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Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 29.07.14, 18:56
von Waschbärin
gitta. hat geschrieben:Das hat zwar nichts mit dem Eingangsbeitrag zu tun, aber mir tun diese ganzen Hundevermehrer, die so viel Zeit und Geld in die Produktion ihrer Ware investieren und dann nur so wenig Gewinn erzielen, wirklich leid. :kopfstreichel:

Wenn schon ein einziger Welpe dazu führen kann, dass die ganze Produkion keinen Gewinn abwirft, dann sollte man sich doch eigentlich überlegen, ob man dieses nicht oder wenig profitable Geschäft aufgeben sollte.
Es sollten also gerade die Züchter aufhören zu züchten, die aus Idealismus züchten und nicht weil sie damit Geld verdienen wollen? Also Billigfutter aus dem Discounter, Deckrüde gleich um die nächste Ecke? Den Rahmen der möglichen gesundheitlichen Untersuchungen schöpft man dann natürlich auch nicht mehr aus, um Erbkrankheiten nach bestem Wissen und Gewissen möglichst zu vermeiden. Und die Kosten und Mühen der Ausbildung spart man sich natürlich auch. Wozu Rassen weiterhin erhalten, die aufgrund ihrer mentalen und physischen Fähigkeiten geeignet sind zuverlässig irgendweche Aufgaben zu erfüllen? Man überlässt das Feld einfach den Vermehrern von Moderassen, die ihre Hündinnen derart ausnutzen dass sie trotz ihrer Dumpingpreise immer noch ein Geschäft mit der Ware Hund machen.

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 01.08.14, 16:18
von froehlich
Waschbärin hat geschrieben:Es sollten also gerade die Züchter aufhören zu züchten, die aus Idealismus züchten und nicht weil sie damit Geld verdienen wollen?
Aber nicht doch, wer sagt das denn? Diejenigen, die nicht wegen des Geldverdienens züchten, betreiben dies ja als Hobby. Es zwingt sie keiner dazu, etwas aus Idealismus zu tun.
Also Billigfutter aus dem Discounter, Deckrüde gleich um die nächste Ecke? Den Rahmen der möglichen gesundheitlichen Untersuchungen schöpft man dann natürlich auch nicht mehr aus, um Erbkrankheiten nach bestem Wissen und Gewissen möglichst zu vermeiden. Und die Kosten und Mühen der Ausbildung spart man sich natürlich auch.
Solange wirklich *jeder* Hunde züchten kann, wie er lustig ist, kommt es wohl auch zu diesem Szenario. Da wäre der Gesetzgeber gefragt, der Privatpersonen nur noch die Haltung kastrierter Hunde erlaubt und professionellen Züchtern (ob jetzt gewerblich oder aus Idealismus) strenge Auflagen erteilt.

Es gehen leider immer noch zuviele Hundehalter nach der blauäugigen Rechnung vor: "Ich kaufe einen teuren Rassehund, lasse den Welpen produzieren, die ich wieder verkaufe, und habe die Anschaffungskosten wieder drin."
Wozu Rassen weiterhin erhalten, die aufgrund ihrer mentalen und physischen Fähigkeiten geeignet sind zuverlässig irgendweche Aufgaben zu erfüllen?
Solange die Aufgaben nur von dieser einen besonderen Rasse erledigt werden können, hat sie selbstverständlich ihre Existenzberechtigung als Nutzhund. Aber sobald diese Aufgaben auch anderweitig genausogut erledigt werden können, muss man sich damit abfinden, dass die Nutzhunde-Zucht zum (eventuell kostenspieligen) Hobby wird.
Man überlässt das Feld einfach den Vermehrern von Moderassen, die ihre Hündinnen derart ausnutzen dass sie trotz ihrer Dumpingpreise immer noch ein Geschäft mit der Ware Hund machen.
Tiere als Modezubehör finde ich auch untragbar. Hier ist einfach die Vernunft der Hundehalter gefragt.

Ganz OT, aber neugierig bin ich: Wenn aufgrund mangelnder Nachfrage (a) eine bestimmte Nutzhunde-Rasse oder (b) eine Modehund-Rasse aus dem Genpool unwiderruflich verschwindet - was wäre tragischer?

