ihre Anlagen mit einer installierten Leistung von mehr als 100 Kilowatt mit tech-nischen Einrichtungen ausstatten, mit denen der Netzbetreiber jederzeit
1. die Einspeiseleistung bei Netzüberlastung ferngesteuert reduzieren kann und
2. die jeweilige Ist-Einspeisung abrufen kann.

(2) Anlagenbetreiberinnen und Anlagenbetreiber von Anlagen zur Erzeugung von Strom aus sola-rer Strahlungsenergie
1. mit einer installierten Leistung von mehr als 30 Kilowatt und höchstens 100 Kilowatt müssen die Pflicht nach Absatz 1 Nummer 1 erfüllen,
2. mit einer installierten Leistung von höchstens 30 Kilowatt müssen
a) die Pflicht nach Absatz 1 Nummer 1 erfüllen oder
b) am Verknüpfungspunkt ihrer Anlage mit dem Netz die maximale Wirkleistungseinspeisung auf 70 Prozent der installierten Leistung begrenzen.
Anlagenbauer/-installateure bieten ja nun überwiegend der Einfachheit halber an, sinnfrei den Wechselrichter auf 70% zu begrenzen. Sinnvoller wäre es vermutlich nicht mehr als 70% einzuspeisen und den Rest selbst zu verbrauchen statt am Wechselrichter oder wo auch immer innerhalb der Anlage zu verheizen aber echte Lösungen am Markt gibt es dafür ja noch nicht...

Verstehe ich die Regelung dahingehend eigentlich richtig, dass man prinzipiell auf der "Nordseite des Daches" stumpf noch ein paar Ramschmodule installieren lassen könnte. Die Mehrkosten dürften aj ein Witz sein aber die "theoretische" Wirkleistungseinspeisung der Anlage würde in die Höhe schnellen und man könnte leicht die 70% Regelung aushebeln... Ist meine Interpretation der Regelung richtig oder ist irgendwo vorgeschrieben, dass man ein Norddach nicht mit Photovoltaik eindecken darf?
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Rubin

Re: Photovoltaik

Beitrag von Rubin » 27.06.12, 13:43

Soweit ich weiß kannst du auch auf die Nordseite Module packen, nur bringen die so wenig Ertrag, daß sich das Ganze vermutlich nie amortisieren wird?! Meinst du wirklich, das lohnt sich? Wie sind denn derzeit die Marktpreise bzw. verglichen dazu die Ramschpreise? Spiele ja auch mit dem Gedanken, sobald der BSV fällig ist, PV aufs Dach zu packen.

Warum willste dich denn drumherum Mogeln?

Ansonsten find ich Eigenverbrauch durchaus sinnvoll. Wie hoch wäre denn die Einspeisevergütung für dich aktuell bzw. ist ja wohl noch nicht fertig.

Was hast Du denn installiert bzw. was ist geplant? Wie hoch fällt rechnisch dein Ertrag aus?

hws
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Re: Photovoltaik

Beitrag von hws » 27.06.12, 15:05

Rubin hat geschrieben:Soweit ich weiß kannst du auch auf die Nordseite Module packen, nur bringen die so wenig Ertrag, daß sich das Ganze vermutlich nie amortisieren wird?!
Er will zusätzlich 30% "nutzlose" Billigmodule installieren, Dann hat er 130% seiner vorherigen als Nennleistung. Und die max 70% erlaubte Einspeisung entsprechen seiner tatsächlichen 100% möglichen Leistung seiner "guten" Module. Er kann also 100% der erzeugten Leistung einspeisen (und bezahlt bekommen)
[ich weiss, dass korrekterweise (100 + 30%)-30% nicht wieder 100 ergeben korrekterweise 91 - aber zum einfacheren Rechnen.]

Rubin

Re: Photovoltaik

Beitrag von Rubin » 27.06.12, 15:25

Aber die Differenz Einspeisevergütung - Bezug muß sich ja erstmal über den Kauf der Module amortisieren, ich denke da geht es um Eurocentbeträge - daher die Frage nach der Vergütung, Anlagengröße und geschätztem Ertrag sowie der Anlagenkosten bzw. Kosten der Module.

hws
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Re: Photovoltaik

Beitrag von hws » 27.06.12, 15:51

Rubin hat geschrieben:Aber die Differenz Einspeisevergütung - Bezug muß sich ja erstmal über den Kauf der Module amortisieren,
DAS hat er ja nicht gefragt. Und dass Windalf leidlich rechnen kann, hat er bewiesen.

