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recht.de • Thema anzeigen - Welpen vor der Abgabe
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 Betreff des Beitrags: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 21.05.16, 17:14 
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Beiträge: 78
Eine Frage an die Hundezüchter hier im Forum (ich weiß, es gibt einige):

Welche tierärztlichen Untersuchungen bzw. Behandlungen lasst ihr bei eueren Welpen vor Abgabe an den Käufer machen, insbesondere wenn einer der Welpen ein wesentlich geringeres Gewicht hat (-20%) als seine Geschwister?
(Hat was mit dem Thema Tierkaufrecht zu tun)

Ihr könnt mir auch gern eine PN schicken.

LG
Lissy


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 21.05.16, 19:48 
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Beiträge: 327
Wohnort: in der Nähe von Leipzig
Zitat:
Welche tierärztlichen Untersuchungen bzw. Behandlungen lasst ihr bei eueren Welpen vor Abgabe an den Käufer machen

Alle Impfungen die man in diesem Alter machen kann und eine allgemeine Untersuchung mit Bescheinigung des TA, das der Hund gesund ist

Zitat:
insbesondere wenn einer der Welpen ein wesentlich geringeres Gewicht hat (-20%) als seine Geschwister?

20 % bei einem Welpen sind sehr viel und könnte viele Ursachen haben...Würmer, Unterernährung oder sogar Zwergenwuchs! Ich würde solch einen Welpen nicht abgeben, bevor ich nicht genau weiß was er hat und würde das detailiert in den KV aufnehmen...ansonsten kann es viele Probleme geben!

_________________
Gruß

Adam


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 23.05.16, 06:00 
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Registriert: 28.02.05, 15:37
Beiträge: 1577
Ich lasse bei den Welpen die Impfungen geben, die in diesem Alter sinnvoll sind. Und vor dem Impfen muss der Tierarzt bei jedem Welpen eine Allgemeinuntersuchung machen (sonst darf er gar nicht impfen).

Zusätzlich lasse ich Kotproben in einem Labor untersuchen (auf Würmer, Giradien, Kokzidien).

Einen Gewichtsunterschied von 20% halte ich nicht für bedenklich. Ich hatte in meinen Würfen schon grössere Gewichtsunterschiede. Das hat ja auch etwas mit dem Wurfgewicht zu tun. Welpen sollten gleichmässig wachsen. Und gerade in grossen Würfen kommt es nicht selten zu unterschiedlich hohen Geburtsgewichten. Ein 200 g-Welpe sollte aber prozentual nur genau so viel zunehmen wie ein 500 g-Welpe. Logisch dass sich die Welpen dann auch im Gewicht zum Zeitpunkt der Welpenabgabe unterscheiden. Zumindest bei Rassen ab Mittelgrösse aufwärts legt ein Züchter den Grundstein für Skeletterkraknungen, wenn er Welpen mit geringerem Geburtsgewicht "im Wachtstum treibt", nur weil sich Welpen mit einheitlichen Gewichten bei der Abgabe besser vermarkten lassen.

Wenn ich als Züchter Bedenken hätte dass ein kleinerer/leichterer Welpe wohlmöglich später nicht das zur Zuchtzulassung erforderliche Gewicht bzw. die dafür erfoderliche Grösse erreichen könnte, dann würde ich meine diesbezüglichen Bedenken dem Käufer mitteilen und das auch so im Kaufvertrag festhalten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 24.05.16, 16:54 
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Registriert: 02.06.12, 18:56
Beiträge: 78

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Danke für euere Antworten.

Ich habe diese Frage gestellt, weil ich 2014 einen Welpen aus einem Wurf kaufte. Er war der kleinste des Wurfs, 1 kg leichter als seine Geschwister. Nach knapp 2 Jahren wurde bei ihm angeborener intrahepatischer Shunt diagnostiziert. Wäre bei ihm vor dem Kauf ein Ammoniaktest durchgeführt worden, hätte man das erkannt (und ich hätte ihn wahrscheinlich nicht gekauft).
Nun habe ich einen kranken Hund, an dem ich sehr hänge, und stehe vor der Entscheidung, ob ich ihn operieren lasse, das kostet sehr viel Geld und der OP-Erfolg ist fraglich, da schwierige Lage des Shunts, oder ob ich ihn weiterhin mit Leberdiätfutter und Medikamenten füttere. Das klappt bisher einigermaßen, kostet auch viel Geld, das Leberdiätfutter ist teuer und der Hund braucht viel Überwachung durch den Tierarzt. Bis zur Diagnosestellung hat es schon sehr viel Geld gekostet.

