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recht.de • Thema anzeigen - Bleibe ich auf den Laborkosten sitzen?
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BeitragVerfasst: 11.05.18, 12:46 
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Welcher Rechtsstreit ist schon ein Selbstläufer? Es heißt nicht ohne Grund: Es genügt nicht recht zu haben, man muß auch mit der Justiz rechnen. :mrgreen:

Auf der Grundlage der Schilderungen dürfte hier von einer vertraglichen Vereinbarung zwischen dem Herrn und der Dame auszugehen sein, und zwar gerichtet darauf, daß die Dame den Vogel nach den Wünschen des Herrn untersuchen läßt. Daß dafür Kosten entstehen, ist nicht nur logisch, sondern wurde von den Vertragsparteien auch nicht verkannt. Sonst hätte es sich erübrigt, daß der Herr die Übernahme dieser Kosten zugesichert hat.

Wenn man diese Vereinbarung belegen kann, sollte es keine Probleme geben die Forderung auch durchzusetzen. Meines Erachtens ist es unerheblich, ob der Vogel mutmaßlich eine Wertsteigerung durch das Gutachten erfahren hat oder dadurch leichter verkaufbar sein könnte. Denn auf solche Umstände stellte die zugesagte Kostenübernahme durch den Herrn nicht ab. Oder anders formuliert: Er hat die Übernahme der Kosten ohne Wenn und Aber zugesichert und muß sich daran festhalten lassen. Bisher konnte die Dame ja offensichtlich problemlos ohne solches Gesundheitsgutachten ihre Tiere verkaufen.

Ich schlage zwecks pragmatischer Lösung vor, den Herrn zunächst per Einschreiben aufzufordern, die Kosten wie vereinbart zu erstatten und ihm dabei die umrissene Rechtslage darzustellen. So hatte ich das weiter oben ja bereits empfohlen, Rechnungen kopieren und Briefchen schreiben. Kampfbereitschaft signalisieren (Methode Trump). Anschließend kann man dann immer noch entscheiden, wie man weiter verfährt.

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Man wird ja wohl noch klagen dürfen! :devil:


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BeitragVerfasst: 11.05.18, 12:56 
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Sie wollen also das Mandat für den TE übernehmen und auch damit die volle Verantwortung?

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Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe


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BeitragVerfasst: 11.05.18, 14:24 
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Etienne777 hat geschrieben:
. Kampfbereitschaft signalisieren (Methode Trump). Anschließend kann man dann immer noch entscheiden, wie man weiter verfährt.

:shock: :roll: Der ist gut! Erst ohne Sinn und Verstand und ohne die Konsequenzen zu beachten, hirnlos drohen und sich anschließend vielleicht Gedanken machen?
das soll die gute Methode sein? :lol:


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BeitragVerfasst: 11.05.18, 16:18 
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winterspaziergang hat geschrieben:
:shock: :roll: Der ist gut! Erst ohne Sinn und Verstand und ohne die Konsequenzen zu beachten, hirnlos drohen und sich anschließend vielleicht Gedanken machen?
das soll die gute Methode sein? :lol:

Was könnte denn hier die "Konsequenz" sein, dem Gegner die eigene Sicht der Rechtslage darzustellen und ihm den Eindruck zu vermitteln, das ggf. auch gerichtlich zu verfolgen? Anwaltsschreiben drohen regelmäßig dem Gegner mit Diesem oder Jenem, mir liegt da gerade ein Prachtexemplar vor. Wenn ich nicht "freiwillig" auf einen gerade zu meinen Gunsten erstrittenen Titel verzichte und das Gegenteil per Vertrag vereinbare, so der Anwalt, werde man "Behörden einschalten" und mich in anderer Angelegenheit verklagen. Ich bekomme genau eine Woche Zeit den Vertrag zu unterzeichen, sonst ... :lol:

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BeitragVerfasst: 11.05.18, 17:02 
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Themenstarter
Zitat:
Das Tier soll ja offensichtlich verkauft werden, nutzloser Aufwand ist das Gutachten damit nicht.