Nur hat er halt teilweise so spitzfindige Ideen, dass er sich diebisch freut, dem EVU eins ausgewischt zu haben. (Ätsch, ich hab doch 100% eingespeist. :devil: ) Die Amortisation überlegt man sich später (oder nie).

windalf
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Re: Photovoltaik

Beitrag von windalf » 28.06.12, 00:51

Ätsch, ich hab doch 100% eingespeist.
Genauso ist es :mrgreen: ... Es geht nur darum die Regel legal zu torpedieren

Ich habe mir das Zeug noch zur alten Regel noch aufs Dach packen lassen. Das mit den 100% ist sowieso nur selten zu erreichen. 70% heißt ja nicht, dass nur 70% eingespeist werden, sondern das maximal 70% der Wirkleistung der Anlage eingespeist werden dürfen. Daher verliert man wohl nur ca 5%. Je nach Wetter.
Bei richtig gutem Wetter macht die Anlage so 20 EUR am Tag. Bei richtig schlechtem Wetter bestefalls einen EUR...

Nachdem ich jetzt weiß wie das geht würde ich das nächste Mal den Großteil selbst machen und nur die Dachdecker auf dem Dach rumhüpfen lassen. Dann kann man sich die Anlage auch für 65% des Preises installieren...
Warum willste dich denn drumherum Mogeln?
Wiso mogeln. Ich lote die Grenzen des Legalen aus.
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Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

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Re: Photovoltaik

Beitrag von hws » 28.06.12, 07:32

windalf hat geschrieben:.. Ich lote die Grenzen des Legalen aus.
Das scheint oft ihr zentraler Gedanke zu sein :devil: .
Auch, wenn ich bei ihren Überlegungen manchmal :twisted: :roll: arghh :shock: denke, manchmal kommt bei Querdenkern Erstaunliches raus. :liegestuhl: (leichte Aufmunterung)

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Re: Photovoltaik

Beitrag von windalf » 29.06.12, 09:28

Das scheint oft ihr zentraler Gedanke zu sein
Um das "Spiel des Lebens" spielen zu können, muss man ja irgendwie auch die Regeln kennen um sich entscheiden zu können ob man legal spielt oder bescheißt. Die Regeln werden einem aber nicht hinreichend erläutert. Daher frage ich halt gerne nach... :wink:
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Re: Photovoltaik

Beitrag von Ronny1958 » 29.06.12, 10:37

An "richtiger Stelle" könnte windalfs Phantasie durchaus einen Gewinn darstellen.

Schon mal über eine politische Karriere nachgedacht?
Das Bonner Grundgesetz ist unverändert in Kraft. Eine deutsche Reichsverfassung, eine kommissarische Reichs-Regierung oder ein kommissarisches Reichsgericht existieren ebenso wenig, wie die Erde eine Scheibe ist. (AG Duisburg 26.01.2006)

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Re: Photovoltaik

Beitrag von Para-Graf » 29.06.12, 10:43

Sinnvoller wäre es vermutlich nicht mehr als 70% einzuspeisen und den Rest selbst zu verbrauchen statt am Wechselrichter oder wo auch immer innerhalb der Anlage zu verheizen aber echte Lösungen am Markt gibt es dafür ja noch nicht...
Ich lote die Grenzen des Legalen aus.
Vielleicht sollte man die Grenzen des Machbaren ausloten und z.B. das "Verheizen" dazu nutzen, z.B. die Warmwasser/Heizungsversorgung zu unterstützen oder ähnliches. Für den Aufwand und das Geld, dass eine "Blinderweiterung" der Anlage bedeutet, um 100% der derzeitigen Installation einspeisen zu können kann man sicher auch eine technische Lösung für das eigentliche Problem finden, nämlich den Mehranteil sinnvoll selbst zu verwenden. Ich bin eben eher Techniker und denke mehr in diese Richtung :oops:

