Meditationsverhandlung

besser und schneller außergerichtlich Streit beenden durch Mediation

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camer1
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Meditationsverhandlung

Beitrag von camer1 » 10.07.09, 21:02

Hallo zusammen,
was ist eine Meditationsverhandlung, von einem Richter vorgeschlagen.
In einem Pflichtteilsverfahren, in dem sie Summen feststehen.
Aber der erbe nicht zahlen will.
danke an alle

Franz Königs
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Beitrag von Franz Königs » 10.07.09, 21:15

Mediation ist ein außergerichtliches Verfahren konstruktiver Konfliktregelung, bei dem die Parteien eines Rechtsstreits mit Unterstützung eines Dritten, des Mediators, einvernehmliche Regelungen suchen.
Quelle

Bruno7077
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Beitrag von Bruno7077 » 10.07.09, 21:16

nun, die Parteien werden geladen,der Richter trägt vor und dann wird meditiert.
Und wer als Erster :shock: losplappert kriegt vom Richter eine....

:lol: kleiner scherz,Sie meinen wohl Mediation,das ist sowas wie ein Vermittlungsversuch

Questor

Beitrag von Questor » 10.07.09, 21:16

Ein Mediationsverfahren ist praktisch ein "Zusammensetzen" der Kontrahenten, bei dem eine weitere Person, ein Mediator, versucht, zu vermitteln und jeder Seite dabei hilft, die andere zu verstehen. Aber vorsicht. Der Mediator muss sehr gut ausgebildet sein und keine der Parteien darf psychische Probleme haben.

Bruno7077
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Beitrag von Bruno7077 » 10.07.09, 21:18

Questor hat geschrieben:Der Mediator muss sehr gut ausgebildet sein und keine der Parteien darf psychische Probleme haben.


dh da sind die Hürden hoch gesetzt

Questor

Beitrag von Questor » 10.07.09, 21:25

Bruno7077 hat geschrieben:
Questor hat geschrieben:Der Mediator muss sehr gut ausgebildet sein und keine der Parteien darf psychische Probleme haben.
dh da sind die Hürden hoch gesetzt
Das heißt, dass ich einen Fall einer Frau kenne, die sich zu so etwas bereit erklärt hat und bei der sich dann die Mediatoren (es waren zwei) regelrecht zusammenrotteten, die Position der Gegenpartei einnahmen und der Frau über zwei Stunden vermittelten, dass sie ja im Unrecht sei, dass der Kontrahent alle Rechte auf seiner Seite hätte usw. usf. Diese Frau brauchte Wochen, um sich von dieser (Scientology-) Prozedur wieder zu erholen, da ihr Selbstbewußtsein von Natur aus ziemlich angeschlagen war und sie eh alle Kraft brauchte, um vor Gericht zu gehen.

Eigentlich soll es so ablaufen, dass der Mediator je eine Seite einnimmt, der anderen Seite dann versucht diesen Standpunkt zu vermitteln und dann die andere Seite einnimmt und der Gegenseite versucht, diesen Standpunkt zu vermitteln. Man soll in der Mediation den Standpunkt der anderen Seite verstehen und es soll eigentlich kein Verlierer daraus hervorgehen. Aber: ....... wie oben beschrieben.

Bruno7077
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Beitrag von Bruno7077 » 10.07.09, 21:33

das Problem ist nicht ungewöhnlich.Die Frage ist,was kann der Mediator überhaupt verstehen und was will er vermitteln?Und welche Interessen sind im Spiel?

camer1
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Beitrag von camer1 » 18.07.09, 13:20

liebes Forum ,danke für die Antworten. Ist sehr hilfreich.
verstehe in diesem fiktiven Beispiel aber nicht ganz den Weg zu einem Mediator.
Ein Alleinerbe weigert sich den per Gutachter ermittelten Plichtteil zu zahlen.
Warum der Weg über einen Mediator. Denke Pflichtteil ist zu bezahlen ?
Gruß
Camer1

Franz Königs
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Beitrag von Franz Königs » 18.07.09, 13:40

camer1 hat geschrieben:..... verstehe in diesem fiktiven Beispiel aber nicht ganz den Weg zu einem Mediator.

Was von einer Konfliktregelung mit Hilfe eines Mediators erwartet werden kann, wird nur der Richter beantworten können, der die Einschaltung eines Mediators vorgeschlagen hat. Vielleicht eine Einigung über eine Stundung des Pflichteilsanspruchs (§ 2331a BGB)?

jimmy1234
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Beitrag von jimmy1234 » 15.10.09, 12:09

Hey das geht ab!!!!! das ist nur ein test!!!!! sorrryyyyy!!

jimmy1234
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Beitrag von jimmy1234 » 15.10.09, 12:09

Hey das geht ab!!!!! das ist nur ein test!!!!! sorrryyyyy!!

inline
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Re: Meditationsverhandlung

Beitrag von inline » 09.09.12, 14:27

Bruno7077 hat geschrieben:das Problem ist nicht ungewöhnlich.Die Frage ist,was kann der Mediator überhaupt verstehen und was will er vermitteln?Und welche Interessen sind im Spiel?
Ich frage mich bei der Geschichte: Wer bezahlt den Meditator?

Denn ich vermute der Meditator wird für dessen Seite (von der er das meiste Geld bekommt bzw. wer ihn beauftragt) mehr Verständnis haben.
Questor hat geschrieben:Das heißt, dass ich einen Fall einer Frau kenne, die sich zu so etwas bereit erklärt hat und bei der sich dann die Mediatoren (es waren zwei) regelrecht zusammenrotteten, die Position der Gegenpartei einnahmen und der Frau über zwei Stunden vermittelten, dass sie ja im Unrecht sei, dass der Kontrahent alle Rechte auf seiner Seite hätte usw. usf. Diese Frau brauchte Wochen, um sich von dieser (Scientology-) Prozedur wieder zu erholen, da ihr Selbstbewußtsein von Natur aus ziemlich angeschlagen war und sie eh alle Kraft brauchte, um vor Gericht zu gehen.
genau, das finde ich einfach nur schrecklich.
Warum kann ein Richter nicht eine klare Entscheidung (nach sorgfältiger Vorarbeit) fällen?
Ich glaube den Richtern fällt das schwer, da sie ggf. in der Öffentlichkeit zu ihrem "strittigen" Urteil stehen müssen.
Was beim Meditationsverfahren abläuft bleibt hingegen im Verborgenen.

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