Hundekauf

Recht rund ums Tier

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Bianca31
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Hundekauf

Beitrag von Bianca31 » 24.03.14, 08:53

Es geht um folgendes:

"A" kauft einen Hund (Welpen) mit Papieren bei einem eingetragenen Züchter mit Kaufvertrag.
Im KV sind u.a. folgende Punkte vermerkt:

- es wird versichert das der Welpe zum Zeitpunkt der Abgabe lt. TA und Zuchtwart keine Erkrankungen oder Mängel hat, die den Hund in seiner Funktion als Familienhund beeinträchtigen würden.
- versteckte Mängel können zum Zeitpunkt der Abgabe jedoch nicht ausgeschlossen werden
- von der Haftung die durch falsche Haltung, Aufzucht oder Behandlung wird der Züchter frei gesprochen
- der Welpe wird als Familienhund verkauft
- falls mit ihm später gezüchtet werden soll, ist dies nur im Rahmen der Körvoraussetzungen des Zuchtclubs und des VDH / FCI möglich
- der Züchter übernimmt keine Garantie für Zuchttauglichkeit

Als zusätzliche Vereinbarungen wurde (handschriftlich) vermerkt, das mit dem Hund bei Eignung gezüchtet werden darf.

Eine Vertragsstrafe wurde nicht festgehalten, da der Züchter meinte, das diese sowieso oft nicht zum tragen käme und es ihm letzten Endes nur um das Wohlergehen des Welpen geht.

Nun wurde bei dem besagten Hund im Alter von 1 1/2 Jahren eine ED festgestellt. Diese ist zuchtausschließend.
Züchter zahlt nach mündlicher Absprache 300 Euro an "A" zurück - für Behandlungsmassnahmen wie Physiotherapie usw.

Besteht weiter ein Garantieanspruch, der geltend gemacht werden könnte? Hund wird nun zwei Jahre.

Danke für Antworten.

Tastenspitz
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Re: Hundekauf

Beitrag von Tastenspitz » 24.03.14, 09:07

Garantie? Wurden denn sowas vereinbart?
Btw...ED? Erektile Dysfunktion oder was......? Nur falls das wichtig ist.
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Re: Hundekauf

Beitrag von Bianca31 » 24.03.14, 09:22

Nein, es wurde nichts vereinbart - weder mündlich noch schriftlich. Die wichtigen Punkte des KV hatte ich aufgeführt.

Aber unterliegen Züchter nicht einem Gewährleistungsanspruch über zwei Jahre dem Welpen / neuem Besitzer gegenüber?
Mit dem "Garanieanspruch" hatte ich mich wohl falsch ausgedrückt.

Tastenspitz
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Re: Hundekauf

Beitrag von Tastenspitz » 24.03.14, 09:36

Nach BGB 90a gelten die Rechte auf Nachbesserung, Rücktritt, Minderung und Schadensersatz analog dem Sachenrecht. Beweislastumkehr durch den Verkäufer/Züchter ist hier nach 1 1/2 Jahren nicht mehr gegeben. Die Zuchteigenschaften wurden auch nicht zugesagt insofern ist Schadenersatz wohl an dem zu beziffern, soweit hier die Funktion als Familienhund beeinträchtigt wird. Minderung/Nachbesserung dafür wurde vereinbart und bereits gewährt. Weitergehender Anspruch dürfte dann mglw. der Rücktritt sein.
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Re: Hundekauf

Beitrag von Bianca31 » 24.03.14, 11:40

Danke!

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