Eben nicht. Ich hatte nicht vor, den Vogel zu verkaufen, schon gar nicht im zarten Alter von 11 Monaten. Ich hätte es gehandhabt wie bei den vorherigen vier Nachzuchten, hätte mit Zeit und Glück einen passenden Interessenten gefunden und ihm den Vogel geschenkt. Leider habe ich mich von den scheinbar sehr guten Haltungsbedingungen blenden lassen. Wie eingangs erwähnt, einen Virentest halte ich für völlig unnötig, da die Elternvögel getestet wurden, genau wie der erste Jungvogel.

Zitat:
Was wird für so ein Zucht-Tier eigentlich gezahlt? Von 500 EUR sind 250 EUR 50%, von 5.000 EUR aber nur 5%. Im zweiten Fall wäre es durchaus realistisch, dass die Kosten beim anderweitigen Verkauf wieder erwirtschaftet werden können.


Beim Ausdruck Zuchttier kräuseln sich mir die Fingernägel! Ich habe keine Zuchttiere, sondern Tiere mit denen ich lebe, und zwar seit 26 Jahren. In dieser Zeit haben sie drei Mal brüten dürfen, woraus fünf Jungvögel entstanden sind!


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BeitragVerfasst: 11.05.18, 17:48 
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BeitragVerfasst: 11.05.18, 21:20 
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Die Kurzfassung:

Laut Sachverhalt wurde von der anderen Seite vor Inauftraggabe des Labortests deren Übernahme versichert. Nach den Schilderungen war dies nicht vom Zustandekommen eines Vertrags abhängig und nach der Interessenlage beider Parteien wäre eine derartige Kostenübernahmeerklärung auch plausibel.

Nun stellt sich ggf. die Beweisfrage. Es könnte sein, dass die andere Seite dies im weiteren Verlauf zugesteht. Manche Leute sind ehrlich, andere verplappern sich. Falls das Ganze per Textform, z.B. per E-Mail oder Forenchat, vereinbart wurde, bräuchte man sich über Zugeständnisse keine Gedanken machen, dann läge ein Beweis für die Abrede vor.

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Few people are capable of expressing with equanimity opinions which differ from the prejudices of their social environment. Most people are even incapable of forming such opinions.


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BeitragVerfasst: 11.05.18, 23:12 
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Etienne777 hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:
:shock: :roll: Der ist gut! Erst ohne Sinn und Verstand und ohne die Konsequenzen zu beachten, hirnlos drohen und sich anschließend vielleicht Gedanken machen?
das soll die gute Methode sein? :lol:

Was könnte denn hier die "Konsequenz" sein, dem Gegner die eigene Sicht der Rechtslage darzustellen und ihm den Eindruck zu vermitteln, das ggf. auch gerichtlich zu verfolgen? Anwaltsschreiben drohen regelmäßig dem Gegner mit Diesem oder Jenem, mir liegt da gerade ein Prachtexemplar vor. Wenn ich nicht "freiwillig" auf einen gerade zu meinen Gunsten erstrittenen Titel verzichte und das Gegenteil per Vertrag vereinbare, so der Anwalt, werde man "Behörden einschalten" und mich in anderer Angelegenheit verklagen. Ich bekomme genau eine Woche Zeit den Vertrag zu unterzeichen, sonst ... :lol:

:roll: man beachte welche Bezeichnung man dem weiteren Vorgehen gegeben hat.
Wenn man sich schon auf „Donald“ beruft und ein Vorgehen nach ihm benennt, sollte einem klar sein, dass das heißt „erst mit willkürlichen Behauptungen verbal drauf schlagen, dann überlegen (lassen) was sinnvoll wäre“.
Will man das wirklich aussagen?

Zum fiktiven Sachverhalt;
Wozu man Tests machen lässt, die sehr unangenehm für das Tier sind, wenn man nicht vor hat, es zu verkaufen oder gar so früh abzugeben und eigentlich später verschenken möchte, erschließt sich irgendwie nicht so richtig.
Lässt sich der Auftrag durch den Käufer (?) beweisen, lassen sich - wirksame Vereinbarung vorausgesetzt- auch die Kosten einfordern.
Dass man das Tier trotz Schmerzen dieser Prozedur ausgesetzt hat und es nun scheu ist, muss sich allerdings der bisherige Halter selbst zuschreiben.