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Re: Photovoltaik

Beitrag von windalf » 29.06.12, 11:12

Schon mal über eine politische Karriere nachgedacht?
Ich bin für eine politische Karriere völlig ungeeignet. Ich würde immer direkt sagen was ich denke (und nicht was andere hören wollen) und das wollen 90% nicht hören.
Vielleicht sollte man die Grenzen des Machbaren ausloten und z.B. das "Verheizen" dazu nutzen, z.B. die Warmwasser/Heizungsversorgung zu unterstützen oder ähnliches.
Ist in Arbeit. Bisher ist das mit den Speicherlösungen allerdings noch recht arm...
Anlage bedeutet, um 100% der derzeitigen Installation einspeisen zu können kann man sicher auch eine technische Lösung für das eigentliche Problem finden, nämlich den Mehranteil sinnvoll selbst zu verwenden.
Das Problem an den Dingern ist ja die produzieren genau dann diesen Mehranteil, wenn du gerade alles musst aber nicht heizen. Bestenfalls für Brauchwasser geeignet aber der Mehranteil ist ja bei ne 10 KW Anlage gerade mal bestenfalls 500 kWh im Jahr und das sehr punktuell. Da findest du nix was sich nur ansatzweise rechnet...

Und so etwas wie Smart Grid oder wovon die alle sprechen ist ja auch totale Zukunftsmusik. Als ob ich ansteuern könnte, dass meine Tiefkühltruhe immer nur dann kühlt wenn mehr als Energiemenge x pro Zeiteinheit produziert wird (oder zur Sicherheit über y Grad liegt)... Von so etwas ist man noch weit entfernt. Könnte man selber bauen ist dann aber absolutes Hobbyprojekt ohne ansatzweise wirtschaftlichen Nutzen...
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Re: Photovoltaik

Beitrag von hws » 29.06.12, 12:23

Para-Graf hat geschrieben:.. und z.B. das "Verheizen" dazu nutzen, z.B. die Warmwasser/Heizungsversorgung zu unterstützen ...
Geht bei Heißwasser. Heizen kann man nicht "auf Vorrat" (oder nur begrenzt mit Wärmespeichern)
Zum zweiten ist das kein technisches Problem des Wirkungsgrades sondern der Politik.

Der Fotovoltaikbesitzer speist möglichst alle selbst erzeugte Energie in das Netz ein und das, was er braucht, bezieht er von den Stadtwerken.
Was soll der Blödsinn, den Strom über den einen Zähler ins öffentliche Netz einzuspeisen und sofort über den zweiten Zähler wieder abzunehmen? :roll: Der Trick ist die politisch gewollte geförderte alternative Energie. Für den eingespeisten Strom gibt es wesentlich mehr Geld, als für den entnommenen Strom.
Würde ich es können und dürfen, würde ich Strom aus dem Netz entnehmen und sofort wieder einspeisen. Millionär in 12 Monaten - oder so.

Und die Differenz zahlt der Stromkunde / Steuerzahler :cry:
Noch dazu, wenn Strombedarf und alternative Erzeugung zeitlich differieren.
Wann muss man heizen? - im Winter.
Und wann läuft die Fotovoltaikanlage auf Vollgas? - im Sommer. (ok, da laufen die Klimaanlagen :wink: )

hws

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Re: Photovoltaik

Beitrag von windalf » 29.06.12, 13:48

Für den eingespeisten Strom gibt es wesentlich mehr Geld, als für den entnommenen Strom.
Das gilt nur für die Vergangenheit. Aktuell ist man ja eher pari und es wird immer attraktiver selbst zu verbrauchen als einzupeisen...
Würde ich es können und dürfen, würde ich Strom aus dem Netz entnehmen und sofort wieder einspeisen. Millionär in 12 Monaten - oder so.
Das ist nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist doch, dass der Strom nicht dann erzeugt wird, wann er gebraucht wird... Die kWh wird so sicher schenll teurer wie das Amen in der Kirche. Durch zukünftige Inflation und Energiewende ist zu erwarten, dass die EVU das zukünftig vielleicht gar nicht völlig Scheiße finden Strom billig (wenn auch zur unpassenden Zeit) einkaufen zu können. Was sind schon 50 Cent Einspeisevergütung wenn die kWh nen EURO kostet... Und die 50 Cent bekommen ja die wenigsten...
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