Katze angefahren.

Recht rund ums Tier

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hws
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von hws » 27.11.13, 19:02

Bananenfan hat geschrieben:-ähem- SC ? Schlangenhalter ?
SC = Speakers Corner, Ecke für Unsachlichkeiten
Schwesterforum = Medizinforum, auch von Doc Jaeckel
Schlangenhalter = Diskussion hier im Forum, ob man lebende Katzen und Hunde an eine Schlange verfüttern darf.

hws

Bananenfan
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 07:55

Aha. Bin ja noch nie hier gewesen

Na, so tief gesunken sind wir noch nicht, einen Schlangenhalter statt einen Tierarzt anzurufen.
Aber den möchte ich mal sehen, den das nicht schmerzt, mal eben knapp tausend Euro auf den Tisch zu legen, und ein beschädigtes Tier zu haben...

Kormoran
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Kormoran » 28.11.13, 11:09

Bananenfan hat geschrieben:Na, so tief gesunken sind wir noch nicht, einen Schlangenhalter statt einen Tierarzt anzurufen.
Der Schlangenhalter würde auch meckern, weil tote oder verletzte Katze nicht genug zappeln und das der Schlange im Sinne einer artgerechten Fütterung ja wieder nicht gefallen würde... :|
Bananenfan hat geschrieben:Aber den möchte ich mal sehen, den das nicht schmerzt, mal eben knapp tausend Euro auf den Tisch zu legen, und ein beschädigtes Tier zu haben...
Das würde wohl so ziemlich jeden schmerzen. Aber das ist doch eigentlich auch gar nicht Gegenstand der Diskussion.

Die Frage: "Könnt ihr verstehen, dass ich mich darüber ärgere, dass meine Katze verletzt wurde und ich nun enorme Behandlungskosten aufbringen muss?" hätte man schon auf Seite 1 in der ersten Antwort mit "ja" beantworten können, wenn sie denn gestellt worden wäre.

Die Höhe der Behandlungskosten lässt m.E. übrigens durchaus Zweifel aufkommen, ob der Katzenhalter diese in dem Umfang ersetzt bekommen würde, selbst wenn der Autofahrer feststünde und man einmal annehmen würde, dass man ihn wegen irgend eines Verschuldens sogar zur Zahlung heranziehen könnte. Denn auch ein Schädiger muss nicht alles bezahlen, was der Geschädigte für sinnvoll und richtig hält.

Im Fall eines Haustieres gehen die Vorstellungen da natürlich gänzlich auseinander, denn der eine bemisst "Wert" in Geld und der andere in emotionaler Bindung. Ersetzt wird aber das erste. Das könnte in die Richtung gehen, dass man feststellen würde, dass eine entsprechende neue Katze und das Einschläfern der verletzten zu bezahlen seien. Damit würde der Katzenhalter wohl so oder so auf einem erheblichen Teil der Behandlungskosten sitzenbleiben.

Angesichts der Kosten könnte man auch einmal darüber nachdenken, wer denn im Fall, dass ja daran gedacht wurde, ein Dritter, der die Katze finden könnte, müsste nun die Behandlung veranlassen, diese Kosten zu übernehmen hätte?

Wenn der Dritte die Katze einschläfern ließe, um ihr ein Leiden zu ersparen, wäre das für ihn ja noch einigermaßen überschaubar.

Aber sonst? Dann veranlasste also der Dritte mal eben eine Behandlung für 1000 €. Im günstigen Fall wäre der Tierhalter ausfindig zu machen. Der Dritte eröffnete vermutlich anschließend hier im Zivilrecht den Thread, wie er bei einer GoA die Behandlungskosten vom Tierhalter zurückbekommen könnte. Wobei Letzterer auf wundersame Weise plötzlich zu der Erkenntnis käme, dass diese Behandlungskosten dem Wert der Katze nun aber gar nicht angemessen wären und er natürlich überhaupt nicht daran dächte...
Wenn der Tierhalter nicht zu finden wäre, zahlte sowieso der Dritte.

