Revierkämpfe

Recht rund ums Tier

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daemon
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Revierkämpfe

Beitrag von daemon » 04.09.19, 07:41

Hallo,
gegeben sei folgender Sachverhalt:
Auf dem Zeltplatz am See sind Hunde zugelassen, aber es herrscht Leinenpflicht. Wie viele Hundehalter nun mal so sind wird diese Einschränkung der Freiheit nicht hingenommen und so kommt es zu streunenden Exemplaren. Vom Campingplatzbetreiber wird dieser Zustand toleriert.
Da Hunde dann allerdings ihrer Natur folgend überall ihr Revier markieren, ist auch das Zelt von Camper Karl betroffen. Was haben wir hier? Sachbeschädigung? Durch den Hundehalter, der seine Töle nicht unter Kontrolle hat? Durch den Platzbetreiber, der diesen Mißstand duldet?

Zusatzfrage: Karl knabbert gerne und stellt sich einen Teller mit diversen Leckereien zusammen: dunkle Schokolade, Makadamianüsse, Rosinen, frische Weinbeeren, Avocadostückchen, ... . Diesen Teller läßt er vor seinem Zelt stehen. Die Hundehalter werden jetzt sicher monieren, Karl hätte Giftköder ausgelegt, aber er hat doch nur die Absicht diese Leckerli später selber zu verzehren. Schließlich können angeleinte Hunde den Teller doch gar nicht erreichen. Darf Karl das?

Tastenspitz
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von Tastenspitz » 04.09.19, 07:55

daemon hat geschrieben:
04.09.19, 07:41
Sachbeschädigung? Durch den Hundehalter
Vermutlich durch den Hund. Verantwortlich ist aber der Halter. Übrigens egal ob mit oder ohne Leine. Also der Hund... :mrgreen:
daemon hat geschrieben:
04.09.19, 07:41
Darf Karl das?
Sicher.
Wer für generelle Geschwindigkeitsbegrenzungen auf Autobahnen ist, hebe bitte den rechten Fuß.
Für individuelle Rechtsberatung bitte "ALT" und "F4" auf der Tastatur gleichzeitig drücken.

SusanneBerlin
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von SusanneBerlin » 04.09.19, 09:02

daemon hat geschrieben: Zusatzfrage
Darf Karl das?
Teller mit Knabbereien und in mundgerechte Stücke geschnittenem Obst herumstehen lassen? Sischer, sischer.
Grüße, Susanne

webelch
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von webelch » 05.09.19, 13:12

So, so, der Karl stellt sich also schon einmal auf diesem Campingplatz, der voller freilaufender Streuner ist, seine Leckereien unbeaufsichtigt auf den Boden. Und zufälligerweise gelüstet es dem Karl auch nur nach Dingen, von denen zu vermuten ist, dass sie für Streuner nicht sehr gesundheitsfördernd sind... ;-)

gitta.
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von gitta. » 24.09.19, 08:59

Wenn sich das auf dem Campingplatz rumspricht, dass Karl seine "Leckereien" auf dem von ihm gemieteten Platz stehen lässt und ein Hund dadurch krank geworden oder sogar gestorben ist,
könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass es für Karl auch schnell unangenehm wird.

Und der Titel Revierkämpfe bezieht sich dann nicht auf die Hunde sondern eher auf die Camper.

Für ein friedliches Miteinander wäre es sicher einfacher, einfach einen oder mehrere Feldsteine vor die Parzelle zu stellen, dann haben alle Hunde einen Pinkelstein und es gibt keinen Grund,
Tiere und den Mitcampern Leid zuzufügen.

Ganz abgesehen davon, dass es sich um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handelt, auch wenn der Nachweis sicher kaum zu erbringen wäre.

daemon
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von daemon » 27.09.19, 09:14

gitta. hat geschrieben:
24.09.19, 08:59
Wenn sich das auf dem Campingplatz rumspricht, dass Karl seine "Leckereien" auf dem von ihm gemieteten Platz stehen lässt und ein Hund dadurch krank geworden oder sogar gestorben ist,
könnte ich mir sehr gut vorstellen, dass es für Karl auch schnell unangenehm wird.
Versteh' ich das richtig? Wenn der Kontrolle ihrer Besitzer nicht unterstehende Hunde in fremde Parzellen eindringen, dort Zelte vollpissen und für den menschlichen Verzehr bestimmte Nahrungsmittel wegfressen, soll das Opfer dieser Übergriffe auch noch verprügelt werden?
gitta. hat geschrieben:
24.09.19, 08:59
Für ein friedliches Miteinander wäre es sicher einfacher, einfach einen oder mehrere Feldsteine vor die Parzelle zu stellen, dann haben alle Hunde einen Pinkelstein und es gibt keinen Grund,
Tiere und den Mitcampern Leid zuzufügen.
Für ein friedliche Miteinander noch einfacher wäre es doch, einfach die bestehende Leinenpflicht einzuhalten und Lumpi unter Konntrolle zu halten. Dann kann der kleine Liebling weder anderer Leute Eigentum vollpissen, noch sich an fremden Nahrungsvorräten gütlich tun.
Natürlich wäre es auch möglich, die Hundehalter würden vor ihrer Parzelle einen Pinkelstein für den kleinen Liebling aufstellen. Haben sie aber nicht getan! Oder war etwa gemeint, Karl solle vor seinem Zelt ein öffentliches Hundeklo errichjten? :shock:
gitta. hat geschrieben:
24.09.19, 08:59
Ganz abgesehen davon, dass es sich um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handelt, auch wenn der Nachweis sicher kaum zu erbringen wäre.
Gibt es im Tierschutzgesetz Mindestanforderungen, wie für den menschlichen Verzehr bestimmte Lebensmittel vor dem Zugriff fremder Hunde zu sichern sind? Ich bitte um Verlinkung des oder der entsprechenden Paragrafen.

ktown
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von ktown » 27.09.19, 09:34

Es ist ärgerlich, wenn Mitmenschen meinen sich nicht an Regeln halten zu müssen. Es berechtigt trotzdem nicht zu unlauteren Mitteln zu greifen.
Alles, was ich schreibe, ist meine private Meinung.

Gesetze sind eine misslungene Kreuzung aus dem Alphabet und einem Labyrinth.
"Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt" Zitat Goethe

gitta.
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Re: Revierkämpfe

Beitrag von gitta. » 06.10.19, 19:53

Ich habe meinen Beitrag noch einmal durchgelesen, aber nirgendwo entdecken können, dass ich geschrieben habe, dass ein Hundemörder verprügelt werden sollte.

Es gibt viele Möglichkeiten, diesem Menschen das Leben unangenehm zu machen, dazu muss kein Mensch handgreiflich werden. Und Freunde macht man sich nicht damit, dass man Hunde vergiftet.

Es gibt doch sicher auch Feiern auf diesem Campingplatz, da kann man nur hoffen, dass kein Camper im Suff gegen das Zelt des anderen pinkelt.
Wer weiß, ob er dann nicht auch überlegt, den Suffkopp zu vergiften.

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