Kann ich vom Hundeverkäufer (kein Züchter) finanzielle Unterstützung fordern?


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 24.05.16, 20:33 
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Registriert: 28.02.05, 15:37
Beiträge: 1577
Das kommt ganz darauf an wie der Kaufvertrag formuliert wurde und ob ein Gericht den Verkäufer im Fall der Fälle als gewerblichen bzw. gewerbsmäßigen Verkäufer einstufen würde oder auch nicht. Ausserdem hängt der Erfolg in einem Rechtsstreit auch mit davon ab, wann und wie der Verkäufer über den Sachmangel in Kenntnis gesetzt wurde, welcher Zeitraum seit dem Kauf vergangen ist und ob es für diese Erkrankung evtl. eine rassetypische Disposition gibt (in dem Fall müsste der Käufer schon beim Kauf damit rechnen dass sein Hund später an dieser Erkrankugn leiden könnte).

Hier kann nur ein im Kaufrecht erfahrener Anwalt nach Studium des Kaufvertrages weiter helfen.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 28.05.16, 13:38 
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Registriert: 02.06.12, 18:56
Beiträge: 78

Themenstarter
deerhunter hat geschrieben:
20 % bei einem Welpen sind sehr viel und könnte viele Ursachen haben...Würmer, Unterernährung oder sogar Zwergenwuchs! Ich würde solch einen Welpen nicht abgeben, bevor ich nicht genau weiß was er hat und würde das detailiert in den KV aufnehmen...ansonsten kann es viele Probleme geben!


Könnte man dann sagen, dass der Verkäufer fahrlässig gehandelt hat, weil er den leichtgewichtigen nicht genauer durch den Tierarzt untersuchen liess?


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 28.05.16, 13:58 
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Registriert: 28.02.05, 15:37
Beiträge: 1577
Sagen kann man viel. Ob's stimmt, was man sagt, ist eine andere Geschichte.

Vermutlich war der Welpe geimpft? Vor dem Impfen ist jeder Tierarzt verpflichtet, das Tier gründlich zu untersuchen. Sonst darf er gar nicht impfen. Z.B. ein Herzfehler, der Ursache dafür sein könnte dass ein Welpe kleiner ist als normalerweise üblich, würde dabei entdeckt werden.

Über welche Rasse und welchen Kaufpreis reden wir hier eigentlich? Es gibt Rassen, bei denen diese Erkrankung häufiger auftritt als bei anderen. Selbst wenn der betreffende Zuchtverband entsprechende Untersuchungen bei Zuchttieren und/oder Welpen nicht vorschreibt, lassen manche Züchter sie trotzdem durchführen. Als Welpenkäufer ist man gut beraten dann nur bei solchen Züchtern zu kaufen.

Bei anderen Rassen kommt diese Erkrankung so gut wie nie vor. In solchen Fällen kann man nicht erwarten dass ein Züchter seine Zuchttiere und/oder Welpen auf alles, was bei irgend einer anderen Rasse erkrankungsmässig häufiger auftritt, testen/untersuchen lässt. Kein Welpenkäufer würde diesen finanziellen Mehraufwand entsprechend über den Welpenpreis hornorieren.

Um die Frage, ob Du vom Züchter Deines Hundes mit finanzieller Unterstützung rechnen kannst, beantwortet zu bekommen, bleibt Dir der Gang zum Rechtanwalt nicht erspart. Zu viel hängt von der Situation des Züchters (gewerbsmässig/nicht gewerbsmässig), dem Wortlaut des Kaufvertrages und den Fristen ab, die seit dem Kauf inzwischen verstrichen oder noch nicht verstrichen sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Welpen vor der Abgabe
BeitragVerfasst: 29.05.16, 11:02 
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PN an Waschbärin


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