Hund, Zuchtverbot - Anzahlung weg?

Recht rund ums Tier

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Celestro
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Re: Hund, Zuchtverbot - Anzahlung weg?

Beitrag von Celestro »

ExDevil67 hat geschrieben:
22.09.20, 10:37
Ich unterstelle mal das die wenigsten Züchter so versiert sind in juristischen Fragen das die über einen halbwegs wasserdichten Vertragsentwurf verfügen.
Vermutlich richtig. Aber wer sagt, das im fiktiven Fall der Züchter den Vertrag nicht durch einen RA hat prüfen lassen? Ich halte es angesichts des zitierten Urteils jedenfalls nicht für akzeptabel, hier mit einer Einstellung a la "man kann einen Vertrag mit Zuchtverbot recht entspannt unterschreiben, denn das wird in den meisten Fällen unrechtmäßig sein" ran zu gehen.

Zumal ... was wäre die Vorgehensweise? Nehmen wir an, der Züchter legt einen Vertrag mit Zuchtverbot vor. Wenn der "Käufer" jetzt darauf hinweist, das von einer Klausel des Zuchtverbotes vorher keine Rede war ... was dann? Der Züchter merkt sofort, das hier gezüchtet werden soll und könnte sich darauf berufen, das die Gebühr weg ist und man das Tier trotzdem nicht bekommt (weil nicht unterschrieben wird). Alternativ sich nichts anmerken lassen, unterschreiben und darauf hoffen, das man nicht verklagt wird, oder wenn, dass es gut ausgeht? Ernsthaft?

ExDevil67
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Re: Hund, Zuchtverbot - Anzahlung weg?

Beitrag von ExDevil67 »

Celestro hat geschrieben:
22.09.20, 11:20
ExDevil67 hat geschrieben:
22.09.20, 10:37
Ich unterstelle mal das die wenigsten Züchter so versiert sind in juristischen Fragen das die über einen halbwegs wasserdichten Vertragsentwurf verfügen.
Vermutlich richtig. Aber wer sagt, das im fiktiven Fall der Züchter den Vertrag nicht durch einen RA hat prüfen lassen? Ich halte es angesichts des zitierten Urteils jedenfalls nicht für akzeptabel, hier mit einer Einstellung a la "man kann einen Vertrag mit Zuchtverbot recht entspannt unterschreiben, denn das wird in den meisten Fällen unrechtmäßig sein" ran zu gehen.
Man hat aber zumindest einen Anhaltspunkt wie ein Gericht so eine Klausel prüfen würde und könnte dementsprechend die Klausel die einem der Züchter vorlegt besser einschätzen.
Celestro hat geschrieben:
22.09.20, 11:20
Zumal ... was wäre die Vorgehensweise? Nehmen wir an, der Züchter legt einen Vertrag mit Zuchtverbot vor. Wenn der "Käufer" jetzt darauf hinweist, das von einer Klausel des Zuchtverbotes vorher keine Rede war ... was dann? Der Züchter merkt sofort, das hier gezüchtet werden soll und könnte sich darauf berufen, das die Gebühr weg ist und man das Tier trotzdem nicht bekommt (weil nicht unterschrieben wird). Alternativ sich nichts anmerken lassen, unterschreiben und darauf hoffen, das man nicht verklagt wird, oder wenn, dass es gut ausgeht? Ernsthaft?
Moment, die Reservierungsgebühr ist nur weg wenn der Käufer abspringt. Wenn der Verkäufer das Gefühl hat der Käufer will vertragswidrig züchten, kann er ja sich ja auch von der Reservierungsvereinbarung lösen. Wie war das, Unklarheiten in AGBs gehen zu lasten des Verwenders. Und der Fall "keine Einigung auf Kaufvertrag" dürfte von dem Text nicht erfasst sein.

Celestro
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Re: Hund, Zuchtverbot - Anzahlung weg?

Beitrag von Celestro »

ExDevil67 hat geschrieben:
22.09.20, 11:28
Man hat aber zumindest einen Anhaltspunkt wie ein Gericht so eine Klausel prüfen würde und könnte dementsprechend die Klausel die einem der Züchter vorlegt besser einschätzen.
Naja ... das:
ExDevil67 hat geschrieben:
22.09.20, 11:28
Ich unterstelle mal das die wenigsten Züchter so versiert sind in juristischen Fragen das die über einen halbwegs wasserdichten Vertragsentwurf verfügen.
gilt aber wohl auch für den Kunden. Sich das Urteil durchzulesen ist eine Sache, aber das auf einen konkreten Text anwenden dann ganz was anderes.
ExDevil67 hat geschrieben:
22.09.20, 11:28
Und der Fall "keine Einigung auf Kaufvertrag" dürfte von dem Text nicht erfasst sein.
Und wenn der Kunde nicht unterschreibt, ist er (der Kunde) ja abgesprungen.
ExDevil67 hat geschrieben:
22.09.20, 11:28
Und der Fall "keine Einigung auf Kaufvertrag" dürfte von dem Text nicht erfasst sein.
Warum haben Sie dann nicht schon vor Tagen dem TE geantwortet: "kein Problem, die Gebühr ist nicht weg." geantwortet?

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