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 02.08.14, 20:06
von Waschbärin
Mir ging es um diese Aussage hier...
gitta. hat geschrieben:Wenn schon ein einziger Welpe dazu führen kann, dass die ganze Produkion keinen Gewinn abwirft, dann sollte man sich doch eigentlich überlegen, ob man dieses nicht oder wenig profitable Geschäft aufgeben sollte.
... nach der ausgerechnet die Züchter aufhören sollen zu züchten, die ihren Gewinn, den sie durch den Verkauf ihrer Welpen erzielen, wieder vollständig in ihre Zuchttätigkeit und die Selektion der von ihnen zur Zucht verwendeten Hunde investieren.
froehlich hat geschrieben: Da wäre der Gesetzgeber gefragt, der Privatpersonen nur noch die Haltung kastrierter Hunde erlaubt...
Was bitte soll das denn jetzt? Auch wenn ich mit einem Hund nicht züchte, kastriert wird hier nur aus medizinischer Indikation. Alles andere ist bei Hunden eigentlich auch ein Verstoss gegen das TSchG, da dieses die Amputation von Körperteilen nur erlaubt wenn ein medizinischer Grund vor liegt. Oder aber anderweitig eine unkontrillierte Vermehrung nicht verhindert werden kann. Da aufgrund unserer Gesetzgenung heute aber keine Hunde mehr unbeaufsichtig frei herumlaufen dürfen, fällt das zweite Argument für eine Kastration von Hunden weg.
froehlich hat geschrieben: Ganz OT, aber neugierig bin ich: Wenn aufgrund mangelnder Nachfrage (a) eine bestimmte Nutzhunde-Rasse oder (b) eine Modehund-Rasse aus dem Genpool unwiderruflich verschwindet - was wäre tragischer?
Mir geht es nicht um irgendwelche exotischen Rassen, die heute keine Aufgabe mehr haben. Z.B. Papageientaucher aus ihren Höhlern zu holen. Sondern um die, die in geeigneter Qualität für Aufgaben gesucht werden, die sie schon lange erfüllen bzw. die aktuell immer wieder als neuer Aufgabenbereich hinzu kommen.

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 03.08.14, 11:11
von deerhunter
Der letzte Wurf (7 Welpen) hat mich einschließlich Chip, blauer Impfpass, Halsband, Leine, ein kleiner Sack Matzinger, ein Päckchen Leckerli (wer hat eigentlich dieses Wort erfunden?) und ne einfache Bürste ca. 1000€ gekostet.
ist das sach- und fachgerechte Zucht nach den Statuten des VDH?

Mal ein anderes Beispiel -
spätere Zuchthündin wird bei einem Züchter als Welpe gekauft - Preis 700,- €
Aufzucht, TA usw = 75 € Monat
im Alter von 18 Monaten erfolgt Röntgenuntersuchung von Hüfte, Ellenbogen, Rücken + DNA = Kosten inklusive Vereinsinterne Auswertung mind. 600,- €
Ausbildung der Hündin bis mind. BH + IPO 1 (Voraussetzung) = 3x / Woche zum Hundeplatz über 18 Monate
Ausstellungsvorbereitung + Ausstellung
Körung
alles in allem, habe ich ca. 5.000 € investiert, bevor ich mit der Hündin züchten darf :mrgreen: Aber es ist ja Hobby

Kosten Wurf mit 6 Welpen
Deckrüdenauswahl und Besichtigung von 3 möglichen Rüden = 400,- € (Fahrkosten)
Deckzeitbestimmung + Entwurmung der Hündin = 100,- €
Decken der Hündin = 400,- € Fahr - und Übernachtung
Deckgebühr = 400,- €

Kosten bis hierher ca. 1.700,- €
Ultraschalluntersuchung + Röntgen vor dem werfen = 120,- €
Welpenfutter für 8 Wochen Aufzucht = 250,- €
Tierarztbetreung Welpen + Endabnahme + 2x Impfen = 360,- € (60 / Welpe)
Abnahme des Wurfes durch Zuchtwart + Chippen + DNA Check = 210,- €
Ahnentafeln vom VDH Verein = 210,- €

alles in allem runde 3.000,- € Kosten bei einem Wurf, wenn nichts schief geht...wenn also 6 Welpen gesund zur Welt kommen und 8 Wochen alt werden...bleiben ca. 1.000,- € / Wurf über...wenn wir jetzt die Anfangskosten für die Zuchtfähigkeit der Hündin über 5 Würfe (eher unwarscheinlich für einen Hobbyzüchter) abschreiben + / - 0 :devil: :devil:

Leider klappt nicht jeder Deckakt, Hündin verwirft, es gibt mal einen Kaiserschnitt usw....also ein vernünftiger Liebhaberzüchter verdient damit garantiert kein Geld :devil:

