Krankenwagenkosten Privatversicherte

Patientenrechte, Arzthaftungsrecht, ärztliches Vergütungsrecht, Betäubungsmittelrecht, Apothekenrecht, Medikamentenversandrecht, Internet-Apotheke

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Filfnar
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Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Filfnar »

Hallo,

Muss man die Krankenwagenkosten selber tragen, wenn man nicht stationär eingeliefert wurde oder muss die private Krankenversicherung diese übernehmen? Zum Beispiel, wenn man einen Selbstbehalt hat.

Welches Recht gilt, wenn man den Transport verweigert hat und gezwungen wurde mitzufahren und man den Krankenwagen auch nicht selber gerufen hat?

Gibt es einen Unterschied zwischen Krankenwagen des Krankenhauses und denen von der Stadt?

Gibt es Sonderregelungen, wenn Alkohol im Spiel ist?

Danke für jede Hilfe :)

H.Lelele
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von H.Lelele »

Kleine Nachfrage: Wie muss man sich denn das genau vorstellen mit dem "gezwungen werden" ??
Ich kenne das Vorgehen eigentlich nur so, daß wenn der Patient den Sanitätern erklärt, nicht mitfahren zu wollen, dann wird er auch nicht dazu "gezwungen". Wie soll denn das gehen ? Ringen die Sanitäter den armen Patienten zu Boden, fesseln Ihn und verfrachten Ihn in den Krankenwagen ?

windalf
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von windalf »

Ich kenne das Vorgehen eigentlich nur so, daß wenn der Patient den Sanitätern erklärt, nicht mitfahren zu wollen, dann wird er auch nicht dazu "gezwungen".
Und wer trägt dann die Kosten für den Ausritt? Wie und auf wen werden die umgelegt?
...fleißig wie zwei Weißbrote
0x2B | ~0x2B
Zitat Karsten: Das beweist vor Allem, dass es windalf auch nicht gibt.

Filfnar
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Filfnar »

Nunja, die Polizei war auch da und hat gesagt ich soll mitfahren, ich habe ihnen gesagt dass das alles nicht nötig wäre und ich mit dem Bus nach Hause fahren möchten, das wollten sie nicht und haben beharrt, dass ich mit dem Krankenwagen fahren soll ... Und jetzt soll ich die kosten tragen.

juggernaut
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von juggernaut »

Filfnar hat geschrieben:Muss man die Krankenwagenkosten selber tragen, wenn man nicht stationär eingeliefert wurde oder muss die private Krankenversicherung diese übernehmen? Zum Beispiel, wenn man einen Selbstbehalt hat.
sie beantworten ihre frage doch gleich selbst:
ja, man muss die krankenwagenkosten tragen (und dabei spielt es keine rolle, ob die von der stadt oder sonstwem sind - man kann bis zu 3 rechnungen für einen einsatz bekommen1).
nein, wer den gerufen hat, spielt (fast) keine rolle, wenn der einsatz medizinisch notwendig erschien. das beurteilt der arzt und nicht der patient.
ja, die private KV übernimmt das - aber natürlich nur dann, wenn und soweit der SB erreicht ist.


1 = 1 rechnung für die rettungssanitäter (zB von der feuerwehr), 1 rechnung für den notarzt (von der örtlichen KV), und 1 rechnung für die nutzung des KTW (von (zB) der stadt).
juggernaut
Redfox hat geschrieben:Das ist ein Irrtum. Beamte arbeiten nicht. Sondern ... machen sonstwas. Aber arbeiten tun sie nicht.

Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter »

Filfnar hat geschrieben:... Alkohol im Spiel ist..
und
Filfnar hat geschrieben: Nunja, die Polizei war auch da und hat gesagt ich soll mitfahren,
Dies ist ein 08-15 Fall. Die Polizei vor Ort konnte wohl nicht verantworten, den Alkoholkonsumenten (evtl. mit Ausfallerscheinungen) sich selbst zu überlassen. Wäre der hilflosen Person etwas passiert, dann hätten sich die Polizisten u.U. wegen unterlassener Hilfeleistung (§ 323c StGB) strafbar gemacht.

Die Kosten des Krankentransportes hat natürlich nicht die Polizei zu bezahlen, sondern der Alkoholkonsument.

