Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Recht rund ums Tier

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HaffiAraber
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Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von HaffiAraber »

Hallo :)

Ich stand mit meinen beiden Pferden bis vor kurzem in einem nicht gewerblichen Pferdestall. Ich hatte die beiden von Februar bis Juni eingestellt, es wurde allerdings kein Vertrag geschlossen.
Im März verschlechterte sich der Gesundheitszustand meines einen Pferdes, es lahmte, geschwollene Beine, Husten u.ä. ohne direkt erkennbare Ursache. Das zog sich so bis Ende Mai, mal besser, mal schlechter, bis vom Tierarzt Hufrehe diagnostiziert wurde, das Pferd lief kaum noch, hatte starke Schmerzen. Auslöser der ganzen Erkrankung war wohl Graukresse, die in hohen Mengen auf der Pferdeweide steht. Da die Wiese ansonsten sehr trocken war und kaum Gras bot und die Pferde nur wenig Heu morgens und abends bekamen, wurde die Giftpflanze gefressen.
Ich fand dann durch Zufall die vorherige Einstellerin, die den Stall verlassen hatte weil ihre zwei Pferde die gleichen Probleme hatten. Beim Einzug in den Stall wurde ich darüber nicht in Kenntnis gesetzt.
Verschiedene Leute (Tierarzt, andere Einsteller, Reitlehrer und Messenger Verläufe) können bezeugen, dass ich dort Einstellerin war. Auf meine Frage ob es Graukresse auf der Weide gäbe, erhielt ich keine Antwort (Messenger).

Meiner Meinung nach, hat die Stallbetreiberin fahrlässig gehandelt, da sie von dem Kraut und dessen Wirkung wusste, nichts getan hat und das auch nicht zur Sprache brachte als sich der Zustand verschlimmerte.
Kann ich sie daher für die mir entstandenen Kosten zur Behandlung des Tieres (unter 1000€) verantwortlich machen?

Vielen Dank schon mal :)
Zuletzt geändert von ktown am 19.06.20, 18:44, insgesamt 1-mal geändert.
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Celestro
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von Celestro »

HaffiAraber hat geschrieben:
19.06.20, 18:40
da sie von dem Kraut und dessen Wirkung wusste, nichts getan hat und das auch nicht zur Sprache brachte als sich der Zustand verschlimmerte.
Das die Stallbetreiberin von dem Kraut und dessen Wirkung wusste, ist weshalb "Fakt"?

FM
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von FM »

Und die Pferdehalter haben das Kraut nicht sehen können?

winterspaziergang
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von winterspaziergang »

HaffiAraber hat geschrieben:
19.06.20, 18:40
...Da die Wiese ansonsten sehr trocken war und kaum Gras bot und die Pferde nur wenig Heu morgens und abends bekamen, wurde die Giftpflanze gefressen.
...
Kann ich sie daher für die mir entstandenen Kosten zur Behandlung des Tieres (unter 1000€) verantwortlich machen?
was ist vertraglich hinsichtlich Fütterung und Haftung bei Auslauf auf der Koppel vereinbart? Man muss das hier nicht beantworten. Nur ein Hinweis, was eine Rolle spielen dürfte.

HaffiAraber
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von HaffiAraber »

Von dem Kraut wusste sie, da bereits andere Einsteller bzw. eine Unterpächterin sie darauf angesprochen haben. Und eben durch die gegangene Einstellerin, die deswegen den Stall verließ.

Da es keinen Vertrag gab, ist dementsprechend dazu auch nichts schriftliches festgehalten worden.

Ich selbst kannte das Kraut vorher nicht und habe es deswegen leider nicht bewusst auf der Wiese wahrgenommen.

WHKD2000
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von WHKD2000 »

HaffiAraber hat geschrieben:
22.06.20, 13:44

Da es keinen Vertrag gab, ist dementsprechend dazu auch nichts schriftliches festgehalten worden.
und auf welcher Basis haben Sie dann Ihre Pferde dort eingestellt?

:engel:

Zafilutsche
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von Zafilutsche »

Ich denke, dass ein Pferdehalter allein in der Verantwortung steht, wo/wie/wann das Tier untergestellt wird.
Das Sachkunde zum halten eines Tieres erforderlich ist, sollte m.E. unstrittig sein.
Auch wird der Pferdehalter prüfen müssen, ob Stallung und Weide für eine Unterbringung geeignet sind.
Es sind bekanntlich mit der Tierhaltung zahlreiche Risiken (und Kosten) verbunden. Daher
wird man sehr regelmäßig den Zustand von Tier und Umgebung kontrollieren müssen, um mögliche Schäden abwenden zu können.
Wie bereits erwähnt könnte man Haftungsfragen vertraglich mit einem Stallbetreiber/Eigentümer klären
und damit festlegen wer im welchen Umfang welche Kosten/Tätigkeiten zu verrichten hat.
Bei manchen Staaten gilt derjenige als viel gefährlicher, der auf den Schmutz hinweist, als der, der ihn gemacht hat. [Freiheit f. Assange]

lottchen
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von lottchen »

HaffiAraber hat geschrieben:
19.06.20, 18:40
Ich stand mit meinen beiden Pferden bis vor kurzem in einem nicht gewerblichen Pferdestall.
Was ist darunter zu verstehen? Die machen das nicht professionell, haben kein Gewerbe angemeldet, es gibt z.B. auch keine Versicherung? Es gibt keine Rechnung, sondern die Bezahlung erfolgt bar auf die Hand? Ist also mehr ein Freundschaftsdienst, der mit ein paar Euro gewürdigt wird? Die Frage der Haftung ergibt sich m.M. nach aus der Art des Vertrages, den man geschlossen hat (wenn nicht schriftlich, dann mündlich). Und hängt davon ab, welcher Art beide Vertragspartner sind. In einem professionellen Stall würde ich schon bejahen, dass dieser haftet, wenn er den Tieren ermöglicht, falsches Futter zu sich zu nehmen. Aber das scheint hier eben nicht der Fall zu sein.
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

WHKD2000
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Re: Muss Stallbetreiber (Pferd) für Tierarztrechnung aufkommen?

Beitrag von WHKD2000 »

lottchen hat geschrieben:
23.06.20, 10:17
HaffiAraber hat geschrieben:
19.06.20, 18:40
Ich stand mit meinen beiden Pferden bis vor kurzem in einem nicht gewerblichen Pferdestall.
Was ist darunter zu verstehen? Die machen das nicht professionell, haben kein Gewerbe angemeldet, es gibt z.B. auch keine Versicherung? Es gibt keine Rechnung, sondern die Bezahlung erfolgt bar auf die Hand? Ist also mehr ein Freundschaftsdienst, der mit ein paar Euro gewürdigt wird? Die Frage der Haftung ergibt sich m.M. nach aus der Art des Vertrages, den man geschlossen hat (wenn nicht schriftlich, dann mündlich). Und hängt davon ab, welcher Art beide Vertragspartner sind. In einem professionellen Stall würde ich schon bejahen, dass dieser haftet, wenn er den Tieren ermöglicht, falsches Futter zu sich zu nehmen. Aber das scheint hier eben nicht der Fall zu sein.
ist immer wieder interessant, wie sich TE in Schweigen hüllen, wenn

a) keine Wunschantwort kommt und

b) offensichtliche Ungereimtheiten in der Schilderung auffallen

dann kommt ggf. noch Pkt. C hinzu........

c) der TE bessert seine bisherige Schilderung aus :liegestuhl:


:engel:

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