Das sind nur die "Vermehrer", die in masse züchten und nicht auf Gesundheit, Rassenhygiene usw. achten

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 04.08.14, 04:17
von DerKoch
deerhunter hat geschrieben: ist das sach- und fachgerechte Zucht nach den Statuten des VDH?
Mit Sicherheit nicht.
Es ist Tier/Artgerecht aber sicherlich nicht so wie man es sich beim VDH vorstellt.
Ehrlich gesagt "Ich halte vom VDH nicht viel" warum das so ist will ich hier nicht vertiefen da die schon Leute vor Gericht gezerrt haben die weniger sagten als mir dazu einfällt.
deerhunter hat geschrieben: Mal ein anderes Beispiel -
spätere Zuchthündin wird bei einem Züchter als Welpe gekauft - Preis 700,- €
Aufzucht, TA usw = 75 € Monat
im Alter von 18 Monaten erfolgt Röntgenuntersuchung von Hüfte, Ellenbogen, Rücken + DNA = Kosten inklusive Vereinsinterne Auswertung mind. 600,- €
Ausbildung der Hündin bis mind. BH + IPO 1 (Voraussetzung) = 3x / Woche zum Hundeplatz über 18 Monate
Ausstellungsvorbereitung + Ausstellung
Körung
alles in allem, habe ich ca. 5.000 € investiert, bevor ich mit der Hündin züchten darf :mrgreen: Aber es ist ja Hobby
So hat das mein Vater früher auch gemacht und in Deiner Rechnung fehlt noch der Wertverlust vom Auto, mit dem man tausende Kilometer nur wegen der Hunde unterwegs ist.
Da ich mit meinem Vater, der übrigens lange Zeit Zuchtwart war, regelmäßig auf'm Hundeplatz, bei Schauen, Ausstellungen usw. war weiß ich schon wie es offiziell richtig gemacht wird aber ich habe da keine großen Ambitionen bezgl. eines Vereinslebens.
In den Vereinen die ich kenne läuft es immer gleich ab... die einen bringen ihre Arbeitskraft, natürlich gratis, ein um z.B. das Vereinsheim und den Platz i.O. zu halten, während die anderen gemütlich Bier trinken. Da ich zu den erstgenannten gehören würde bleibe ich lieber ganz weg.

Und das hier läuft bei mir auch anders.
deerhunter hat geschrieben: Kosten Wurf mit 6 Welpen
Deckrüdenauswahl und Besichtigung von 3 möglichen Rüden = 400,- € (Fahrkosten)
Da gibt es bei mir nichts zum auswählen, da der Rüde eh mit der Hündin zusammen wohnt (wie ein Ehepaar :mrgreen: ).
deerhunter hat geschrieben:
Deckzeitbestimmung + Entwurmung der Hündin = 100,- €
Das entfällt bei mir da die Deckzeit von der Natur bestimmt wird.
deerhunter hat geschrieben: Decken der Hündin = 400,- € Fahr - und Übernachtung
Deckgebühr = 400,- €
Das entfällt natürlich auch.
deerhunter hat geschrieben: Kosten bis hierher ca. 1.700,- €
Ich bin hier bei 0,00€
deerhunter hat geschrieben: Ultraschalluntersuchung + Röntgen vor dem werfen = 120,- €
Habe ich noch nie gemacht. Wenn die Hündin Probleme kriegen würde, würde ich zum TA gehen aber solange alles gut läuft lasse ich das.
Nicht weil ich unbedingt Geld sparen will sondern weil ich es für unnötig halte. Tatsächlich bin ich aber auch schon neben der Hündin gesessen und habe ihr alle 2 Stunden eine Spritze gegeben.
deerhunter hat geschrieben: Welpenfutter für 8 Wochen Aufzucht = 250,- €
Das mit dem Welpenfutter ist auch so ne Sache. Ich habe mir schon die Mühe gemacht und die Zutatenlisten der verschiedenen Hersteller gelesen und ich denke dass die Unterschiede zum Erwachsenenfutter unwesentlich sind und schon gar nicht, die zum Teil sehr hohen Preisunterschiede, rechtfertigen.
Bei mir gibt es, so wie die Welpen festes Futter fressen können, Reis der zusammen mit Karotten und Kartoffel gekocht und nach dem Abkühlen mit rohem Rinder bzw. Putenhackfleisch gemischt wird.
Und sowie die Zähne etwas größer sind bekommen sie auch Pansen und Blättermagen vom Rind. Das hat nicht den Hintergrund dass ich zu geizig bin Futter zu kaufen sondern den dass ein Hund darauf angewiesen ist pflanzliche Nahrung verstoffwechseln zu können und das kann er besonders gut wenn er die Enzyme aus dem Rindermagen (die ja dazu da sind pflanzliches zu verdauen) mit aufnimmt.
deerhunter hat geschrieben: Tierarztbetreung Welpen + Endabnahme + 2x Impfen = 360,- € (60 / Welpe)
Hat bei meinem letzten Wurf (7 Welpen) 498€ gekostet. Bestanden hat das aus > 1 X Impfen, Welpen (Erst)untersuchung und Chip mit blauem Impfpass. Normalerweise sind alle vor Fälligkeit der zweiten Impfung verkauft und wenn nicht schlage ich die Kosten auf dem Verkaufspreis auf.
deerhunter hat geschrieben: Ahnentafeln vom VDH Verein = 210,- €
Entfällt.
deerhunter hat geschrieben: alles in allem runde 3.000,- € Kosten bei einem Wurf, wenn nichts schief geht...wenn also 6 Welpen gesund zur Welt kommen und 8 Wochen alt werden...bleiben ca. 1.000,- € / Wurf über...wenn wir jetzt die Anfangskosten für die Zuchtfähigkeit der Hündin über 5 Würfe (eher unwarscheinlich für einen Hobbyzüchter) abschreiben + / - 0 :devil: :devil:
Zum reich werden ist das was ich mache auch nichts... da bräuchte ich ja 20 Hündinen die jedes Jahr einen Wurf haben. Zumindest für Mich unrealistisch.
deerhunter hat geschrieben: Leider klappt nicht jeder Deckakt, Hündin verwirft, es gibt mal einen Kaiserschnitt usw....also ein vernünftiger Liebhaberzüchter verdient damit garantiert kein Geld :devil:

