Hundeangriff

Recht rund ums Tier

Moderator: FDR-Team

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Der Hilfesuchende
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Hundeangriff

Beitrag von Der Hilfesuchende »

Hallo,

mal fiktiv angenommen ein Hundehalter geht früh morgens mit seinem angeleinten Hund in NRW DU auf eine Wiese.

Ein Dobermann der in der Gegend durchaus für sein Aggressives Verhalten bekannt ist kommt völlig überraschend hinter einem Gebüsch hervorgerannt und greift sofort den Hund des o.g. Hundehalters an. Diesem gelingt es den Dobermann von seinem Hund runterzuziehen während nun auch der Halter des Dobermanns (welcher an einer sehr langen Laufleine war) dazukommt und auch hilft den Dobermann zu bändigen.

Der Halter des Dobermanns haut mit seinem Hund ab.

Die Polizei wird dazugerufen, begibt sich mit dem "geschädigten" Hundehalter zum Haus des Dobermannbesitzers (er wurde gesehen wo er rein ging - Mehrfamilienhaus) wo aber niemand öffnete. Der Dobermann ist lautstark durchs ganze Haus zu hören.

Die Polizei teilt mit das sie hier nicht weiter tätig werden kann und verweist ans Ordnungsamt

Das Ordnugnsamt wird informiert und bittet um schriftliche Anzeige. Diese wird getätigt. Zwischendurch stellt sich ein Zeuge beim Geschädigten vor welche den Hundeangriff gefilmt hat. Dieses Video wird ebenfalls dem OA zur Verfügung gestellt.

Dem OA ist der Halter bereits bekannt. Das OA teilt dem Geschädigten mit das umgehend der Veterinärarzt ? informiert wird und erst dieser ggf einen Wesenstest und oder Maulkorbpflicht oder ähnliches anordnen kann, alleine aber schon das Video die Agressivität des Dobermanns darlegt und das OA da die Meinug vertritt das hier auf jeden Fall mindestens ein Wesenstest angeordnet wird. Daraus könnte dann die Maulkorbpflicht resultieren.

Die Frage dazu ist, kann das wirklich nur der Veterinärzt anordnen ??

Die zweite Frage wäre, der Geschädigte fuhr zum Tierarzt, glücklicherweise war sein Tier nicht (zumindest nicht sichtbar) verletzt worden. Jedoch bekommt er natürlich eine Rechnung für die Untersuchung von 30 €. Kann der Geschädigte vom OA den Namen des Halters anfordern und hat er ein Recht auf Rausgabe der Infos um die 30€ einzufordern ??

Vielen Dank
Tastenspitz
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Re: Hundeangriff

Beitrag von Tastenspitz »

Der Hilfesuchende hat geschrieben: 06.04.21, 13:04kann das wirklich nur der Veterinärzt anordnen ??
Wer sollte das sonst machen. Ein Physiotherapeut vielleicht?
Der Hilfesuchende hat geschrieben: 06.04.21, 13:04 hat er ein Recht auf Rausgabe der Infos um die 30€ einzufordern ??
Wenn ein berechtigtes Interesse vorliegt, kann eine Adresse (hier genügt ja bereits der Name) angefragt und erhalten werden. Ggf. fallen dafür aber Kosten an, die der Geschädigte mit einfordern kann.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.
Der Hilfesuchende
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Re: Hundeangriff

Beitrag von Der Hilfesuchende »

Tastenspitz hat geschrieben: 06.04.21, 13:39 Ein Physiotherapeut vielleicht?
Vieleicht das Ordnungsamt selber ?
FM
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Re: Hundeangriff

Beitrag von FM »

Das wird auch das Ordnungsamt feststellen, da es nach § 13 LHundG die zuständige Behörde ist. Diese Feststellung erfolgt aber, so festgelegt in § 3 ebd., nach Begutachtung durch den Amtstierarzt.
Der Hilfesuchende
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Re: Hundeangriff

Beitrag von Der Hilfesuchende »

Danke, die Aussage versteh ich dann auch.
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