Bewusstloser Patient, keine Patientenverfügung-Handlungsnot

Patientenrechte, Arzthaftungsrecht, ärztliches Vergütungsrecht, Betäubungsmittelrecht, Apothekenrecht, Medikamentenversandrecht, Internet-Apotheke

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Ratford
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Re: Bewusstloser Patient, keine Patientenverfügung-Handlungs

Beitrag von Ratford »

Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Noch ein Rechtsanwalt, der sich zum Thema äußerst (vgl. Rechtsanwalt Dominik Kellner - Fachanwalt für Medizinrecht -).

Siehe: "4. Jede medizinische Behandlung erfordert eine Einwilligung"
Auch dieser Anwalt bezieht sich in seinen Äußerungen auf einen abgeschlossenen Behandlungsvertrag.
Das ist deutlich daran zu erkennen, dass er beschreibt was ein Behandlungsvertrag ist und dann die weiteren neuen Paragraphen kurz zusammenfasst.

Er gibt eigentlich nur die Paragraphen nochmal kurz in zusammengefasster Form wieder.


Auch hier lesen Sie die Äußerung aus dem Kontext gerissen.

Der Anwalt befasst sich in seinem Artikel mit dem Behandlungsvertrag und im Rahmen eines Behandlungsvertrages braucht eine jede medizinische Maßnahme eine Einwilligung.



Mit der Frage des Zustandekommens eines solchen Vertrages befasst auch dieser Anwalt sich in seinem Artikel überhaupt nicht.
Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Bewusstloser Patient, keine Patientenverfügung-Handlungs

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter »

Ratford hat geschrieben:...
Der Anwalt befasst sich in seinem Artikel mit dem Behandlungsvertrag und im Rahmen eines Behandlungsvertrages braucht eine jede medizinische Maßnahme eine Einwilligung.


Mit der Frage des Zustandekommens eines solchen Vertrages befasst auch dieser Anwalt sich in seinem Artikel überhaupt nicht.
Möglich, dass der Gesetzgeber diesen Punkt noch klären muss.

Aber Rom wurde ja auch nicht an einem Tag erbaut. ;-)
Ratford
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Re: Bewusstloser Patient, keine Patientenverfügung-Handlungs

Beitrag von Ratford »

Ähm, ja.

Fakt ist, dass Sie die bisher zitierten Artikel falsch gelesen haben und kein Rechtsanwalt irgendwo etwas äußert, dass Ihren bisherigen Ausführungen gleichkommt.

Auch die Materialien des Gesetzgebers haben Sie nach Ihrer gewünschten Ansicht frei interpretiert, auch hier fand sich nichts, das Ihren Ausführungen nahekommt.

Gemeinsam ist allen "Belegen" die Sie angeführt haben, dass diese nur dann zur Argumentation taugen, wenn der Inhalt aus dem Kontext gerissen wird.


Sie können gerne noch dutzende weitere Quellen anführen, doch das Ergebnis wird immer auf das gleiche hinauslaufen.
Dipl.-Sozialarbeiter
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Re: Bewusstloser Patient, keine Patientenverfügung-Handlungs

Beitrag von Dipl.-Sozialarbeiter »

Ratford hat geschrieben:...
Sie können gerne noch dutzende weitere Quellen anführen, doch das Ergebnis wird immer auf das gleiche hinauslaufen.
Nö, dass mache ich jetzt nicht mehr.

Das Thema bewußtloser Patient ist ja nur für 2 Bereiche Interessant:

1. Rettungsdienst bezüglich des Transportes des Patienten ins Krankenhaus, und

2. für das Krankenhaus in Bezug auf die weitere Behandlung.


Zu 2: Das Krankenhaus wird sich für die weitere Behandlung um eine Einwilligung zum Behandlungsvertrag bemühen müssen.

Zu 1: Hier gehe ich davon aus, dass der Gesetzgeber diese Problematik ausgeblendet hat.
Ratford
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Re: Bewusstloser Patient, keine Patientenverfügung-Handlungs

Beitrag von Ratford »

Dipl.-Sozialarbeiter hat geschrieben:Zu 1: Hier gehe ich davon aus, dass der Gesetzgeber diese Problematik ausgeblendet hat.
Das versuche ich Ihnen die GANZE ZEIT zu sagen.

Und weil der Gesetzgeber das Thema ausgeblendet hat, ändert sich an der Rechtslage bezüglich GoA & Co. eben auch rein gar nichts.


Sie könnten aber wenigstens den Anstand haben zuzuegeben, dass Sie falsch liegen.
Das werden Sie aber vermutlich nicht.

Sei Ihnen gegönnt.
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