Das sind nur die "Vermehrer", die in masse züchten und nicht auf Gesundheit, Rassenhygiene usw. achten
Den Schuh zieh ich mir aber nicht an: Zum einen kann bei ab und zu mal ein Wurf nicht die Rede von "Masse" sein und zum Anderen sind meine Hunde die häufig an Berufsschäfer (manchmal auch Hobbyschäfer) gehen mit Sicherheit keine larifari gezüchteten Köter. Der Verdacht der unnützen Züchtung kommt bei mir eher dann auf wenn ich sehe dass aufgetakelte Schabracken ihren Hundi pausenlos zum Frisör tragen oder wenn dem Hund ein Dirndel angezogen wird. Beispiele gibt es da jede Menge und all diese dubiosen Züchtungen werden vom VDH mir schönen Papieren zum abheften ausgestattet.

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 04.08.14, 09:11
von gitta.
Waschbärin hat geschrieben:
gitta. hat geschrieben:Das hat zwar nichts mit dem Eingangsbeitrag zu tun, aber mir tun diese ganzen Hundevermehrer, die so viel Zeit und Geld in die Produktion ihrer Ware investieren und dann nur so wenig Gewinn erzielen, wirklich leid. :kopfstreichel:

Wenn schon ein einziger Welpe dazu führen kann, dass die ganze Produkion keinen Gewinn abwirft, dann sollte man sich doch eigentlich überlegen, ob man dieses nicht oder wenig profitable Geschäft aufgeben sollte.
Es sollten also gerade die Züchter aufhören zu züchten, die aus Idealismus züchten und nicht weil sie damit Geld verdienen wollen?
Wo bleibt denn der Idealismus, wenn ein Welpe an einen Interessenten verkauft wurde und, wie in unserem Beispiel, am selben Tag zurückgegeben wird ?

Meiner Meinung nach würden da eher "Züchter", die nur Geld verdienen wollen, dieses Tier als wertlos bezeichnen und an die Kosten denken, die das zurückgenommene Tier ihnen verursachen wird. Idealisten würden sich für "ihr" Tier auch nach dem Verkauf verantwortlich fühlen und es gerne zurücknehmen, wenn es nicht beim Käufer bleiben kann.

Aber das hat wohl eher etwas mit Moral als mit Recht zu tun.

