Schäferhund beisst fremde Hunde

Recht rund ums Tier

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BeateN
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Schäferhund beisst fremde Hunde

Beitrag von BeateN » 25.04.14, 21:26

A ist ein alter Schäfer, der im fortgeschrittenen Rentenalter nur noch eine kleine Herde betreut. Er liegt mit seinem Nachbarn B im Clinch, weil dieser seine Weideflächen gerne hätten, doch A will die restlichen Schafe nicht abschaffen und die Weide behalten.
Um seine Schafe von einer Weide zum nächsten zu bringen hält er einen Schäferhund der die Herde beim Umtrieb begleitet.
Seit einger Zeit versucht B gemeinsam mit den im selben Haushalt lebenden Personen den Schäferhund zu provozieren. Dabei wird nach dem Hund getreten, und es B stellt sich schreiend und fuchtelnd an den Zaun von A, mit dem Ziel dessen Hund zur Aggression zu veranlassen.
Bs eigene Hunde werden zur Aggression gegen As Schäferhund angestachelt. A konnte durch Ausweichen bisher Beissereien erfolgreich aus dem Wege gehen, sein früherer Hund wurde aber mehrfach attackiert und A freute sich stets darüber und hat seine Hunde ausgiebig gelobt.

A fürchtet nun, dass sein Umtrieb der Schafe durch die Handlungen von B sabotiert werden, sei es durch frei lassen der Hunde von B, sei es durch ein entsprechendes menschliches Verhalten, die zum unkontrollierten Verhalten der Schafe führen.

Wie sieht in seinem solchen "Sabotage"-Fall die Rechtslage aus. Dürfte der Schäferhund sich zur Wehr setzen, dürfte er seine Herde verteidigen, ohne dass Schadenersatz fällig würde.

Beat

Waschbärin
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Re: Schäferhund beisst fremde Hunde

Beitrag von Waschbärin » 26.04.14, 12:06

Wenn die "sabotierenden" Personen in so einem Fall gebissen werden würden, dann wären sie rechtlich gesehen selbst schuld daran. Aber: Der Hundehalter müsste es beweisen können dass eine gebissene Person den Hund absichtlich derart gereizt hat.

Auf jeden Fall wäre es gut wenn der Schäfer die bisherigen Provokationen zur Anzeige bringen würde. Zumindest sollte die Situation dem Ordnungsamt geschildert werden, ggf. auch der Polizei. Es ist in solchen Fällen gut wenn das provozierende Verhalten des Nachbarn in irgendwo in einer Akten festgehalten wird, sollte es irgendwann zu einem Beissvorfall kommen.

Zudem sollte der Schäfer beim Umtrieb seiner Schafe möglichgst eine Begleitperson dabei haben. Wenn im Falle eines Beissvorfalles Aussage gegen Aussage steht, dann wäre der Schäfer in einer sehr ungünstigen Situation wenn er alleine war, der provozierende Nachbar aber einen oder mehrere Zeugen hätte. Als Halter des zubeissenden Hundes ist man in so einer Situation sowieso schon in der schwierigeren Situation.

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