FM
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von FM »

Hintergrund ist die "Geschäftsführung ohne Auftrag" (§§ 677 ff BGB). Die Polizei (z.B.) bestellt den Rettungswagen, weil es das "Interesse des Geschäftsherrn mit Rücksicht auf dessen wirklichen oder mutmaßlichen Willen es erfordert." Dass er es selbst ausdrücklich ablehnt kann dabei unbeachtlich sein, wenn er aufgrund von Alkoholgenuss nicht in der Lage ist, seinen wirklichen Willen zu bilden (tags darauf wäre er vielleicht froh gewesen, wenn notwendige Rettungsmaßnahmen rechtzeitig erfolgt wären, gegenwärtig ist ihm das aber nicht bewußt). Natürlich kann sich der Polizist dabei irren, er hat aber nur Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit zu vertreten. Wenn er als medizinischer Laie annehmen mußte es bestünde eine Gefahr, reicht das. Die Folge ist, daß sich der Patient so behandeln lassen muß, als hätte er den Krankenwagen selbst gerufen.

Bei Rettungseinsätzen kommt GoA sehr oft vor, da der Patient oft nicht in der Lage ist eine freie Willensentscheidung zu treffen oder sich überhaupt und rechtzeitig zu äußern. Der Rettungsdienst kann mit dem Ausrücken eben nicht warten, bis das Opfer einen Auftrag unterschrieben hat.

Wenn die PKV die Kostenübernahme ablehnt mag das daran liegen, daß später der Arzt festgestellt hatte, daß doch keine medizinische Notwendigkeit vorlag. Hier kommt es auf die Vertragsbedingungen im Versicherungsvertrag an.

Filfnar
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Filfnar »

Also bleibe ich auf 370€ Kosten sitzen, weil kein Selbstbehalt höher liegt und ich sonst dieses Jahr nichts hatte :/ Schade, aber danke für die Hilfe hier :)

Anonymos
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Anonymos »

@ Dipl.-Sozialarbeiter

Die Polizei muss jemand der nicht mit will, ziehen lassen.
Auch wenn er in Lebensgefahr schwebt, und der Arzt dies der Polizei sagt, haben sie kein Recht ihn zur Mitfahrt zu zwingen.

Wenn sie einen mitnehmen wollen, werden sie das evtl. mit "Unzurechnungsfähigkeit" begründen.
Das ist rechtlich natürlich quatsch, aber wenn man dann zuschlägt, um sich tritt, jemand tötet..., kann man ja nicht bestraft werden.
Die können nicht beides haben, jemand für Unzurechungsfähig erklären, UND ihn wegen Körperverletzung belangen. Wenn sie die Person belangen wollen, müssten also Notarzt und Co. wegen Entführung belangt werden.

Solange jemand nicht in dem Zustand ein Fahrzeug lenken will, betsteht keine Gefahr der Fremdgefährung. Nein, auch das sterben im Bus oder tot umfallen auf dem Gehweg ist keine Fremdgefährdung. Auch dann nicht, wenn das herausfallen innerer Organe (Darm wieder reinstopfen...) droht, und das Passanten "erschrecken" könnte ;-) .
Und die Selbstgefährdung darf nicht verhindert werden.

In der Psychatrie darf man auch zwangseingewiesenen keine Medikamente gegen ihren Willen verabreichen. Ja das ist so (seit einer höchstrichterlichen Entscheidung vor einiger Zeit), auch wenn es Einige noch nicht wussten.

Wenn jemand z.B. auf einem Handkettchen allgemein äußert nicht vom Notarzt behandelt und mitgenommen zu werden, muss auch das akzeptiert werden. Auch wenn die Person nicht mehr angesprochen werden kann.
Und mir kann kein Arzt erzählen, dass er das Kettchen ja nicht bemerkt hat, denn auf solchen Kettchen werden Ärzte eigentlich vor allergischen Reaktionen auf Notfallmedikamente gewarnt.

