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Schaden/Haftungsquote - eigentliches Haltungsverbot

Verfasst: 26.10.19, 14:42
von Kamikaze2001
Guten Tag zusammen,

angenommen es kommt zu einer Beißerei zwischen zwei Hunden, zum Beispiel weil Hund 1 einfach nicht richtig beaufsichtigt wird, dass Grundstück verlässt und dann den angeleinten Hund 2 angreift.
Hund 1 ist ein Listenhund der Kategorie 2, allerdings ohne absolvierten Wesenstest. Nachdem sein Halter die Auflagen der Stadt scheinbar die letzten Jahre ignoriert hat und weder Leinenpflicht oder die Abgabe des Wesenstests befolgt hat, zählt so ein Hund ja scheinbar als "normaler Kampfhund" und dürfte somit (in Bayern) dann ja gar nicht mehr ohne Erlaubnis der Stadt gehalten werden.

Nun gibt es bei der Hundehaftpflichtversicherung und bei Auseinandersetzungen von Hunden ja diese Haftungsquote von 50%, also beiden Hundehaltern wird eine Teilschuld eingeräumt.
Hundehalter 1 hat seine Aufsichtspflicht verletzt, sein Hund hätte so zudem ja gar nicht erst gehalten werden dürfen?!
Hundehalter 2 hatte überhaupt keine Möglichkeit den Hundekampf zu verhindern und hat alles richtig gemacht. Sein Hund war angeleint, es gab keinerlei Auflagen und er war auf einer öffentliche Straße unterwegs.

Und trotzdem soll Hundehalter 2 nun auf der Hälfte seines Schadens sitzen bleiben und dazu noch 50% der Tierarztrechnung für den Hund 1 übernehmen?
Das mit den 50% klingt mir irgendwie zu pauschel, ist dies wirklich immer so?

Danke und viele Grüße