Wenn er die Katze aus o.g. Erwägungen einschläfern ließe, das selbst bezahlte und der Tierhalter unbekannt bliebe, hätte er Schwein gehabt und ein gutes Werk getan. Würde der Tierhalter ausfindig gemacht, könnte er sich dann anschließend rechtfertigen, wie er denn dazu käme, die Katze - man hätte doch noch... und der psychische Knacks der gesamten Katzenhalterverwandtschaft müsste nun aber... :shock:

Aber wenn es nur um das Verstehen von Schmerz, Trauer, Wut oder dergleichen geht, dürfte das kaum das Problem sein. Nur aus diesen Beweggründen jetzt jeden, den man meint, irgendwie kriegen zu können, strafrechtlich verfolgen lassen zu wollen, ist nicht erfolgversprechend.

webelch
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von webelch » 28.11.13, 11:25

da schliesse ich mich meinem vorredner an.

ich fürchte allerdings, da ich schon ähnliches schrieb, dass der katzenfreund auf diesem ohr taub und dem auge blind ist.

Redfox

Re: Katze angefahren.

Beitrag von Redfox » 28.11.13, 11:34

Kormoran hat geschrieben:Im Fall eines Haustieres gehen die Vorstellungen da natürlich gänzlich auseinander, denn der eine bemisst "Wert" in Geld und der andere in emotionaler Bindung. Ersetzt wird aber das erste. Das könnte in die Richtung gehen, dass man feststellen würde, dass eine entsprechende neue Katze und das Einschläfern der verletzten zu bezahlen seien. Damit würde der Katzenhalter wohl so oder so auf einem erheblichen Teil der Behandlungskosten sitzenbleiben.
Gem. § 90a BGB sind Tiere keine Sachen. Auf sie sind die für Sachen geltenden Vorschriften entsprechend anzuwenden, soweit nicht etwas anderes bestimmt ist.

Bezüglich Tieren hat der Gesetzgeber bestimmt, dass die aus der Heilbehandlung eines verletzten Tieres entstandenen Aufwendungen sind nicht bereits dann unverhältnismäßig, wenn sie dessen Wert erheblich übersteigen, § 251 Abs. 2 S. 2 BGB.

Bananenfan
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 11:40

Kormoran hat geschrieben:
Bananenfan hat geschrieben: Wenn der Tierhalter nicht zu finden wäre, zahlte sowieso der Dritte.
Glaub ich nicht. Weiß das jemand ?

In dem Fall hier hab ich die Beurteilung des Zustandes der Katze dem Tierarzt überlassen. Ich hätte sie evtl. gleich einschläfern lassen. Er meinte, es wäre nicht so schlimm, wie es aussah.

Es wird nun doch nicht so teuer. Er hat gesagt, dass er einige seiner Bemühungen nicht berechnen wird, und Mühe hat er sich wohl gemacht.
Die Katze wird nun doch nicht überleben.

Ich denke, für die verbliebenen Haustiere werde ich über eine Versicherung nachdenken.

Ich glaube nicht, dass ich als definitiv Nicht-Halter eines Tieres dessen tierärztliche Behandlung zahlen muss.

Ich weiß auch nicht, ob eine ärztliche Behandlung, ob von Tier oder Mensch, immer "das richtige" ist. Aber irgendwas muß man ja machen.

Bananenfan
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 11:44

Ob ich nun rechtlich Halter bin oder nicht,
persönlich fühle ich mich gegenüber der Katze auch als "Dritter",
näher dran vielleicht als andere

liegenlassen kann man sie meines Erachtens nicht, weil dann eine potentielle Gefährdung von ihr ausgeht

ist vielleicht auch nicht das Schönste für das Tier selbst

ob die tierärztliche Behandlung nur angenehm ist ? Zumindestens hat er da Schmerzmittel bekommen, Zuwendung und Nahrung, bis halt dann das Schädel-Hirn-Trauma doch seine Folgen gezeigt hat und die Katze sehr abgebaut hat

ich denke, die ca. 300 Euro, wars mir das wert

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Re: Katze angefahren.

Beitrag von webelch » 28.11.13, 11:45

Bananenfan hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass ich als definitiv Nicht-Halter eines Tieres dessen tierärztliche Behandlung zahlen muss.
wenn jemand eine verletzte katze findet und diese zur behandlung zu einem tierarzt bringt, muss dieser jemand (zunächst erstmal) die behandlung auch bezahlen. wer denn auch sonst? das passende stichwort "GoA" hat kormoran bereits gegeben.