Dummerchen
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Dummerchen »

Anonymos hat geschrieben: Wenn jemand z.B. auf einem Handkettchen allgemein äußert nicht vom Notarzt behandelt und mitgenommen zu werden, muss auch das akzeptiert werden. Auch wenn die Person nicht mehr angesprochen werden kann.
Mit dieser Aussage befindest du dich allerdings auf einem sehr hoelzernen Weg.
The nine most terrifying words in the English language are, 'I'm from the government and I'm here to help.'
Ronald Reagan
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nordlicht02
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von nordlicht02 »

Dummerchen hat geschrieben: Mit dieser Aussage befindest du dich allerdings auf einem sehr hoelzernen Weg.
Ich denke, dass in besagtem Beitrag noch einige hölzerne Wege mehr zu finden sind. Ein recht hölzerner Beitrag sozusagen. :shock:
„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache; dass er überall dabei ist, aber nirgendwo dazugehört.“ (Hanns Joachim Friedrichs)

Anonymos
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Anonymos »

Dummerchen hat geschrieben:
Anonymos hat geschrieben: Wenn jemand z.B. auf einem Handkettchen allgemein äußert nicht vom Notarzt behandelt und mitgenommen zu werden, muss auch das akzeptiert werden. Auch wenn die Person nicht mehr angesprochen werden kann.
Mit dieser Aussage befindest du dich allerdings auf einem sehr hoelzernen Weg.

Dem Namen alle Ehre machen?

Eine Erklärung kann man wohl erwarten.

Wenn ich auf diese Weise meinen Wunsch äußern würde, und mir so etwas passieren würde, ich würde den Helfern danach das Leben zur Hölle machen (inkl. dem Versuch ihnen in Ansehen und Karriere zu schaden). So dass sie sich wünschen würden, sie hätten mich sterben lassen.
Moralisch ist die Sache absolut eindeutig, wenn jemand eindeutig den Wunsch äußert keine Hilfe zu bekommen, ist jede Hilfe gegen diesen Willen eine Straftat.
Und so sieht es zum Glück auch noch das Gesetz.
Was da in bösartiger Absicht "interpretiert" wird ist eine Andere Sache.
Da wird ja auch gerne mal Menschen geholfen, nur weil sie gerade das Bewusstsein verloren haben, aber zuvor noch deutlich gemacht haben dass sie keine Hilfe wünschen.

So ist es z.B. das Recht eines jedem Menschen sich selbst zu töten.
Auch von Strafgefangenen, das sollte man nicht vergessen!
Anwesende dürfen dies erstens nicht verhindern (wäre eine Straftat, genau so als wenn ich auf der Straße anfange mit jemand zu rangeln, um zu verhindern dass er sich eine Zigarette anzündet), und zweitens nicht nach der Ohnmacht helfen.
Es wäre auch moralisch fragwürdig wenn sie Andere zur Nothilfe rufen würden, weil sie sich damit an einer illegalen Zwangshandlung mitschuldig machen.
Wenn ich jemand finde der sich selbst umbringt und keine Hilfe wünscht, ich würde auf keinen Fall die Polizei oder den Notarzt informieren. Wenn ich jemand auf dem Geländer der Deutzer Brücke stehen sehe, werde ich auch ganz sicher nicht den Notarzt oder dien Polizei informieren.

Wenn jemand auf einer Webseite von mir seinen Suizid ankündigen würde, würde ich das auch nicht der Polizei melden. Ich würde auch keine Daten herausgeben. Wenn die Webseite solche Ankündigungen anziehen würde (evtl. dafür da wäre), würde ich erst recht jedwedes IP-Logging entfernen, damit die Polizei auch bei Mithilfe des Webhosters nicht die Adresse ermitteln kann. Ausserdem würde ich die EMail-Verifizierung deaktivieren, und auch darauf hinweisen, dass man eine beliebige auch frei erfundene EMail angeben kann. Würde ganz deutlich darauf hinweisen, dass die Polizei oder Justiz sonst über die EMail die Identität ermitteln können (wenn es ein Emailprovider in Deutschland ist).
Da könnte die Polizei bei mir anrufen, ich würde lachend auflegen oder ihnen lachend dür Tür vor der Nase zuschlagen.

hws
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von hws »