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BeitragVerfasst: 11.05.18, 23:59 
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winterspaziergang hat geschrieben:
Wenn man sich schon auf „Donald“ beruft und ein Vorgehen nach ihm benennt, sollte einem klar sein, dass das heißt „erst mit willkürlichen Behauptungen verbal drauf schlagen, dann überlegen (lassen) was sinnvoll wäre“.

Sicherlich ließe sich da zusätzlich auch noch hineininterpretieren, daß man Multimilliardär sei, einen Tower in NYC besitze und eine Mauer zu Mexiko bauen wolle. Alternativ könnte man auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen und sich auf das beschränken, was der Andere konkret geschrieben hat.

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BeitragVerfasst: 12.05.18, 05:27 
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Etienne777 hat geschrieben:
winterspaziergang hat geschrieben:
Wenn man sich schon auf „Donald“ beruft und ein Vorgehen nach ihm benennt, sollte einem klar sein, dass das heißt „erst mit willkürlichen Behauptungen verbal drauf schlagen, dann überlegen (lassen) was sinnvoll wäre“.

Sicherlich ließe sich da zusätzlich auch noch hineininterpretieren, daß man Multimilliardär sei, einen Tower in NYC besitze und eine Mauer zu Mexiko bauen wolle. Alternativ könnte man auch einfach mal die Kirche im Dorf lassen und sich auf das beschränken, was der Andere konkret geschrieben hat.

:roll: nee kann man nicht hineininterpretieren und es wurde auch vorher nix interpretiert.
„Der Andere“ hat eben ein Vorgehen mit Drohungen als „Trump-Methode“ bezeichnet und damit einen hanebüchenen Vergleich genannt, der unter zivilisierten Menschen, die sich auf das Recht berufen wollen, wohl keine Rolle spielen sollte.
Da kann man sich jetzt nicht rausreden, dass der das Kommentierende da was falsch verstanden und zu viel interpretiert hat.
Man kann selbst die Kirche im Dorf lassen und aus dem Kommentar, den ich auf Ihren Vergleich gemacht hab nicht mehr machen, als da steht - beschränkt wurde auf das was Sie eindeutig geschrieben haben.
Wenn Sie schon ein Vorgehen nach Trump benennen, müssen Sie damit leben, dass Ihnen zurück gemeldet wird, auf was Sie sich da berufen.
:liegestuhl:


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BeitragVerfasst: 12.05.18, 05:50 
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Angela0311 hat geschrieben:
Ich hatte nicht vor, den Vogel zu verkaufen, schon gar nicht im zarten Alter von 11 Monaten. Ich hätte es gehandhabt wie bei den vorherigen vier Nachzuchten, hätte mit Zeit und Glück einen passenden Interessenten gefunden und ihm den Vogel geschenkt.


angesichts dessen kann ich mich nur dem hier anschliessen:

winterspaziergang hat geschrieben:
Wozu man Tests machen lässt, die sehr unangenehm für das Tier sind, wenn man nicht vor hat, es zu verkaufen oder gar so früh abzugeben und eigentlich später verschenken möchte, erschließt sich irgendwie nicht so richtig.
...
Dass man das Tier trotz Schmerzen dieser Prozedur ausgesetzt hat und es nun scheu ist, muss sich allerdings der bisherige Halter selbst zuschreiben.


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BeitragVerfasst: 12.05.18, 11:10 
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@winterspaziergang: Ihre Ausführungen bestechen durch mangelnde Konsistenz. Denn Sie und niemand Anderer hat aus dem bloßen "Kampfbereitschaft signalisieren" ein "hirnloses Drohen ohne Sinn und Verstand" gemacht. Das kann jedermann weiter oben nachlesen.

Es ist natürlich bedauerlich, daß Sie zwischen dem Signalisieren von Kampfbereitschaft und einem hirnlosen Drohen ohne Sinn und Verstand nicht zu unterscheiden vermögen und auch nicht erkennen, daß Sie da sehr wohl Maßgebliches hineininterpretiert haben, das ich zu keiner Zeit geschrieben oder wenigstens gemeint hätte. Es ist schon nicht ersichtlich, worin hier ein hirnloses Drohen ohne Sinn und Verstand gelegen haben könnte.

Kampfbereitschaft zu signalisieren gehört zum normalen Repertoire von Anwälten, wenn Sie diese deshalb nicht als zivilisierte Menschen subsumieren möchten, so ist das Ihre Sache.

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