Hundekauf Anzahlung

Recht rund ums Tier

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Schneemann1958
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Hundekauf Anzahlung

Beitrag von Schneemann1958 »

Ich hätte mal eine Frage.
A kauft einen Welpen als dieser 4 Wochen alt ist und macht mit B(Züchter) einen Vertrag, das sie den Welpen verbindlich reserviert, und zahlt den Welpen an.
Vereinbart wird, das A den Welpen mit 10 Wochen abholt und den Restbetrag zahlt. A hat nun aber kein Geld und holt den Welpen nicht ab. A verlangt von B Ratenzahlung. B sagt nein, dann ist der Welpe 13 Wochen alt und B sagt okay A kann bei Abholung einen Teil zahlen und dann einen Monat den Rest. A lehnt dies ab, da er kein Geld hat. Ein ungefährer Abholtermin kann nicht genannt werden.
B macht A das Angebot den Welpen zu vermitteln, da er zu alt wird und A kann sich einen neuen vom nächsten Wurf aussuchen. A lehnt auch dies ab. B hat nun mit über 18 Wochen den Welpen verkauft mit Verlust, da er durch sein Alter nicht mehr zum vollen Welpenpreis verkauft werden konnte. Wie sieht es mit der Anzahlung von A aus?

mailo
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Beitrag von mailo »

Hier nur meine persönliche Meinung:

Man kauft etwas und hat gar nicht das Geld dafür.

Wenn das Geld fällig ist "verlangt" man Ratenzahlung - obwohl man selbst dafür das Geld nicht hat.

Der Züchter konnte den Welpen nicht verkaufen da er ja verbindlich mit schriftlichem Vertrag reserviert war.

Ist die Frage nach der Anzahlung jetzt wirklich ernst gemeint?

Mein persönlicher Eindruck mit hoffentlich gesundem Rechtsempfinden ist: Gott sei Dank hat A den Welpen nicht bekommen.
Wovon hätten Impfungen und Tierarztbesuche sowie die Hundesteuer bezahlt werden sollen?

Waschbärin
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Beitrag von Waschbärin »

Letztendlich kommt das alles auf den Wortlaut des Kaufvertrages an. Üblicherweise wird vereinbahrt daß der Kaufpreis soundsoviel Euro beträgt und der Welpenkäufer bei verbindlicher Reservierung eine Anzahlung in Höhe von xx Euro zu leisten hat. Ein Termin, bis wann der Käufer den Welpen abzuholen hat, wird vereinbahrt. Wird der Welpe dann, aus welchem Grund auch immer, vom Käufer nicht bis zu diesem Termin abgeholt (und der Restbetrag gezahlt), behält der Züchter die Anzahlung und kann den Welpen anderweitig vermitteln. Durch die spätere Vermittlung entstehen ihm ja Kosten, die er nicht gehabt hätte wäre der Welpe zum vereinbahrten Termin abgegeben worden.

Ich als Züchter wäre allerdings heilfroh wenn eine so wenig vorausschauend handelnde Person keinen meiner Welpen erhält. Auch wenn der Welpe dann, anders als geplant, länger bei mir bleiben muß.

LG die waschbärin

Aileen
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Beitrag von Aileen »

Ja, es ist so wie Waschbärin es geschrieben hat.
Es sollte schon im Kaufvertrag stehen, wann der Hund abgeholt werden soll, die Restzahlung und wenn der Hund nicht abgeholt wird, was dann mit der Anzahlung passieren soll.

Snowflake
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Beitrag von Snowflake »

Diese Anzahlungsregelung ist ja nicht da, damit mittellose Züchter ihren Strom bezahlen können, sondern für exakt diesen Fall, weil eben Kosten entstehen, wenn nach Reservierung der Welpe doch nicht genommen wird. Immerhin bietet der Züchter ihn dann nicht anderen potentiellen Käufern an und wenn an Tag X Abnehmer A sagt: April, April. ich nehm ihn doch nicht und der Züchter entsprechend wieder nach Abnehmern suchen muss.. der Welpe älter wird. etc.

Ein Paradebeispiel.
Nichts macht die Menschen so unverträglich wie das Bewußtsein, genug Geld für einen guten Rechtsanwalt zu haben.

mailo
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Beitrag von mailo »

Hallo,

der Züchter musste ja auch den zusätzlichen Hund füttern und versorgen in der Zeit in der er nicht abgeholt wurde.

Wenn man weiß, man hat das Geld nicht und kauft trotzdem, ist da nicht schon irgendwie Betrug im Spiel. Das würde mich mal interessieren.

Leider ist aber wohl die "Geiz ist geil" Mentalität überall, und genau deshalb müssen solche Internetseiten entstehen: http//www.hinsehen-statt-wegschauen.de (Die Aufklärungsseite zum Thema Welpenhandel )

Eine, wie ich meine super Sache !

Sheik
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Registriert: 10.09.08, 22:41

Beitrag von Sheik »

Einem Verkäufer steht die Anzahlung auch dann zu, wenn er sich damit bereichern würde. Es kommt nur auf die Vereinbarung an, nicht aber auf die Profitfrage.
Vor Gericht kriegt man ein Urteil und nicht etwa Gerechtigkeit, wobei die Hoffnung, dass doch manche Urteile gerecht seien, wohl als Letzte stirbt
Ich habe als Andersdenkender natürlich rote Punkte, hahaha
Die FDP wird alles richten

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