Anonymos hat geschrieben:...Eine Erklärung kann man wohl erwarten.
Nöö, alle hier antworten freiwillig und kostenlos. 8) Und wer nicht will, tut es eben nicht.
Anonymos hat geschrieben:Wenn ich jemand finde der sich selbst umbringt und keine Hilfe wünscht, ich würde auf keinen Fall die Polizei oder den Notarzt informieren. Wenn ich jemand auf dem Geländer der Deutzer Brücke stehen sehe, werde ich auch ganz sicher nicht den Notarzt oder dien Polizei informieren.
Wenn sie meinen ... :engel:

hws

Dummerchen
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Dummerchen »

Anonymos hat geschrieben:Eine Erklärung kann man wohl erwarten.
Nur fuer dich, Mr Duennbrettbohrer. :wink:
Wenn ich auf diese Weise meinen Wunsch äußern würde, und mir so etwas passieren würde, ich würde den Helfern danach das Leben zur Hölle machen (inkl. dem Versuch ihnen in Ansehen und Karriere zu schaden). So dass sie sich wünschen würden, sie hätten mich sterben lassen.
Die Schadensersatzleistungen daraufhin wuerden dich und deine Familie wuenschen lassen, einer haette den Mut gehabt, dich schon im Saeuglingsalter zu ersaeufen. :wink:
Moralisch ist die Sache absolut eindeutig, wenn jemand eindeutig den Wunsch äußert keine Hilfe zu bekommen, ist jede Hilfe gegen diesen Willen eine Straftat.
Moralisch? Dein Anspruch auf Toetung steht also ueber dem ruhigen Gewissen und den psychologischen Folgen fuer den potentiellen Helfer? Was fuer eine Vorstellung von Moral ist das?
Und so sieht es zum Glück auch noch das Gesetz.
Welches? Dies hier? Und all die boesen Verleger haben nur den zweiten Absatz weggelassen, in dem die unterlassene Hilfeleistung bei Kettchentraegern nicht unter Strafe steht?

Darueber hinaus kann ich dir nur empfehlen, dich einmal intensiver mit Geschaeftfuehrung ohne Auftrag und Patientenverfuegungen zu beschaeftigen. Der kurze Zusammenfassung ist: solange keine entsprechende Patientenverfuegung vorliegt oder aber auch Zweifel an der Identitaet des Betroffenen bestehen koennen (wer garantiert mir denn, dass der Kettchentraeger auch derjenige ist, der diesen Schnipsel ausgefuellt hat?), muss nach Gesetz Hilfe geleistet werden.

Am Notfallort hat man nicht die Moeglichkeit nach Patientenverfuegungen zu suchen und oftmals weiss man nicht, mit wem man es zu tun hat. Daher kommt es dann zur Geschaeftfuehrung ohne Auftrag; es wird gemacht, was der Durchschnittsmensch in solch einer Situation wuenschen wuerde. Da die meisten Menschen lieber leben als tot sein moechten, rate mal, was im Notfall getan werden muss?

Wenn du dir die Muehe machst ueber Patientenverfuegungen zu recherchieren, wirst du feststellen, wie schwierig es ist, eine solche Verfuegung zu formulieren, die tatsaechlich in allen moeglichen Lebenslagen eindeutige Anweisungen gibt.
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Anonymos
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Re: Krankenwagenkosten Privatversicherte

Beitrag von Anonymos »

Doch man darf eine Erklärung erwarten, sonst ist das das Niveau "du aber auch", "du stinkst" usw..

"Mit dieser Aussage befindest du dich allerdings auf einem sehr hoelzernen Weg." ist eine unbelegte Aussage.
Die Rethorik eines Menschen mit geschätztem IQ von 80.
"Nöö, alle hier antworten freiwillig und kostenlos. 8) Und wer nicht will, tut es eben nicht."
OK, dann ist die Aussage aber auch nichts wert, und stellt den der sie macht als "Prekariat" dar.
Ich hoffe ihr seit unfruchtbar, denn in mir kommen die Bilder aus dem Film "Idiocracy" hoch (*grusel*)


Das Deutsche Recht stützt meine hier getätigten Aussagen.
Der Großteil der Ärzte und Notärzte wird euch bestätigen dass sie niemand gegen seinen Willen mitnehmen dürfen. Auch dann nicht, wenn er in Lebensgefahr schwebt.

