Nicht zugelassene Vet.-Medikamente

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winterspaziergang
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Re: Nicht zugelassene Vet.-Medikamente

Beitrag von winterspaziergang »

Oktavia hat geschrieben:
15.11.20, 00:03
Man braucht für die Studie ja erkrankte Katzen.
nö, erstmal nicht... und und noch ein Hinweis, wieso Laienstudien und deren Ergebnisse nutzlos sind
Oktavia hat geschrieben:
15.11.20, 00:03
Es ist nicht so leicht diese gezielt zu infizieren so dass vermutlich Katzen aus dem Felde genutzt werden müssen. Das bedeutet aber dass Leute ihre erkrankten Katzen zur Verfügung stellen. Jedenfalls gabs Anfragen nach diesen Katzen. Wer macht sowas? Da gibts sicher nur wenige. Gut, wer sich das selbst behandeln nicht zutraut hätte so eine 50% Chance...
Sie haben keine Ahnung, was eine Doppelblindstudie ist, richtig?
Oktavia hat geschrieben:
15.11.20, 00:03
Tja, Corona ist in allen Varianten ein Blödmann. Aber hätte man mehr zum felinen Coronavirus geforscht wären wir eben in der Forschung schon viel weiter und würden auch davon profitieren. Die Erkrankung ist dem humancorona in den Auswirkungen schon ähnlich. Aber das ist nichts für ein Rechtsforum :engel:
:roll: wird immer besser. Sie revolutionieren am Ende die Forschung mit nie geahnten Ideen, auf die keiner der renommierten Wissenschaftler je gekommen ist :ironie:

:liegestuhl:

Oktavia
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Re: Nicht zugelassene Vet.-Medikamente

Beitrag von Oktavia »

FM hat geschrieben:
15.11.20, 00:15
Vielleicht haben die auf solche Viren spezialisierten Pharmazeuten im Jahr 2020 einfach keine Zeit dafür, sich um Katzen oder Fledermäuse zu kümmern.
Stimmt, das kann ich mir vorstellen :wink: Da die Katzenstudie aus Amerika aber 2019 war, wären die Ergebnisse weiterer Forschung in 2020 ggf interessant gewesen.
winterspaziergang hat geschrieben:
15.11.20, 00:27
Sie haben keine Ahnung, was eine Doppelblindstudie ist, richtig?
Äm doch... du konntest aber meinem Gedankengang nicht folgen? :D Bei einer Studie zum Katzencorona benötigt man um valide Aussagen treffen zu können z.B. 100 Katzen ohne weitere Erkrankungen die an FIP erkrankt sind. Die werden in zwei Gruppen eingeteilt eine erhält das Medikament eine ein Placebo. Weder die Behandler noch die Katzen (Halter) wissen ob sie das Medikament oder das Placebo bekommen.
winterspaziergang hat geschrieben:
15.11.20, 00:27
nö, erstmal nicht... und und noch ein Hinweis, wieso Laienstudien und deren Ergebnisse nutzlos sind
Wenn das Design der Studie darauf angelegt ist herauszufinden ob das Medikament gegen die Erkrankung wirksam ist wäre das aber sinnvoll. Natürlich könnte man auch erproben ob es bei menschlichem Fußpilz hilft :roll:
Ich meinte mit der auch keine Laienfeldstudie sondern eine Feldstudie unter Beobachtung von z.B. Veterinären. Das Sammeln und Auswerten der Daten (Blutuntersuchungen...) läuft ja sonst auch nicht anders bei Feldstudien.
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Chavah
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Re: Nicht zugelassene Vet.-Medikamente

Beitrag von Chavah »

Vielleicht mal etwas Aufklärung, wenn auch off topic: für die Zulassung eines neuen Medikaments, einerlei ob für Tiere oder Menschen, macht man nicht so einfach mal einen Feldversuch, und dann klappt es. Da werden Tiere unter ganz bestimmten Bedingungen gehalten, über die Art und Weise der Durchführung der Tests entscheidet auch eine Ethik-Kommission. Als vor einigen Jahren endlich ein wirksames Medikament gegen die Nierenschwäche bei Katzen auf den Markt kam, da hat der Arzneimittelkonzern über Jahre geforscht und experimentiert mit einem Stab von Ärzten, Pharmazeuten, medizinischen Dokumentaren. Allein die Ergänzung des Beipackzettels eines Medikaments für Schweine um einen Satz (ist auch für trächtige Sauen geeignet) konnte erst nach über sechs Monaten intensiver dokumentierter Forschungsarbeit erfolgen.

Also, ein "wir machen mal rasch einen Feldversuch," das läuft so nicht. Dass die klassischen Regeln bei Covid 19 gebrochen bzw. verkürzt wurden, das hat doch sehr spezielle Gründe.

Chavah

Oktavia
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Re: Nicht zugelassene Vet.-Medikamente

Beitrag von Oktavia »

Chavah hat geschrieben:
19.11.20, 16:14
Da werden Tiere unter ganz bestimmten Bedingungen gehalten, über die Art und Weise der Durchführung der Tests entscheidet auch eine Ethik-Kommission.
Die Uni München plant eine Studie und suchte dazu infizierte Katzen. Mein Tierarzt, schon lebensälter und sehr erfahren vermutete hinter der Selbsthilfegruppe eine illegale Feldstudie weil das Vorgehen so professionell ist. Es werden Blutbilder (6x in 6 Monaten) gesammelt, es muss vorab eine eindeutige Diagnose geben. Es gibt genaue Anweisungen welche Medikamente noch gegeben werden dürfen ebenso Fütterungsanweisungen und die genaue Dosis wird berechnet incl Anpassung während der Behandlung. Dafür zahlt man nicht! Unter den Herstellern ist sogar einer der grade schon weit ist bei der Covid19 Impfung.
Naja, egal, das Medikament scheint zu wirken, die Besitzer machen sich strafbar.... Einfach relaxen und freuen.
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Chavah
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Re: Nicht zugelassene Vet.-Medikamente

Beitrag von Chavah »

Das ist nicht die erste Stufe der Erprobung. Die sieht auch bei Katzen ganz anders aus.

Chavah

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