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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 11:56

ich könnte mir vorstellen, dass die Gemeinde, ein Tierheim o.ä. bezahlen müsste
bei meinen Tieren IST der Halter definitiv schnell herauszufinden, durch Chip, Tätowierung etc.

wenn die betreffenden Körperteile nicht gerade abgetrennt sind

mir sitzt da noch ein Satz im Kopf, der früher in dieser Diskussion fiel, irgendwas mit, wenn man Verantwortung für ein Tier übernehme, müsse man die Konsequenzen halt ggf. tragen

man stelle sich vor, ich schließe für meine restlichen Tiere eine Versicherung ab, die die Tierarztkosten zu 90% übernimmt im Falle des Falles, bezahle diese brav jahrelang,

und dann fährt irgendsoein A... das Tier an oder sieht es verletzt irgendwo liegen oder herumlaufen, und bringt es nicht mal zum Tierarzt.........

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Re: Katze angefahren.

Beitrag von webelch » 28.11.13, 12:04

Bananenfan hat geschrieben:ich könnte mir vorstellen, dass die Gemeinde, ein Tierheim o.ä. bezahlen müsste
das heisst der finder des tieres soll es verletzt vor dem tierheim, das er erst noch suchen muss, ablegen und flüchten?
Bananenfan hat geschrieben:bei meinen Tieren IST der Halter definitiv schnell herauszufinden, durch Chip, Tätowierung etc.
dann muss der halter auch die kosten der von einem dritten, dem finder, beauftragten behandlung übernehmen. das stichwort hatten wir ja bereits.
Bananenfan hat geschrieben:und dann fährt irgendsoein A... das Tier an oder sieht es verletzt irgendwo liegen oder herumlaufen, und bringt es nicht mal zum Tierarzt.........
dieses im kreis drehen nervt langsam aber sicher auch den tierliebendsten tierfreund.

tip: möchte man nicht, dass seine katze angefahren wird oder sonstwie aufgrund der gefahren in der "natur" verunfallt, muss man sie im haus lassen. das gleiche gilt für hunde. diese sind dann immer, immer, immer, an einer, besser zwei leinen an halsband und ausbruchssicherem geschirr zu führen und nie, nie, nie, unbeaufsichtigt zu lassen.

Roni
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Roni » 28.11.13, 12:10

ich denke, die ca. 300 Euro, wars mir das wert
ich denke ich hätte das auch gemacht,

Aber hat der Tierarzt vor der Behandlung darauf hingewiesen, dass es wahrscheinlich umsonst ist, dass Erlösen besser wäre ?
Mein Tierarzt wägt da immer ab.

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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 12:30

hier wars eher so, dass ich gedacht hab, einschläfern, und der Tierarzt gemeint hat, so schlimm wär es nicht.
Die haben da wohl öfter "Unfallopfer"
ich war zum ersten Mal bei diesem Tierarzt, der wo ich normalerweise hingeh, ist weiter weg

Und sag mir einer, es hätt ihn nicht überfordert, sein Tier in diesem Zustand vor der Haustür sitzen zu sehen.

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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 12:31

Ich würd trotzdem wo anrufen, wenn ich ein verletztes Tier fänd, es evtl. auch mitnehmen, je nach Situation.
Nur wo, das ist die Frage.
Polizei ? Vielleicht besser nen Tierarzt. Wenn keiner weiß, wems gehört

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Re: Katze angefahren.

Beitrag von Bananenfan » 28.11.13, 12:36

nee, es war sogar so, ich hab zuerst bei dem TA angerufen, wo ich üblicherweise hingeh, und der hatte aber grad keine Zeit, irgendwie selber nen Arzttermin oder so.
Der hat mich dann an diesen verwiesen.
Ist ja auch egal.
Zuletzt geändert von Bananenfan am 28.11.13, 12:40, insgesamt 1-mal geändert.

karli
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Re: Katze angefahren.

Beitrag von karli » 28.11.13, 12:37

Bananenfan hat geschrieben:Vielleicht besser nen Tierarzt. Wenn keiner weiß, wems gehört
Und wer bezahlt Den dann ?
Wenn du kritisiert wirst, dann mußt du irgend etwas richtig machen, denn man greift nur denjenigen an, der den Ball hat. (Bruce Lee)
Achtung: Meine Beiträge können Meinungsäusserungen, Denkanstösse, sowie Spuren von Ironie und Sarkasmus enthalten.

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