Und was die Psychiatrie angeht, ja es ist aktuell wirklich so, dass niemand gegen seinen Willen Zwangsmedikamentiert werden darf. Auch keine Zwangseingewiesenen!


Wer nicht ganz so dumm rüberkommen will, sollte die "Holzwege" aufzählen UND begründen.


Aber wengistens kamen ja jetzt Erklärungen dazu.
AUch wenn sie keineswegs meine Ausagen wiederlegen.

"Schadenersatzleistungen"?
Muharharhar ;-) . Zuerst mal, mögliche Verwandte sind in keinster Weise für andere Verwandte haftbar.
Und zweitens weiß ich ganz genau wie man jemand fertiug macht, ohne dass dieser beweisen kann wer es war.
Erst recht nicht, wenn die Aktionen im Internet geschehen.
Wenn ich etwas im Internet schreibe, und nicht will dass dies rückverfolgbar ist, nutzte ich "The Onion Router". GLaubt mir, aus Erfahrung kann ich euch sagen, die Polizei hat NULL Chance den Verfasser zu ermitteln. Auch dann nicht, wenn ihr BKA, BND, MAD, CIA, NSA usw. helfen.
Das praktische an einem Regime wie Deutschland ist, dass man für Äußerungen usw. mit bis zu Knast bestraft werden kann. Versucht mal in den USA jemand nur mit Internetäußerungen echten strafbewehrten Ärger zu verschaffen, da ist durch "Free Speech" viel möglich.
Inn Deutschland reicht es mit dem gleichem Nicknamen, Wohnort, Avatar usw. in einem Naziforum usw. eine Sockenpuppe zu erstellen, und da ein paar Sachen abzulassen. Weil die Polizei/Justiz von dem Forum keine Daten erhält, suchen sie im Netz nach dem Nick in Kombination mit WOhnort usw.. Wenn dann noch die Ausdrucksweise ähnlich ist (leicht zu fälschen) kommen sich die Polizisten, Staatsanwalt und Gutachter (in Maqnnheim oder so hat die Polizei "Experten" für die Ausdruckwseise) wie die Superdetektive vor, und das gilt als "Beweis".
Und schon werdet ihr aufgrund von so etwas angeklagt, und sogar verurteilt.
Wenn euch jemand wirklich etwas anhängen will, habt ihr in Deutschland schlechte Karten.

Da muss sich doch nur jemand als "Dummerchen" mit Wohnort "Prinz Philip seine Frau sein Insel" im Internwet austoben, und wenn die Polizei bei den betreibern von Recht.de nach den Daten bittet, geben die die bereitwillig heraus.




Zurück zum Thema.
Wenn die Person mich wegen der Dinge anzeigt (und keine echten Beweise hat), zeige ich die Person wegen falscher Verdächtigung an.
Das haut rein...



Moralisch? Dein Anspruch auf Toetung steht also ueber dem ruhigen Gewissen und den psychologischen Folgen fuer den potentiellen Helfer? Was fuer eine Vorstellung von Moral ist das?

Ja, verfluchtes Exkrement!!!
Jeder Mensch hat das alleinige Recht zu entscheiden wann er stirbt.
Und NIEMAND hat das Recht ihn aus selbstsüchtigen (seine Psyche) Gründen davon abzuhalten!
Das sollte auch der Dümmste Freak verstehen.
Bei den Religioten stehen wenigstens noch religöse Hintergründe dahinter den Suizid abzulehnen (das macht es aber in keinster Weise akzeptabel), aber dass "Potentielle Helfer" jemandem gegen seinem Willen helfen ist ganz unstrittig eine Straftat.
Zur Info, jede OP ist eine strafbare Körperverletzung, die nur deshalb nicht verfolgt wird, weil der Patient dieser zustimmt. Schriftlich. Wenn jemand ohne Hinweis auf seinen Willen ohnmächtig bzw. verunglückt ist, ist das nicht nötig, aber wenn eine Willensäußerung vorliegt, machen die sich strafbar.

ICH werde auf jeden Fall NICHT die Polizei/Notarzt rufen, wenn da einer auf dem Brückengeländer steht.
Da ist die Willensäußerung eindeutig. Da steht ja keiner mit der Pistole (in dem Fall rufe ich natürlich die Polizei).