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 04.08.14, 15:32
von deerhunter
@ DerKoch
Wenn man es so macht wie Du, ist es für dich ok...ich kann damit auch leben, mache es aber völlig anders und habe damit in bisher 18 Würfen (29 Jahren) wohl eher nichts verdient :christmas Ist aber auch mein Hobby, Geld verdiene ich anders :ostern:
Wo bleibt denn der Idealismus, wenn ein Welpe an einen Interessenten verkauft wurde und, wie in unserem Beispiel, am selben Tag zurückgegeben wird ?
Sehe ich ähnlich, wenn es am selber Tag ist
Meiner Meinung nach würden da eher "Züchter", die nur Geld verdienen wollen, dieses Tier als wertlos bezeichnen und an die Kosten denken, die das zurückgenommene Tier ihnen verursachen wird. Idealisten würden sich für "ihr" Tier auch nach dem Verkauf verantwortlich fühlen und es gerne zurücknehmen, wenn es nicht beim Käufer bleiben kann.
Sicher, trotzdem muss man sich auch nicht alles gefallen lassen...aber das Wohl des Hundes geht immer vor :liegestuhl:

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 05.08.14, 15:18
von Waschbärin
gitta. hat geschrieben: Idealisten würden sich für "ihr" Tier auch nach dem Verkauf verantwortlich fühlen und es gerne zurücknehmen, wenn es nicht beim Käufer bleiben kann.

Aber das hat wohl eher etwas mit Moral als mit Recht zu tun.
Das sehe ich ganz genau so. Aber trotzdem darf meiner Meinung nach in so einem Fall der Käufer für die Mehrkosten aufkommen, die dem Züchter dadurch entstehen.

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 13.08.14, 21:27
von bikerdeifi
Hallo,
also um hier das mal klar zu stellen,
die "Züchterin" hatte zum ersten Mal Welpen gehabt, ist somit keine professionelle Hundeverkäuferin, außerdem hat der Welpe beim Käufer keinerlei Schaden erlitten.
Zudem wurde er 3 Tage später weiter vermittelt. Also Mehrkosten sind nicht zu finden, auch deshalb weil der Käufer extra für Zubehör und Futter aufgekommen ist.
Zudem müsste hochgerechnet über die 7 Welpen ein insgesammter Gewinn von ca. 3000 Euro
da gewesen sein. (laut einem Bekannten der über die gesamte Geschichte informiert ist)

Vereinbart wurde dass es ein Teil des Geldes zurück bezahlt wird. (Also der erzielte Betrag nach erfolgreicher Neuvermittlung)
Gerade weil schon vorher besprochen wurde - was hätte nicht passieren sollen - nämlich dass der Welpe zurückgegeben werden muss.

Nun stellt sich das aber so dar dass der Verkäufer sich an diese Vereinbarung nicht mehr erinnern will, und zahlt gar nichts mehr zurück. Nicht einmal den Betrag für das Zubehör welches nun der neue Besitzer des Welpens hat.
Wie erwähnt gibt es über die Vereinbarung keine schriftlichen Beweise.

Wäre eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll? Bzw. würde dann wohl Aussage gegen Aussage stehen.
Was passiert mit so einer Anzeige?

MfG

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 13.08.14, 21:48
von DerKoch
Es ist kaum anzunehmen dass die Polizei für Dich Geld eintreibt.

Wenn Du Dir sicher bist dass die ein Betrag X zusteht und der Schuldner nicht bezahlt, beantrage einen gerichtlichen Mahnbescheid und wenn dem widersprochen wird entscheidet ein Richter ob und was Dir zusteht.

Re: Hundekauf bei Privatperson

Verfasst: 14.08.14, 03:39
von Waschbärin
bikerdeifi hat geschrieben: Wie erwähnt gibt es über die Vereinbarung keine schriftlichen Beweise.
Die Zeit dafür hätte man sich besser nehmen sollen. Notfalls auf einer Serviette etc. Auch wenn man einen Welpen/Hund im Schweinsgalopp wieder los werden möchte.
bikerdeifi hat geschrieben: Wäre eine Anzeige bei der Polizei sinnvoll? Bzw. würde dann wohl Aussage gegen Aussage stehen.
Was passiert mit so einer Anzeige?
Ist denn irgend eine Gefahr im Verzug? Bedroht irgendwer irgendwen, so dass die Polizei von Nöten wäre?

Solche Angelegenheiten werden zivilrechtlich geregelt. Also i.d.R. Anwalt gegen Anwalt. Was dann ein Richter daraus macht wenn Aussage gegen Aussage steht kann man im Voraus nie genau sagen. Nicht selten liegen die Kosten für so einen Rechtsstreit aber höher als der Streitwert.