mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Behandl

Recht rund ums Tier

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saalegokart
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mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Behandl

Beitrag von saalegokart » 31.07.18, 14:25

Huhu, also
Kunde A ruft beim Tierarzt B an und macht einen Preis von sagen wir 100 Euro, für die exakt genannte Behandlung am Telefon aus.
Tierarzt B behandelt darauf hin das Tier und macht aus den genannten einfachen Satzes einen 2.0 Satz Oder es werden einfach Posten dazu gedichtet, die aber stimmen
die Rechnung beträgt daraufhin:
als Beispiel 150 Euro oder 250 Euro

Der Tierarzt hält sich also nicht an die mündl. Vereinbarung .

Welche Möglichkeiten hat denn Kunde A den Beweis dann vor Gericht zu liefern, das ein fester Preis ausgemacht war? Und wie wäre es mit ca. Angaben ?
bzw. Muss der Kunde A das dann so hinnehmen?

ExDevil67
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Re: mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Beh

Beitrag von ExDevil67 » 31.07.18, 15:13

saalegokart hat geschrieben:Welche Möglichkeiten hat denn Kunde A den Beweis dann vor Gericht zu liefern, das ein fester Preis ausgemacht war? Und wie wäre es mit ca. Angaben ?
bzw. Muss der Kunde A das dann so hinnehmen?
Das ist halt das Problem an mündlichen Verträgen. Der Inhalt ist im Streitfall nur schwer bis gar nicht beweisbar. Erschwerend kommt hier noch dazu das das ganze per Telefon erfolgte, es also auch keinen Dritten gibt der den Inhalt bezeugen könnte.

saalegokart
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Re: mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Beh

Beitrag von saalegokart » 31.07.18, 15:32

Welche Möglichkeiten hat der Kunde A denn, um vor der Behandlung einen genauen Preis für eine Behandlung einer Krankheit auszumachen, die "rechtssicher" gilt?

lottchen
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Re: mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Beh

Beitrag von lottchen » 31.07.18, 15:38

Am Besten einen Vertrag unterschreiben wo der feste Preis drinnen steht bevor behandelt wird. Ist doch bei "normalen" Ärzten auch so, bei Tierärzten nicht (war noch nie bei einem)?
Ich empfehle, Beiträge unserer Forentrolle BäckerHD, FelixSt und Dieter_Meisenkaiser konsequent zu ignorieren!

winterspaziergang
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Re: mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Beh

Beitrag von winterspaziergang » 31.07.18, 16:14

saalegokart hat geschrieben:Oder es werden einfach Posten dazu gedichtet, die aber stimmen
wenn sie dazu gedichtet werden, stimmen sie gerade nicht und wenn sie stimmen, ist das ein Hinweis darauf, dass der Tierarzt die Behandlung laut Vereinbarung durchgeführt hat, aber weitere Leistungen notwendig wurden.
War der fiktive Tierhalter bei der fiktiven Behandlung nicht dabei?
Welche Möglichkeiten hat denn Kunde A den Beweis dann vor Gericht zu liefern, das ein fester Preis ausgemacht war?
gar keinen, zumal es höchst unüblich ist, mit dem Tierarzt zu telefonieren und mit ihm vorher für ein von ihm nicht untersuchtes Tier Festsätze für die Behandlung festzulegen.
Und wie wäre es mit ca. Angaben ?
ca. heißt ca.
saalegokart hat geschrieben:bzw. Muss der Kunde A das dann so hinnehmen?
der Kunde muss sich erstmal klar werden, was genau vereinbart war und was er warum zahlen soll. Siehe "Posten stimmen".

FM
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Re: mündliche Vereinbarung der Kosten am Telefon vor der Beh

Beitrag von FM » 31.07.18, 16:24

Bei einer (tier-)ärztlichen Behandlung ist es immer schwierig, im voraus den genauen Aufwand zu bestimmen. Unter anderem deshalb legt die Gebührenordnung keine Festpreise fest, sondern eine Spanne. Da wird sich sehr oft erst nach Untersuchung des Tieres oder während der Behandlung ergeben, welcher Preis innerhalb der Spanne angemessen ist. Das kann z.B. auch vom Verhalten des Tieres abhängen.

Wenn der zweifache Gebührensatz bei 150 Euro liegt, der einfache also bei 75 Euro, war die Angabe "ca. 100" durchaus richtig. Es hätten aber auch 225 werden können.

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