In einem Punkt gehe ich auf die Psychologen ein, wenn sich jemand vor einen Zug wirft.
Muss nicht sein, gibt auch so gute "Homebrew"-Methoden die absolut schmerzlos mit Haushaltsmitteln sind (z.B. der "Charcoal-Suicide").
Aber beim Beispiel Vor-den-Zug-Springen geht es ja auch nicht um das verhindern, sondern um die Folgen nach einem nicht verhinderten Suizid. Also nicht vergleichbar.

Wenn man Dummerchens Argumentation folgt, wäre es auch in Ordnung wenn Religioten nichtreligösen Menschen vorschreiben dass sie mit religiösen Ritualen beigesetzt werden MÜSSEN. Ach ja, das nennt sich "Friedhofszwang". Und kommt mir nicht mit dem Argument, man kann sich ja einäschern oder im Friedwald begraben lassen. Dahinter steckt auch ein Gewerbe basierend auf religiösen Zwängen.
Ein Pony beseitigen kostet ca. 30 Euro. Also müsste dies auch für den Preis bei einem Menschen möglich sein.



Was für eine perverse Moral ist es, wenn man die "pyschologischen Folgen" irgendeines emotional labilen Menschen über das Recht eines anderen auf den Freitod stellt?
Dann dürftet ihr auch kein Fleisch mehr essen, weil das militanten Vegetariern/Veganern Probleme bereitet.
Merkt ihr was?
Und dann gibt es noch diese neuen Extremisten die jegliche Technik ablehnen, und mit Terroranschlägen (inkl. Toten) alle Menschen dazu zwingen wollen wieder als Jäger und Sammler zu leben.
Warujm folgt ihr denen nicht, schließlich muss verhindert werden, dass euer Leben zu "psychologischen Folgen" bei denen führt.



Ah, "unterlassene Hilfeleistung".
Tja, Pech, die gilt nicht, wenn das "Opfer" die Hilfe ablehnt!
Wenn die Person bei eintreffen der Helfer Bewusstlos ist, kann natürlich niemand den Willen kennen.
Ich bin hier eindeutig NICHT dafür, dass man Menschen einfach sterben lässt, weil sie es ja wollen "könnten".
Die meisten wollen gerettet werden.
Wenn sie aber äußern dass sie nicht weiter leben wollen MUSS man das akzeptieren.
Und das wissen auch Ärzte und Juristen.



Ich hatte einen Religionslehrer, der passive Sterbehilfe leistete (evtl. immer noch)
In Deutschland.
Er erzählte davon, dass er jeden Suizid zur Sicherheit gefilmt hat.
Die Person bekam das Mittel zum Suizid, und nahm es vor laufender Kamera.
Er verließ zuvor den Raum, und kam erst nach geraumer Zeit wieder zurück.
Er war nie anwesend, als die Person das Bewusstsein verlor...

Am Notfallort hat man nicht die Moeglichkeit nach Patientenverfuegungen zu suchen...
Da muss ich aber wiedersprechen, denn sie schauen IMMER noch so einem Kettchen, denn es könnte eine Allergie gegen ein Medikament vorliegen. Gegen ein 08/15-Mittel dass bei Notfällen verabreicht wird, aber bei diesen Menschen zu einem tödlichen Anaphylaktischen Schock führen würde.


Ich stimme nochmal zu, dass ohne Hinweis auf einen Willen zur Nichtbehandlung IMMER behandelt werden muss!
Aber wenn z.B. so ein Kettchen vorhanden ist, ist der Wille eindeutig.
OK, ich stimme zu, in ganz bestimmten Situationen kann dies von jemand anderem angebracht worden sein.
Bei einem Unfall ist das aber ausgeschlossen.
Eine alte Tätowierung wäre aber eine sehr eindeutige Willensbekundung.

Es könnte noch ein System eingeführt werden, über das Notärzte ohne Zeitverlust nach Willensbekundungen sehen können. Z.B. über den Personalausweis. Ein System sagt sofort, ob die Person z.B. nicht behandelt werden will. Auf einem sicheren Server auf den nur die Nothelfer zugriff haben.

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